26.09.2019

Lehrgang der Fördergruppenschiedsrichter im BSA Harburg

Ein lehrreiches Wochenende für die Teilnehmer

Die Teilnehmer des Lehrgangs

Vom 20. bis 22. September 2019 fand der diesjährige Fördergruppen-Lehrgang des BSA Harburg in Verden (Aller) statt. Eingeladen waren alle Schiedsrichter der Fördergruppe 1 und 2. Die Leitung des Lehrgangs bestand aus Lasse Holst, André Heinrich und Joscha Tetzlaff. Unterstützt wurden diese durch die restlichen Mitglieder des BSA-Vorstands Marcel Schwarze, Murat Yilmaz und Johannes Mayer-Lindenberg.

Die Anreise erfolgte gemeinsam am Freitagnachmittag zur Jugendherberge in Verden (Aller). Nach einer kurzen Pause und dem Beziehen der Zimmer begann der Lehrgang mit dem Vortrag "Erklärung von Parametern". Behandelt wurden dabei Themen wie: "Wann ist ein Foulspiel fahrlässig/rücksichtslos/brutal?" oder "Welche Faktoren müssen bei der persönlichen Strafe bei der Verhinderung einer klaren Torchance beachtet werden?". Nach dem Abendbrot wurden schließlich die Regelarbeit, bei dem dieses Mal die Konzentration der Schiedsrichter durch laute Hintergrundmusik auf den Probestand gestellt wurde, und der Konformitätstest geschrieben. Beim Konformitätstest werden, als Unterschied zur Regelarbeit, Spielszenen abgespielt, die man dann richtig zu beurteilen hat. Nach einer kurzen Besprechung endete der offizielle Teil. In einer gemeinschaftlichen Runde ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Training, Training, Training

Der nächste Morgen begann mit einer Laufeinheit quer durch Verden. Wirklich wach und geistig anwesend waren die meisten jedoch erst um 9:00 Uhr zum ersten Vortrag "Anspruch und Wirklichkeit - Professionalitätserwartungen an LK-Schiedsrichter". Vorgestellt wurde dieses Thema durch BSA-Obmann Johannes Mayer-Lindenberg. Thematisiert wurden dabei die Ansprüche und Erwartungen, die der BSA Harburg und der VSA an LK Schiedsrichter stellt, sowie auch Ziele und Forderungen die jeder LK Schiedsrichter an sich selbst stellen sollte.


Anschließend wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Gruppe A führte auf den nahegelegenen Fußballplatz ein "Szenarientraining" durch. Dabei wurden, mit schauspielerisch hervorragenden Leistungen, spieltypische Szenen durchgespielt, die jeweils ein Schiedsrichter situativ lösen sollte. Beispiele dafür sind die Ermahnung eines Trainers oder der Umgang mit einer Rudelbildung und sich unsportlich verhaltenden Spielern. Jeder Schiedsrichter wurde dabei gefilmt und die Reaktionen auf die Szenen später zusammen mit allen Lehrgangsteilnehmern analysiert. Gruppe B führte mit Murat Yilmaz ein beispielhaftes "Beobachtergespräch" durch. Dabei lag das Hauptaugenmerk auf dem Umgang mit den Beobachtern und dem Führen eines "cleveren" Gespräches durch Schlüsselworte. Beide Gruppen wechselten sich ab, sodass jeder Teilnehmer dieselben Inhalte vermittelt bekam.

Stadionbesuch mit Arbeitsaufgabe

Nach dem Mittagessen präsentierte uns Marcel Schwarze die "Absprachen im Gespann". Inhaltlich ging es um die Rahmenparameter einer Absprache und allgemeine Informationen zur Spielvorbereitung. Gegen 16:00 Uhr verließen wir Verden in Richtung Weserstadion Bremen, um uns dort das Topspiel des Bundesligaspieltags zwischen Werder Bremen und RB Leipzig anzuschauen. Dabei erhielt jeder Teilnehmer ein Thema, auf das er besonders bei der Spielleitung des Gespanns um Tobias Stieler achten sollte. Beim Abendessen in der Bremer Innenstadt erhielten wir Besuch vom 4. Offiziellen dieser Partie, Jan Clemens Neitzel-Petersen, der unsere Fragen zum Spiel so gut es ging beantwortete. Nach der gemeinsamen Rückkehr zur Jugendherberge ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Am Sonntag referierte André Heinrich über das Anforderungsprofil eines NWK-Schiedsrichters im VSA, also Anforderungen und Rahmenbedingungen, die ein NWK-Schiedsrichter erfüllen muss (z.B. Lauftest, Regeltest, Verhalten, ...). Lasse Holst erklärte uns danach sehr ausführlich das Beobachtersystem, also inwiefern es Aufwertungen für besonders gute Aktionen und wofür es Abzüge in der Note gibt. Nach einer abschließenden Feedbackrunde ging es gemeinsam in Richtung Heimat.

Rückblickend kann man sagen, dass trotz des vollen Programms der Spaß während des Lehrgangs nie zu kurz kam. Die Gruppendynamik war stets sehr positiv. Durch die sehr informativen Vorträge konnte jeder viel Neues lernen und positive Erfahrungen sammeln. Ich möchte mich hiermit auch im Namen aller Lehrgangsteilnehmer für den gelungenen Lehrgang bedanken. Ohne die intensiven Vorbereitungen wäre ein solcher Lehrgang nicht umsetzbar.

Ein Bericht von Sören Wilhelm (SV Grün-Weiss Harburg von 1920 e.V.)