Neuer Fair Play-Beauftragter im HFV: Filip Koczorowski stellt sich vor

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hat einen neuen Fair Play-Beauftragten: Filip Koczorowski übernimmt die Aufgabe von Mike Gielow, der dieses Ehrenamt über viele Jahre mit großem Engagement ausgeübt hat.
Der 37-Jährige bringt vielfältige Erfahrungen aus dem Hamburger Fußball mit. Er war viele Jahre als Spieler, Schiedsrichter und Trainer aktiv und engagiert sich seit 2007 im Jugendsportgericht des HFV – zunächst als Jugendschöffe, seit 2016 als Beisitzer. Darüber hinaus unterstützt er als Fördermitglied seinen Verein K.S. Polonia. Künftig möchte er dazu beitragen, Fair Play und Respekt im Hamburger Fußball noch sichtbarer zu machen.
Wir haben mit Filip Koczorowski über seine neue Aufgabe gesprochen.
HFV: Du engagierst dich schon lange im Hamburger Fußball. Welche Aufgaben hast du bisher im HFV übernommen?
Filip Koczorowski: Seit 19 Jahren bin ich im Jugendsportgericht tätig: Von 2007 bis 2016 als Jugendschöffe und seit 2016 als Beisitzer. Seit 2007 habe ich außerdem als Volunteer viele internationale Fußballevents unterstützt, darunter das Europa-League-Finale 2010 in Hamburg sowie mehrere Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft und Spiele der UEFA EURO 2024 im Volksparkstadion.
Erzähle uns etwas über deinen Weg im Fußball.
Filip Koczorowski: Ich bin seit meiner Kindheit im Fußball aktiv. Im Alter von sechs Jahren habe ich angefangen Fußball zu spielen und war insgesamt 22 Jahre als Spieler aktiv. In der Jugend habe ich beim SC Condor, Bramfelder SV und TSC Wellingsbüttel gespielt, wo ich anschließend in den Herrenbereich wechselte. Danach spielte ich unter anderem für den FC St. Pauli und UH-Adler. Im Jahr 2017 habe ich meine aktive Laufbahn als Spieler schweren Herzens beendet.
Parallel dazu war ich von 2004 bis 2016 als Schiedsrichter aktiv. Auch als Trainer konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln. Von 2005 bis 2008 war ich als Trainer beim TSC Wellingsbüttel für den Jahrgang 1999 tätig. Ein besonderes Highlight als Schiedsrichter war für mich der 27.04.2008, als ich im Marschwegstadion in Oldenburg ein Benefizspiel zugunsten von Jerzy Hawrylewicz leiten durfte. Dabei traf eine Auswahl ehemaliger VfB Oldenburg-Zweitligaprofis auf ehemalige polnische Nationalspieler.
Warum engagierst du dich nun als Fair Play-Beauftragter im HFV?
Filip Koczorowski: Durch meine langjährige Erfahrung als Spieler, Schiedsrichter und Trainer sowie durch meine Tätigkeit im Jugendsportgericht habe ich das Thema Fair Play aus sehr unterschiedlichen Perspektiven kennengelernt. Diese Erfahrungen möchte ich nun als Fair-Play-Beauftragter einbringen.
Was bedeutet Fair Play für dich?
Filip Koczorowski: Fair Play bedeutet für mich im Fußball mehr als nur das Einhalten von Regeln. Es bedeutet, ehrlich, respektvoll und sportlich zu handeln, auch dann, wenn man dadurch keinen unmittelbaren Vorteil hat. Der sportliche Gedanke sollte über dem eigenen Erfolg stehen, wenn beides miteinander in Konflikt gerät. Ein besonders starkes Zeichen von Fair Play zeigt für mich eine Person, die freiwillig auf einen eigenen Vorteil verzichtet, obwohl es niemand von ihr verlangen würde.
Welche Ziele hast du für deine neue Aufgabe?
Filip Koczorowski: Ich möchte dazu beitragen, dass Fair Play nicht nur ein Begriff oder eine Auszeichnung ist, sondern im Fußball-Alltag tatsächlich gelebt wird. Dabei finde ich es besonders wichtig, gute und positive Beispiele sichtbar zu machen und ein stärkeres Bewusstsein für faires Verhalten zu schaffen.
Welche Themen liegen dir dabei besonders am Herzen?
Filip Koczorowski: Besonders wichtig ist mir dabei auch der Umgang mit Gewalt. Ich möchte dazu beitragen, dass positive Beispiele stärker wahrgenommen werden und langfristig dazu führen, dass die Gewaltbereitschaft auf und neben dem Platz sinkt und nicht steigt. Da ich in dieser Funktion vor allem positive Nachrichten überbringen werde und faires Verhalten sichtbar machen möchte, hoffe ich, dass sich insbesondere Jugendliche, aber auch Erwachsene, diese Beispiele zu Herzen nehmen. Fairness sollte nicht am Spielfeldrand enden, sondern uns auch im privaten Alltag begleiten.
Was wünschst du dir für den Hamburger Fußball?
Filip Koczorowski: Mein Wunsch ist, dass wir durch mehr Respekt, Ehrlichkeit und gegenseitige Wertschätzung nicht nur den Fußball, sondern auch unser gesellschaftliches Miteinander ein Stück positiver gestalten.
Herzlich Willkommen in deiner neuen Funktion und viel Erfolg im neuen Ehrenamt, wünscht der HFV!