Magnus Mineralbrunnen präsentiert die VSA-Schiedsrichter des HFV

Folge 29: Dennis Voß (33 Jahre, TuS Dassendorf)
Schiedsrichter bis Oberliga, SRA bis Regionalliga

Wie lange bist du schon Schiedsrichter?
Seit dem Jahr 2005.

Wie bist du zur Schiedsrichterei gekommen?

Ich habe 15 Jahre lang Fußball gespielt und war Torwart. Durch mehrfache Schulterverletzungen konnte ich nicht mehr selber Fußballspielen. Aber ganz ohne Fußball wollte ich meine Freizeit nicht verbringen und so entdeckte ich die Schiedsrichterei für mich.

Was war dein lustigstes Erlebnis als Schiedsrichter?

Im April 2012 erhielt ich ein Austauschspiel in Mecklenburg-Vorpommern. Das Verbandsliga- Spiel fand in Pampow, in der Nähe von Schwerin, statt. Es war ein klarer Sieg für Pampow. Lediglich in den ersten 20 Minuten musste ich Ermahnungen und Verwarnungen aussprechen, danach war es eine faire und ruhige Partie. Nach dem Spiel verließen wir im Gespann das Spielfeld vor den Spielern. Wir gingen an ca. 50 Zuschauern vorbei, die applaudierten. Meine Assistenten Detlef Sydlowski und Martin Höck bedankten sich für den Applaus. Ich war mir sicher, dass nicht wir als SR- Gespann mit dem Applaus gemeint waren. Aber in diesem Augenblick riefen einige Zuschauer: „Sehr gut gepfiffen, Schiri!“ Applaus als Schiedsrichter erhält man normalerweise selten bis gar nicht. Und das ist auch völlig in Ordnung, aber trotzdem haben sich meine Assistenten und ich uns an diesem Tag darüber gefreut.

An welches Spiel denkst du häufiger zurück?

Bezirksliga- Süd Topspiel FC Türkiye – FC Bingöl im Jahr 2009.

Warum denkst du an dieses Spiel zurück?
Nach ca. 55 Minuten musste ich das Spiel abbrechen. Nicht weil die Spieler diesen Abbruch provozierten, sondern einige Zuschauer. Es ging in dem Spiel für beide Mannschaften um den Aufstieg in die Landesliga. Dem entsprechend intensiv wurde das Spiel von beiden Mannschaften geführt. Es war aber zu keiner Zeit unfair. Ca. 300 Zuschauer waren vor Ort und es war bis zur 55. Minute eine tolle Stimmung. Nach dem 2:1 von Türkiye kippte aber die Stimmung bei einigen Zuschauern. Türkiye- und Bingölfans gingen aufeinander los. Es spielten sich Jagdszenen um und auf dem Platz ab. Das Spiel wurde von mir unterbrochen und die Polizei erschien mit mehreren Beamten am Platz. Die Polizei empfahl mir das Spiel abzubrechen, weil die Polizei bei einer Fortsetzung des Spiels die Sicherheit nicht gewährleisten konnte. Dieser Empfehlung folgte ich selbstverständlich. Bis heute finde ich es absolut bemerkenswert, dass alle Spieler und Mannschaftsangehörige nur Fußball spielen wollten und sich nicht von dieser bedrohlichen Atmosphäre anstecken ließen. Schade, dass es einige Zuschauer an diesem Tag geschafft haben den Fußball in den Hintergrund zu stellen.

Was sind deine Ziele als Schiedsrichter? Wo siehst du dich in 10 Jahren?
 Ich möchte noch so lange wie möglich in meinen jetzigen Klassen Spiele leiten. In zehn Jahren wäre ich immer noch gerne VSA- Schiedsrichter.

Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meine Frau

Wo trifft man dich am Wochenende häufiger an?
Auf einem Fußballplatz.

Vervollständige folgenden Satz „Ein Tag ohne Fußball….“

…ist ein Tag an dem etwas fehlt.

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