Offener Austausch, klare Haltung: Gesprächsabend für migrantisch geprägte Vereine

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) und die Haspa hatten eingeladen – zahlreiche Vereinsvertretende von migrantisch geprägten Vereinen waren gekommen, um zu Reden – und zwar über Hamburgs Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele. Das Treffen im Deutschlandhaus Hamburg fand am 22. April 2026 statt und war geprägt von einem offenen und konstruktiven Austausch.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung der Olympia-Vision für Hamburg durch die Alexander Otto Stiftung. Dabei wurde eindrucksvoll aufgezeigt, welches Potenzial die Ausrichtung der Spiele für die Stadtentwicklung, den Sport und die gesamte Stadtgesellschaft bietet. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Olympia-Bronzemedaillengewinner Artem Harutyunyan. Mit persönlichen Einblicken in seine Erfahrungen bei den Spielen in Rio de Janeiro vermittelte er die Faszination des olympischen Gedankens auf authentische Weise. Seine mitgebrachte Medaille machte diesen Spirit für alle Anwesenden greifbar.
Auch HFV-Präsident Christian Okun sprach sich in der Runde für Hamburgs Bewerbung um die Sommerspiele aus. Diese Perspektive wurde von vielen Teilnehmenden geteilt und im Austausch weiter vertieft. Inhaltlich wurde deutlich: Olympia kann Türen öffnen – für den Sport, für die Stadt und für die Menschen. Ein zentraler Aspekt dabei ist die nachhaltige Stadtentwicklung. Geplante Bauprojekte sollen langfristig nutzbare Strukturen schaffen, anstatt kurzfristige Lösungen ohne Perspektive. Der Leitgedanke ist klar formuliert: Nicht die Stadt passt sich den Spielen an – die Spiele passen sich der Stadt an.
Organisiert wurde die Veranstaltung von HFV-Integrationsbeauftragtem Murat Yilmaz, der mit großem Engagement maßgeblich zum Gelingen des Abends beitrug. Als Gastgeber im Deutschlandhaus unterstrich die HASPA einmal mehr ihr starkes Engagement für den Hamburger Sport. Mit Initiativen wie „Haspa bewegt“ leistet sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Förderung und Weiterentwicklung der Sportlandschaft in der Stadt.
Das Fazit des Abends fiel entsprechend eindeutig aus: Die anwesenden Vereine stehen hinter der Olympia-Bewerbung. Gemeinsam wurde ein starkes Signal gesendet – für Zusammenhalt, Teilhabe und eine aktive Mitgestaltung der Zukunft des Sports in Hamburg.