Engagement & Entwicklung

Hamburgs Fußball zeigt Flagge

Liebe Sportfreundinnen und Sportfreunde,
der Tod eines Schiedsrichter-Assistenten bei einem Fußball-Spiel in den Niederlanden hat uns alle schwer erschüttert. Dieser traurige Anlass hat das Präsidium des Hamburger Fußball-Verbandes bewogen, seine Projekte und Maßnahmen im Bereich gesellschaftliche und soziale Verantwortung in einer Kampagne zu bündeln und sich deutlich zu positionieren. In der Anlage finden Sie dazu das Plakat und das Logo.
Mit „Hamburgs Fußball zeigt Flagge“ setzt sich der Hamburger Fußball-Verband e.V., zusammen mit seinen Vereinen und allen Spielerinnen und Spielern, ein für

„Miteinander statt nebeneinander“

„Respekt“

„Ein Platz für Kinder“

„Kein Platz für Gewalt“

Wir wollen auf und neben den vielen Fußball-Plätzen Flagge zeigen und hoffen, dass Sie uns dabei tatkräftig unterstützen.

„Ehrenamtler des Monats“ Juli 2013: Maik Tarnaske (Niendorfer TSV)

Am 19. August 2013 wurde der Ehrenamtler des Monats Juli beim HFV in Jenfeld ausgezeichnet. Maik Tarnaske ist seit 12 Jahren in der Fußballjugendarbeit als Trainer und Betreuer tätig. Vor 3 Jahren übernahm Herr Tarnaske die Jugendleitung. Der 49-jährige kümmert sich tatkräftig um das Fortbestehen der Jugendabteilung im NTSV. Durch seine gute Arbeit hält er den Trainer- und Betreuerstab für über 40 Jugendmannschaften gut zusammen. Des Weiteren ist er maßgeblich am Aufstieg der C-Junioren, B-Junioren und dem diesjährigen Aufstieg der A-Junioren in die Regionalliga beteiligt.

Fit für Fairplay – Ein Angebot des Hamburger Fußball-Verbandes e.V. (HFV) an alle Mannschaften

Seit 2012 läuft das Programm „Fit für Fairplay“ des HFV in Kooperation mit der Homann-Stiftung. Nachdem die ersten 20 Veranstaltungen innerhalb weniger Tage ausgebucht waren, konnten die Verantwortlichen der Homann-Stiftung schnell entscheiden, hier weiter mit dem HFV zusammen zu arbeiten. Gab es doch von den ersten Veranstaltungen ausschließlich positive Rückmeldungen über die Organisation, die durchführenden TrainerInnen des Präventionsteams, der guten Abstimmung mit den Vereinen und den Inhalten der Trainings.
Je nach Wunsch der Mannschaft wurden die inhaltlichen Schwerpunkte der Veranstaltungen entweder auf das „konstruktive Konfliktmanagement“ bei „heißen Fußballspielen“, Selbst- und Wahrnehmungsstärkung, oder Teambildung gelegt. So nutzten vor allem in der Saisonvorbereitung einige Vereine „Fit für Fairplay“ zum zusammenführen der Mannschaft und zum Teambuilding. Andere hatten einige Enttäuschungen in der laufenden Saison hinnehmen müssen und die Mannschaftsführung realisierten die Möglichkeit eines „Fit für Fairplay Tages“ und die Individuen, die Mannschaftsteile in ihrer Präsenz auf den Platz zu fördern oder die Wahrnehmungsfähigkeiten in verschiedene Richtungen zu stärken. In wenigen Fällen hatten wir Mannschaften, die aus disziplinarischen Gründen zur „Fit für Fairplay“ Veranstaltung kommen sollten.
Eines hatten alle bisher durchgeführten Veranstaltungen jedoch gemein: Das Thema: Umgang mit Konfliktsituationen war immer in einer Form Gegenstand der Diskussionen. Zu diesem Thema wurde immer wieder viel diskutiert, nachgedacht, Ideen entwickelt und praktisch erprobt. Zunächst in der Mannschaft und später oft auch im „wirklichen Leben“, wie wir immer wieder von ehemaligen Teilnehmern berichtet bekommen haben.
Viele Vereine sind bisher in den Genuss einer „Fit für Fairplay“ Veranstaltung gekommen. Die meisten dieser Vereine haben sich auch 2013 wieder für einige Maßnahmen beworben und schicken bereits die 2. oder 3. Mannschaft, weil sie von der guten Inhalten und positiven Wirkungen eines solchen Tages überzeugt sind. Auf der anderen Seite gibt es noch eine Menge Vereine, die bisher noch kein Interesse an einem „Fit für Fairplay“ Trainingstag gezeigt haben. All diese Vereine möchten wir an dieser Stelle noch einmal auffordern, sich anzumelden und einen Termin zu vereinbaren. Ganz besonders würden wir uns auch über eine Anmeldung einer Mädchenmannschaft freuen. Die haben bisher noch keine „Fit für Fairplay“ Veranstaltung genießen können.
Für das Jahr 2013 gibt es noch einige wenige Restveranstaltungen und für das Jahr 2014 laufen gerade die Verhandlungen über eine Fortsetzung des Projekts und der Zusammenarbeit mit der Homann-Stiftung. Nur zu, es gibt viel „lernen mit Spaß“ zu gewinnen, wie ein Teilnehmer aus Halstenbek es im letzten Jahr formulierte.
Für die erfolgreiche aller bisherigen „Fit für Fairplay“ Veranstaltungen bedanke ich mich bei allen Teilnehmern aus den Mannschaften, deren Trainer und Betreuer, Lutz Krohn und Carsten Byernetzki von der Geschäftsstelle des HFV, den Kolleginnen und Kollegen des Präventionsteams im HFV und natürlich bei der Homann-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projekts.

Wilfried Wilkens
(JLA + Präventionsteam)

Die stillen Helden des Hamburger Fußball-Verbandes

Für viele Kinder und Jugendliche ist es das runde Leder, das die Welt bedeutet. Für sie ist Fußball nicht einfach nur ein Sport, sondern es ist der Platz, wo Freundschaften fürs Leben entstehen, wo Werte wie Fairplay und Respekt vermittelt werden, wo Träume in Erfüllung gehen. Wer kann sich nicht an das Strahlen in den Kinderaugen erinnern, wenn der neu erlernte Hackentrick zum entscheidenden Tor verhilft? Doch bei all dem Jubel sollte man diejenigen nicht vergessen, die den Kindern und Jugendlichen all das ermöglichen: Tagtäglich stehen unzählige Jugendfußball-Trainer und -Betreuer auf dem Bolzplatz, um den Nachwuchskickern die spektakulärsten Tricks der großen Fußballstars beizubringen. Die meisten von ihnen machen das ehrenamtlich – wohlgemerkt neben dem Studium oder dem Beruf.

In kleinen Schritten zum großen Erfolg

Ein dicht gedrängtes Programm hatten die Ehrenamtskommissionen der Fußballverbände Berlin und Hamburg am 3./4. Mai 2013 in der Sportschule des HFV im Rahmen ihrer gemeinsamen jährlichen Schulungsveranstaltung zu bewältigen.
Nach der Ankunft und der Begrüßung mit Programmablauf durch den Vorsitzenden der Hamburger Kommission Volker Okun hatten die Berliner Teilnehmer sich von der Anreise gerade frisch gemacht und schon ging es in den ersten individuellen Info-Austausch der Kommissionsmitglieder, jeweils -5- Personen, zum Kaffee.
Der weitere Tagesverlauf war dann eher von „weichen“ Themen bestimmt. Nach dem Abendessen hatten die Hamburger zum Besuch in das Schmidt-Tivoli auf St. Pauli geladen. Der weitere Abend war dann sehr individuell gehalten.

100 stille Helden – Jugendtrainer 2013

Täglich engagieren sich unzählige Jugendtrainer und –betreuer ehrenamtlich in den Sportvereinen und leisten wichtige Arbeit für unsere Gesellschaft. Dieses freiwillige Engagement verdient Anerkennung und Wertschätzung, die oftmals viel zu kurz kommt. Deshalb sucht der Hamburger Fußball-Verband zusammen mit der gemeinnützigen Gesellschaft KOMM MIT die Jugendtrainer 2013 und somit ihren „stillen Helden“ aus der Region.

Deutliches Bekenntnis zum Ehrenamt

Bundestag und Bundesrat haben ein „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes“ beschlossen, das rückwirkend zum 01.01.2013 in Kraft tritt. In dem Gesetz geht es um deutliche Verbesserungen für ehrenamtliche Tätigkeiten und gemeinnützige Vereine, Organisationen und Stiftungen im steuer- und zivilrechtlichen Bereich.
Durch eine verbesserte steuerliche Förderung und eine Optimierung bei den Haftungsregelungen des Zivilrechtes wird die gesellschaftliche Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger zum Ausdruck gebracht.
Die Steuermindereinnahmen für den Fiskus liegen bei 110 Mio. € jährlich.

Die steuerfreie Übungsleiterpauschale wurde von 2100 € auf 2400 € erhöht.

Sonstige in Vereinen und gemeinnützigen Organisationen ehrenamtlich Tätige erhalten die Ehrenamtspauschale, welche wir von 500 € auf 720 € angehoben haben. Einnahmen unterhalb dieser Grenzen unterliegen weder der Steuer- noch der Sozialversicherungspflicht.

Die Umsatzgrenze für die Klassifizierung von sportlichen Veranstaltungen eines Sportvereins als Zweckbetrieb wird von 35.000 € auf 45.000 € angehoben. Ziel ist, die eher am Breitensport orientierten Vereine von Bürokratielasten zu entbinden. Bei kleineren Veranstaltungen entfällt die Pflicht, die Ausgaben detailliert dem steuerpflichtigen bzw. dem steuerfreien Bereich zuzuordnen.

Nach Prüfung erhalten die Vereine eine rechtsverbindliche Bescheinigung darüber, ob die Satzung den Vorschriften der Abgabenordnung entspricht.

In der Abgabenordnung wird die Mittelverwendungsfrist um ein weiteres Jahr ausgedehnt, um den Druck der Organisationen, die ideellen Mittel zeitnah einzusetzen, zu senken.

Vorgesehen ist eine erleichterte Zuführung der ideellen Mittel in eine freie Rücklage und die Einführung einer Wiederbeschaffungsrücklage.

Das Gesetz erweitert die besonderen Haftungsregelungen für Vorstandsmitglieder nach § 31a des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) auf Mitglieder anderer Organe sowie auf besondere Vertreter von Vereinen und Stiftungen. Auch für Vereinsmitglieder wurden besondere Haftungsvorschriften geschaffen, die an § 31a BGB angelehnt sind. Damit wird die Haftung der ehrenamtlich Tätigen auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit begrenzt.

Nunmehr sollten unsere Vereine von diesem Gesetz entsprechenden Gebrauch machen.

Dirk Fischer, HFV-Präsident