SportPride 2021: HFV und Vereine setzen Zeichen für Vielfalt

Mit der Regenbogenflagge in der Hand für Offenheit, Vielfalt und Toleranz und als Geste der Solidarität mit LQBTIQ+: So zeigten sich im Rahmen der HFV-Entscheidungsspiele der Männer und Frauen zur Teilnahme am DFB-Pokal die beteiligten Vereine und Schiedsrichter*innen zusammen mit dem Hamburger Fußball-Verband. 

Damit setzten sich der HFV und die spielenden Vereine am 26. und 27. Juni im Rahmen der SportPride 2021 gegen die Diskriminierung von LGBTIQ+ (Abkürzung für Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer und Intersex) im Sport ein.

Beim Spiel der Männer am Samstag beteiligten sich der FC Eintracht Norderstedt und FC Teutonia 05, Schiedsrichter Konrad Oldhafer, die Schiedsrichter-Assistenten Fabian Porsch und Jarno Wienefeld und Murat Yilmaz, der neben seiner Funktion als 4. Offizieller HFV-Integrationsbeauftragter ist. Außerdem dabei war Steffen Fischer, der Ansprechpartner für Sexuelle Vielfalt beim HFV ist.

„Die Akzeptanz bei der Aktion vorm wichtigen Entscheidungsspiel war so groß wie die Aufmerksamkeit dafür. Dass es gemeinsam mit Verband und den beiden Vereinen Norderstedt und Teutonia möglich war, sich am SportPride 2021 mit einer Regenbogen-Fahne zu beteiligen, zeigt den Stellenwert dieses Themas. Und das ist bereits deutlich länger relevant als die Diskussion um das Münchner Stadion in Regenbogenfarben“, freute sich Fischer über die vom HFV initiierte Aktion und merkte gleichzeitig an, dass es noch ein weiter Weg sei, Akzeptanz von LGBTIQ+ gerade im Fußball zu schaffen. „Wir sind weiter an der Arbeit, um Sportler*innen aller sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten die Möglichkeit zu geben, angstfrei und voller Freude im HFV Fußball zu spielen.“

 
Auch beim Frauen-Spiel am Sonntag strahlte die Regenbogenfahne mit der Sonne um die Wette, als um 15:30 Uhr das Entscheidungsspiel zwischen dem Hamburger SV und TSC Wellingsbüttel anstand. Gemeinsam mit Schiedsrichterin Johanna Giard, den Assistentinnen Jana Teipelke und Joanna Au, der 4. Offiziellen, Ina Butzlaff, und Andrea Nuszkowski, Vorsitzender des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball im HFV, beteiligten sich beide Mannschaften an der Aktion. 

Unter dem diesjährigen Hashtag #IhrKönntAufUnsZählen wurde die Kampagne vor allem in den Social Media-Kanälen gespielt – auch der HFV beteiligte sich dort und hatte seine Vereine und Mitglieder im Vorfeld zum (virtuellen) Mitmachen um den Aktionstag des 26. Junis aufgerufen. Zahlreiche Accounts waren dem Aufruf gefolgt und ließen die sozialen Medien in Regenbogenfarben erstrahlen.

Jessica Weinert, die Vorsitzende der Kommission für soziale und gesellschaftliche Verantwortung beim HFV, hatte sich bereits im Vorfeld geäußert und besonders über die Beteiligung des HFV an der SportPride gefreut – gerade mit Blick auf die UEFA, die sich zuletzt weigerte, die Münchner Allianzarena in Regenbogenfarben leuchten zu lassen. Sie sagte: „Anders als andere Verbände hat der HFV keine Scheu, sich mit dem Regenbogen und dem, wofür er steht, zu zeigen und zu positionieren. Das ist ein wichtiges Signal an unsere Vereine, Mitglieder und den Fußball“.

Ins Leben gerufen wurde die SportPride 2020 vom Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD), den Fußballfans gegen Homophobie (FfgH), Queer Football Fanclubs (QFF), F_in – Netzwerk Frauen im Fußball (F_in) und Football Supporters Europe (FSE), um Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTIQ+) im Sport sichtbar zu machen und Zeichen gegen Hass und Diskriminierung zu setzen.

Text: Jana Münnig

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