Stippvisite im Iran

Auf Grund, der von mir bereits im letzten Jahr entwickelten Kontakte zum iranischen Fußballverband, erhielt ich eine Einladung des iranischen Verbandes (vom 10.11. – 17.11.2014 nach Teheran), um eine viertägige Fortbildung dort auszuführen. Es sollte eine spannende, eindrucksvolle und erfahrungsreiche Woche werden.

Doch zum Start erstmal vorneweg, bevor ich zum eigentlichen Bericht komme: Ich habe interessante, liebenswerte, freundliche Menschen kennengelernt, die noch wissen was Gastfreundschaft bedeutet und bin herzlichst und mit Fürsorge betreut worden.
Der Flug ging von Berlin via Istanbul direkt in die Hauptstadt Teheran (sprich Tehran). Eine 15 Millionen-Metropole auf einer Hochebene von ca. 2000 m gelegen und die Temperaturen fast identisch mit unseren. Die Unterbringung erfolgte in einem guten Hotel direkt neben dem Gelände des iranischen Verbandes. Nach einem halben Tag Erholung hatte ich das Glück das iranische Nationalteam auf dem Gelände in Vorbereitung eines Länderspiels gegen Südkorea zu beobachten und traf einen Bekannten aus Berlin (namentlich Askhan Dejagah – früher u.a. Hertha BSC und VFL Wolfsburg). Dieser spielt aktuell für die iranische Nationalmannschaft, durchlief früher einige U-Teams des DFBs und spielt zurzeit in Katar. Wir verabredeten uns für den Abend und verbrachten gemeinsam im Hotel der Nationalmannschaft einige Stunden im regen Austausch. Das war schon mal ein guter Start.
Am nächsten Tag ging es mit der Fortbildung der iranischen Koordinatoren (aus allen 21 Provinzen) los. Inhaltliche Themen waren Pressing, Umschaltspiel, Kreativität und Themen, die von den Teilnehmern angesprochen wurden. Natürlich erfolgte immer ein Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Zu meinem Leidwesen zog ich mir dabei einen Infekt zu (stand direkt unter d. Klimaanlage – mal zu heiß – mal zu kalt), der heute noch zu meinen Reiseerinnerungen zählt.
Der erste Tag verging schnell und abends lud mich Dr. Muhammed Ehsani (Head of the commitee of Education), d.h. im wahren Leben Universitätsprofessor mit dem Schwerpunkt Sportmanagment, in sein Universitätsschwimmbad ein und wir zogen einsam unsere Runden.
Nach den zweiten und dritten Ausbildungstagen, unterbrochen von medialen Ereignissen (Interviews und TV-Aufnahmen) und den im Iran nicht endenden Photosessions mit den Teilnehmern, dem Präsidenten, dem Manager und Mitarbeitern des Verbandes, tollen Gesprächen und Austauschen, ging es per Flugzeug in eine der Provinzen am Kaspischen Meer (Provinz Mazandaran), wo ebenfalls ein 250-köpfiges Trainerensemble neben den regionalen Politkern und Universitätsprofessoren meinen Vorträgen mit anschließenden Diskussionen lauschten. Bemerkenswert war auch die starke Präsenz einer ca. 15- köpfigen Frauentrainerinnengruppe von Mazandaran. Die Gastlichkeit hier war noch stärker ausgeprägt und endete abends mit Ausflügen an das Kaspische Meer mit köstlichen Fischspeisen

Nach zwei Tagen erwartete mich die Rückkehr nach Teheran und der Rückflug nach Europa. Doch zuvor hatte ich auch noch einen alten Bekannten aus seiner Zeit beim DFB in Teheran begrüßen können. Uli Stielike, inzwischen Nationaltrainer Südkoreas, trainierte am Abend meines Abfluges mit dem Ex-Spieler des HSV H.-M. Son ganz in der Nähe und war erstaunt, sich auf Deutsch austauschen zu können. Mein Rückflug (frühmorgens um 05:10 Uhr) bedeutet eine fast 30-stündige Strapaze, da ich bereits kurz nach Mitternacht zum Flughafen musste und bereits den ganzen vorigen Tag in den Knochen hatte.
Dies schmälerte jedoch nicht meine positiven Erinnerungen und Erfahrungen mit Menschen von diesem Kontinent (Asien). Bedanken möchte ich mich noch bei Reza Khosrarinejad (der Hamburger Kontakt zum iranischen Verband), bei Peywack und seinem Sohn (ein Hamburger Trainer, der erst zwei Monate zuvor in den Iran zurückgekehrt ist und mein erster Deutsch-Übersetzer war) und vor allem meinen iranischen Ansprechpartner Dr. Muhammad Ehsani, mit dem mich bereits jetzt freundschaftliche Gefühle verbinden und unser gemeinsames Ziel es ist, unsere Kooperation im Juni 2015 mit einer Deutsch-Iranischen Trainerausbildung in Hamburg fortzusetzen.

Ein Bericht von Uwe Jahn (HFV- Verbandstrainer)

Uwe Jahn bei einem Vortrag im Iran – Foto HFV

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