26.10.2015

„Einfach ausprobieren“

Steuerberater Uwe Wiesinger über DFBnet Finanz

Sehr kritisch hat 2007 der Darmstädter Steuerberater Uwe Wiesinger als Mitglied in der DFB-Kommission für öffentliches Finanzwesen und Finanzierung die Einführung von DFBnet Finanz begleitet. Heute bringt er sein Fachwissen in der DFB-Kommission für Steuern und Abgaben ein – und behält DFBnet Finanz weiterhin im Auge.

Herr Wiesinger, Sie waren vor die Einführung von DFBnet Finanz alles andere als optimistisch. Welche Bedenken hatten Sie?
Ich habe es schlichtweg nicht für möglich gehalten, ein Programm zu entwickeln, mit dem ein Nicht-Fachmann die Finanzbuchhaltung eines Vereins mit seinen verschiedenen steuerlichen Sphären erledigen kann.

Uwe Wiesinger, Steuerberater

DFBnet Finanz erlaubt es aber in der Tat, dass sich jemand an die Vereinsbuchhaltung ran wagt, der nicht beruflich damit befasst ist. Wenn der Kontenplan individuell abgestimmt und richtig aufgebaut wird, sollte jeder, der seinen Verein gut kennt, die Finanzbuchhaltung so machen können, dass am Ende ein richtiges Ergebnis herauskommt.

Worin sehen Sie die größten Vorzüge von DFBnet Finanz?
Das Steuerrecht ist so komplex, dass manchmal selbst Profis bei schwierigen Sachverhalten nicht gleich die Lösung kennen. Das System allerdings unterstützt die Vereinsvertreter, bei den im Normalfall vorkommenden Belegvorgängen und entsprechender Anwendung auch die richtigen Kontierungsentscheidungen zu treffen. Die Fachleute von DFB-Medien sagen zu, das Programm regelmäßig zu aktualisieren, so dass es bei Änderungen, beispielsweise von Umsatzsteuersätzen und vielem mehr, stets auf dem neuesten Stand ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die sichere Speicherung der Daten im Rechenzentrum des DFB – das nimmt die Sorge, dass wichtige Informationen verloren gehen, weil ein privater PC abstürzt oder ein Vorstandsmitglied im Streit geht.

Was würden Sie Vereinen sagen, die noch zögern, ob sie mit DFBnet Finanz arbeiten sollen?
Einfach ausprobieren, um selbst zu erkennen, wie leicht das Programm selbst es einem macht und wie selbsterklärend die Anwendung ist. Denn es verlangt keine tiefe Kenntnis der Finanzbuchhaltung und überfordert nicht mit Buchhaltervokabular. Die Fragen, die für die korrekte Verbuchung beantwortet werden müssen und zur Kontierungslösung hinführen, sind aus der Praxis heraus angelegt, klar und für jeden verständlich. Genau dafür ist DFBnet Finanz gemacht: Dass damit Nicht-Steuerfachleute, die allerdings ihren Verein im Innenleben sehr gut kennen müssen, die Finanzbuchhaltung machen können.