Der Hamburger Fußball-Verband trauert um Rudolf Schlienz

Rudolf Schlienz verstarb am 17. Februar 2023 - Foto HFV

Am 17. Februar 2023 erlosch das Lebenslicht von Rudolf Schlienz – es war ein Leben für die Schiedsrichterei und den SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt!

Am 5. Januar 1939 wurde Rudolf „Rudi“ Schlienz geboren. 1951 trat Rudi beim SC Vorwärts Billstedt ein. Diesem Verein (seit 1990 SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt) blieb er bis zu seinem Tod treu. Er begann von 1951 – 1959 als Fußballspieler. 1958 legte er im Vereinshaus von TuS Hamburg die Schiedsrichterprüfung ab. Schon 1962 wurde Schlienz als Beisitzer in den Bezirksschiedsrichter-Ausschuss (BSA) Ost gewählt. Diese Tätigkeit übte er bis 1975 aus, wurde dann Vorsitzender und nach zwanzig Jahren von 1995 bis 2004 erneut Beisitzer. Nach 42 Jahren (!) ununterbrochener Vorstandstätigkeit hörte „Der gute Mensch von Billstedt“ auf und wurde zum Ehrenvorsitzenden de BSA Ost ernannt. Ebenso beendete Schlienz seine Laufbahn als Liga-Schiedsrichter nach 45 Jahren (1959 – 2004). „Ich bin immer gerne Schiedsrichter gewesen und die schönen Erlebnisse sind Abend füllend“, sagte Schlienz, wenn er auf seine Zeit als Schiedsrichter und Vorstand im BSA Ost zurückblickte.

Rudi Schlienz 1995 mit seinem Nachfolger als BSA Ost-Obmann Uwe Albert (rechts) – Foto HFV-Archiv

In seinem Verein war „Robert“, wie er dort auch gerufen wurde, von 1962 – 2006 Schiedsrichter-Obmann, von 1998 SR-Betreuer bei den Ligaspielen und von 2002 – 2006 war er 2. Vorsitzender und danach Ehrenamtsbeauftragter. Seine ehrliche, zurückhaltende und offene Art, die Treue und selbstlose Haltung haben dem gelernten Kaufmann großen Respekt und hohe Anerkennung in der Hamburger Fußballfamilie eingebracht. Im Hamburger Fußball-Verband war er noch einige Jahre in der Ehrenamtskommission tätig. Für seine großen Verdienste wurde Rudi Schlienz vom HFV mit der silbernen und goldenen Ehrennadel und vom DFB mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet. 2019 erhielt Rudolf Schlienz die „Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes“ in Bronze der Hansestadt Hamburg.

Unser Mitgefühl gilt seiner Tochter.
Der Hamburger Fußball-Verband wird Rudolf Schlienz ein ehrendes Andenken bewahren.

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