Gewaltprävention

Fit für Fairplay – zu Gast bei der Flüchtlingsmannschaft des SV Blankenese III. Herren

Es war ein frischer und sonniger Samstagmorgen als wir im Sülldorfer Kirchenweg mit all unseren Materialien eintrafen. In telefonischen Vorgesprächen berichteten uns die Trainer Andrew und Werner über Integrations- und Akzeptanzprobleme ihrer Spieler innerhalb der Mannschaft und gegenüber der Schiedsrichter. Schwerpunkt der Veranstaltung sollten wunschgemäß die Themen Regelakzeptanz und Respekt dem Schiedsrichter gegenüber haben. Hintergrund waren viele gelbe Karten und ein Schlüsselerlebnis im Spiel gegen Schnelsen in dem es Rudelbildungen mit körperlichen und handgreiflichen Auseinandersetzungen gegeben hatte. „Ich war sehr erschrocken über meine Spieler“, meinte Andrew zu den Ereignissen „und wollte mir Hilfe holen. Da man mir euch empfohlen.“

Information des Verbandsjugendausschusses – Thema: „Prävention sexualisierter Gewalt“

Der VJA weist nachstehend auf das Thema der „Prävention sexualisierter Gewalt“ hin. Die Hamburger Sportjugend hat mit der Stadt Hamburg eine Vereinbarung geschlossen. Diese beinhaltet, dass zukünftig in den Satzungen der Hamburger Vereine, die Fördergelder von bzw. über die Hamburger Sportjugend erhalten (z. B. Kids in die Clubs), die Prävention sexualisierter Gewalt verankert sein sollte. Sichergestellt sein muss in jedem Fall, dass die Einsichtnahme in ein erweitertes Führungszeugnis erfolgt. Außerdem habe die Vereine einen Ansprechpartner „Prävention sexualisierter Gewalt“ zu benennen und von allen ehren-, haupt- und nebenamtlichen Mitarbeitern den DOSB-Ehrenkodex unterzeichnen zu lassen.
Wir weisen darauf hin, dass bei Nichtbeachtung dieser, durch den Hamburger Sportbund und die Hamburger Sportjugend beschlossenen Regelungen (Vorlage „erweitertes Führungszeugnis", Vorlage „unterschriebener Ehrenkodex") ab dem 1. Januar 2015 Bezuschussungen wegfallen können, wenn Vereine diese Vorgaben nicht umsetzen.
Sowohl die Vereinbarung als auch der zur Erfassung vorgesehene Statistikbogen kann auf der Homepage der Hamburger Sportjugend abgerufen werden. Den Statistikbogen müssen alle Vereine ausfüllen, um eine Bezuschussung (z. B. Kids in die Clubs) zu erhalten.
Sollten in den Vereinen oder einer Mannschaft vermeintliche Probleme oder Vorfälle auftreten, verweisen wir ausdrücklich auf die Vertrauenspersonen des Hamburger Sportbunds und des Hamburger Fußball-Verbandes Dr. med. Dragana Seifert oder Dr. Lutz Mohnhaupt (Hauptpastor em.) unter der Hotline 0800 – 999 78 78.

Hans-Peter Biallas, Vorsitzender Jugendlehrausschuss

Kurzschulung für die Sicherheitsverantwortlichen der Vereine in der Oberliga Hamburg

„Ziel der Sicherheitsschulungen ist es, unsere Vereine in Hamburg auf potentielle Probleme optimal einzustellen und ihnen Hilfestellungen von Seiten des Verbandes und der Polizei zu geben“, erläuterte Volker Sontag, zuständiges Präsidiumsmitglied des HFV für Sicherheitsfragen. Zu diesem Thema waren im Rahmen einer Kurzschulung am Sonnabend, den 16.08.2014 die Sicherheitsbeauftragten der Oberliga-Vereine in die Sportschule des HFV in Hamburg-Jenfeld eingeladen worden.
In Anlehnung an eine vom DFB bundesweit vorgegebene Sicherheitsempfehlung für die 5. Spielklassen (HFV = Oberliga) hatte das Präsidium des HFV bereits 2010 beschlossen, eine auf die Hamburger Verhältnisse zugeschnittene „Besondere Sicherheitsrichtlinie“ zu erarbeiten und umzusetzen.
In diesem Zusammenhang sind nachstehende Punkte von den Vereinen der Oberliga Hamburg obligatorisch zu beachten:

Die Vereine sind innerhalb der Sportanlage zuständig für die Sicherheit der Spiele.
Benennung eine Sicherheitsbeauftragten, der dem Aufgabenprofil gerecht wird. (Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen, dem Verband, der örtlichen Polizei und den Rettungsdiensten u.a.)
Verpflichtende Teilnahme an der vom HFV vorgesehenen Kurzschulung.
Vorlage eines Sicherheitskonzeptes für die Heimsportanlage.
Erstellung einer Stadionordnung.
Eingesetzte Ordner sind ausnahmslos durch Sicherheitswesten kenntlich zu machen.
Einsatz von gewerblichen Ordnungsdiensten bei sog. „Risikospielen“.

Vor dem Hintergrund, dass im Hamburger Amateurfußball jährlich über 99% aller rund 60.000 Spiele problemlos abgewickelt werden, war es erklärtes Ziel des Verbandes den Amateurvereinen im HFV Hilfestellungen mit so wenig Verpflichtungen wie möglich anzubieten und nur unbedingt erforderliche Vorgaben einzufordern. Dazu gehört auch, dass der finanzielle und personelle Aufwand der Vereine, aber auch der Polizei, soweit möglich auf einen angemessenen Rahmen begrenzt wird.
Schwerpunkte der diesjährigen Schulungsinhalte, waren u.a. Aufgaben der Sicherheitsverantwortlichen, Sicherheitskonzept und Stadionordnung für die Heimsportanlage, Kommunikationsübersicht, Ordnergestellung, rechtliche Grundlagen (Hausrecht, Festnahmerecht, Notwehr, Nothilfe) und Zusammenarbeit mit der Polizei.

Die Kurzschulung wurde von dem HFV-Sicherheitsverantwortlichen Volker Sontag geleitet.

Fit für Fairplay: Gemeinsamer Coolnesstag des FTSV Altenwerder und des Harburger TB

Es passierte zum Finale der Saison 2012/13. Im letzten Spiel der U17-Teams von HTB 2 und Altenwerder 1 hatten beide Teams noch Chancen auf die Staffelmeisterschaft. 80 Minuten lang duellierten sich beide Mannschaften weitestgehend im Rahmen der sportlichen Grenzen, doch mit dem Abpfiff eskalierte die aufgeheizte Stimmung, es kam zur Rudelbildung. Der Schiedsrichter erfasste dabei nur jeweils einen Spieler beider Teams in seinem Sonderbericht, doch gemäß der vorliegenden Aussagen bei der im August stattfindenden JRA-Verhandlung hatten darüber hinaus noch weitere Spieler und Personen im Umfeld der Teams die Grenzen der Sportlichkeit überschritten.

Prävention sexualisierter Gewalt im Hamburger Sport

Prävention sexualisierter Gewalt im Hamburger Sport
„Wie können wir Kinder und Jugendliche vor Übergriffen wirksam schützen“

Unter dem oben genannten Titel fand schon im Jahr 2011 im „Haus des Sports“ ein Symposium der Hamburger Sportjugend statt.
Verbunden mit dieser Veranstaltung war auch die Erstellung einer so genannten Handreichung, als Vorlage zu Handlungsmöglichkeiten.
Diese „Handreichung“ soll zum einen dazu dienen, auf das Thema aufmerksam zu machen. Zum anderen dafür, den Schutz vor sexualisierter Gewalt auf breite Füße zu stellen.
In unserer Basisausbildung weisen ebenfalls auf dieses Problem hin und versuchen die Teilnehmenden für dieses Thema zu sensibilisieren. Nicht nur die verbale und körperliche Gewalt auf den Sportplätzen und in den Hallen gehört zu unserer Präventionsarbeit. Ein äußerst schwieriges und sensibles Thema gilt es zu behandeln und die Frage, wie erkenne ich sexualisierte Gewalt und wie begegne ich ihr, ist nicht leicht zu beantworten. Es bedarf auch einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein, um handlungsfähig zu werden, wenn sich vermeintlich erkennbare Zeichen zeigen. Hierfür hat die HSJ die „Handlungsbroschüre“ erstellt die für alle Verbands- und Vereinsebenen Tipps gibt.
Neben den Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen werden Beispiele aufgeführt:
- wie gesetzliche Bestimmungen
- Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen
- Ehrenkodex für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Eignungsüberprüfungen von zukünftigen und bereits tätigen Mitarbeiter/ innen
- Handlungsrichtlinien im Verdachtsfall und auf Beratungsstellen in Hamburg

Im HFV gibt es bereits Vereine, die dieses Thema aufgegriffen haben und auch in der Praxis umsetzen. Ein Verein z.B. verlangt für die Personen, die im Ehren- oder Hauptamt im Jugendbereich tätig sind, das „erweiterte Führungszeugnis“ und hat damit keine Probleme, denn die betroffenen Personen stehen zu diesem Vereinsbeschluss.

Speziell geschulte Ansprechpartner bei HSB und HSJ finden Sie hier. Insbesondere Betroffene können sich an folgende Vertrauenspersonen wenden, die sich ehrenamtlich für uns engagieren:

Dr. Dragana Seifert, Institut für Rechtsmedizin des Universitätskrankenhauses Eppendorf
Dr. Lutz Mohaupt, ehemaliger Hauptpastor von St. Jacobi und Bürgerschaftspräsident

Hotline 0800-999 78 78

Beide werden, auch uns gegenüber, Stillschweigen über Gespräche bewahren. Ohne das Einverständnis der Anrufer werden auch keine weitergehenden Schritte von den Vertrauenspersonen unternommen.

Unsere Empfehlung: Machen Sie mit, schützen Sie unsere Kinder und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Hamburger Sport!

Fit für Fairplay – Ein Angebot des Hamburger Fußball-Verbandes e.V. (HFV) an alle Mannschaften

Seit 2012 läuft das Programm „Fit für Fairplay“ des HFV in Kooperation mit der Homann-Stiftung. Nachdem die ersten 20 Veranstaltungen innerhalb weniger Tage ausgebucht waren, konnten die Verantwortlichen der Homann-Stiftung schnell entscheiden, hier weiter mit dem HFV zusammen zu arbeiten. Gab es doch von den ersten Veranstaltungen ausschließlich positive Rückmeldungen über die Organisation, die durchführenden TrainerInnen des Präventionsteams, der guten Abstimmung mit den Vereinen und den Inhalten der Trainings.
Je nach Wunsch der Mannschaft wurden die inhaltlichen Schwerpunkte der Veranstaltungen entweder auf das „konstruktive Konfliktmanagement“ bei „heißen Fußballspielen“, Selbst- und Wahrnehmungsstärkung, oder Teambildung gelegt. So nutzten vor allem in der Saisonvorbereitung einige Vereine „Fit für Fairplay“ zum zusammenführen der Mannschaft und zum Teambuilding. Andere hatten einige Enttäuschungen in der laufenden Saison hinnehmen müssen und die Mannschaftsführung realisierten die Möglichkeit eines „Fit für Fairplay Tages“ und die Individuen, die Mannschaftsteile in ihrer Präsenz auf den Platz zu fördern oder die Wahrnehmungsfähigkeiten in verschiedene Richtungen zu stärken. In wenigen Fällen hatten wir Mannschaften, die aus disziplinarischen Gründen zur „Fit für Fairplay“ Veranstaltung kommen sollten.
Eines hatten alle bisher durchgeführten Veranstaltungen jedoch gemein: Das Thema: Umgang mit Konfliktsituationen war immer in einer Form Gegenstand der Diskussionen. Zu diesem Thema wurde immer wieder viel diskutiert, nachgedacht, Ideen entwickelt und praktisch erprobt. Zunächst in der Mannschaft und später oft auch im „wirklichen Leben“, wie wir immer wieder von ehemaligen Teilnehmern berichtet bekommen haben.
Viele Vereine sind bisher in den Genuss einer „Fit für Fairplay“ Veranstaltung gekommen. Die meisten dieser Vereine haben sich auch 2013 wieder für einige Maßnahmen beworben und schicken bereits die 2. oder 3. Mannschaft, weil sie von der guten Inhalten und positiven Wirkungen eines solchen Tages überzeugt sind. Auf der anderen Seite gibt es noch eine Menge Vereine, die bisher noch kein Interesse an einem „Fit für Fairplay“ Trainingstag gezeigt haben. All diese Vereine möchten wir an dieser Stelle noch einmal auffordern, sich anzumelden und einen Termin zu vereinbaren. Ganz besonders würden wir uns auch über eine Anmeldung einer Mädchenmannschaft freuen. Die haben bisher noch keine „Fit für Fairplay“ Veranstaltung genießen können.
Für das Jahr 2013 gibt es noch einige wenige Restveranstaltungen und für das Jahr 2014 laufen gerade die Verhandlungen über eine Fortsetzung des Projekts und der Zusammenarbeit mit der Homann-Stiftung. Nur zu, es gibt viel „lernen mit Spaß“ zu gewinnen, wie ein Teilnehmer aus Halstenbek es im letzten Jahr formulierte.
Für die erfolgreiche aller bisherigen „Fit für Fairplay“ Veranstaltungen bedanke ich mich bei allen Teilnehmern aus den Mannschaften, deren Trainer und Betreuer, Lutz Krohn und Carsten Byernetzki von der Geschäftsstelle des HFV, den Kolleginnen und Kollegen des Präventionsteams im HFV und natürlich bei der Homann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

Wilfried Wilkens
(JLA + Präventionsteam)