Der HFV

Stippvisite im Iran

Auf Grund, der von mir bereits im letzten Jahr entwickelten Kontakte zum iranischen Fußballverband, erhielt ich eine Einladung des iranischen Verbandes (vom 10.11. – 17.11.2014 nach Teheran), um eine viertägige Fortbildung dort auszuführen. Es sollte eine spannende, eindrucksvolle und erfahrungsreiche Woche werden.

DFB Aktion „Fair ist mehr“ – Hamburger Sieger Mitrovic

Mato Mitrovics Hamburger Dienstleistungsunternehmen hat unter anderem Winterdienst im Angebot, Hausmeisterservice, Gartenpflege, Parkhausreinigung – Mediation aber noch nicht. Dabei wäre der Chef dafür prädestiniert. Mitrovic kann vermitteln, Kompromisse eingehen und beharrt nicht stur auf seinem Recht. Das stellt der Trainer und 1. Vorsitzende des FC Bergedorf 85 jedes Wochenende am Spielfeldrand unter Beweis. „Wenn man etwas vermeiden kann, dann mache ich das“, sagt Mitrovic.

Im Regionalliga-Spiel seiner Frauen-Mannschaft gegen SV Wüsting-Altmoorhausen vermied Mitrovic vor allem Diskussionen mit der Schiedsrichterin. „So etwas gibt es bei mir nicht, das ist für mich ein rotes Tuch“, sagt Mitrovic, der aus Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein stammt. Seit 15 Jahren ist er Fußball-Trainer, er könne sich aber an keine Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter erinnern. Die Spielleiter sind für ihn Respektspersonen, die mit ihren Entscheidungen nicht immer richtig liegen. Aber Fingerspitzengefühl gehört für Mitrovic nicht nur zur nötigen Grundausstattung des Schiedsrichters, sondern auch zu der des Trainers.

So hatte Schiedsrichterin Sarah Willms gegen Wüsting-Altmoorhausen den Bergedorfern einen Elfmeter verweigert. Aufgebracht protestierten die Spielerinnen. Aber Mitrovic pfiff sie zurück und wirkte deeskalierend. „Ruhe, alles okay, akzeptiert die Entscheidung“, habe er gerufen, erinnert sich Mitrovic. Natürlich sei das ein Elfmeter für seine Mannschaft gewesen, „ganz klar“. Aber, sagt Mitrovic: „Ich hätte in dieser Situation auch nicht gepfiffen.“ Sein Team lag schließlich komfortabel mit 5:0 in Vorsprung. Auch als seine Spielerinnen nach einer Notbremse die Rote Karte für die Übeltäterin forderten, wirkte Mitrovic mäßigend. „Ich habe der Schiedsrichterin gesagt, Gelbe Karte, Freistoß und gut ist. Sie ist doch nur ausgerutscht und unglücklich in meine Spielerin hineingefallen.“ In drei weiteren Situationen, als jeweils Spielerinnen aus Wüsting verletzt am Boden lagen, hielt er selbst bei erfolgversprechenden Angriffen die ballführende Spielerin an, den Ball für eine Unterbrechung ins Aus zu spielen.

Mitrovic verhinderte einen Strafstoß und einen Platzverweis für die gegnerische Mannschaft – mit dieser Aktion schaffte es der Unternehmer unter die fünf Bundessieger der DFB-Aktion „Fair ist mehr“. Fairplay fordere er von jedem in seinem Verein. „Das erwarte ich von unseren Jugendspielern, unseren Trainern, von allen“, sagt Mitrovic. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer vereinsinternen Strafe rechnen. „Einmal kann das passieren, beim zweiten Mal muss sich derjenige einen anderen Verein suchen“, sagt Mitrovic. Dank seiner Vermittlung ist es soweit noch nicht gekommen.

Uwe-Seeler-Preis: „Vorbildliche Nachwuchsarbeit im Fußball geleistet“

Im Rahmen eines Empfangs im Rathaus hat der Senat am Montag (27. Oktober) den Uwe-Seeler-Preis verliehen. Bereits zum 28. Mal wurden damit im Hamburger Fußball-Verband organisierte Vereine gewürdigt, die sich um den Jugendfußball im Bereich des Breiten- und Leistungssports besonders verdient gemacht haben. Sportsenator Michael Neumann übergab den mit 10.000 Euro dotierten Preis gemeinsam mit Hamburgs Ehrenbürger Uwe Seeler und dem Präsidenten des Hamburger Fußball-Verbands (HFV) Dirk Fischer im Bürgermeistersaal des Rathauses.

Wie schon in den Vorjahren hat das Preisrichtergremium entschieden, erneut zwei Sieger zu küren, auf die das Preisgeld zu gleichen Teilen verteilt wird: Preisträger 2014 sind der Harburger Turnerbund von 1865 e. V. (5.000,- €) und die FTSV Komet Blankenese von 1907 e. V. (5.000,- €).
Beide Preisträger engagieren sich im Nachwuchsbereich in besonderem Maße. Neben zahlreichen Juniorenteams in sämtlichen Altersklassen zeichnen sich die Vereine für ihren Einsatz im Bereich des Mädchen-Fußballs aus. Mit jeweils sieben Mädchenmannschaften von den F- bis zu den B-Junioren im Spielbetrieb des Hamburger Fußball-Verbands können die Vereine auf einen beachtlichen und zum Teil bereits sehr erfolgreichen Pool an Nachwuchsspielerinnen blicken.

Darüber hinaus fällt der Harburger Turnerbund von 1865 e.V. aber nicht nur durch den bekannten Spielbetrieb auf. Zusätzlich wird das Thema Inklusion intensiv gelebt. Menschen mit geistigem und/oder körperlichem Handicap finden hier die Möglichkeit, den Fußball mit Menschen ohne Handicap in jeder Altersklasse zu erleben. Sofern es möglich ist, nehmen die Mannschaften (Unified Fußball-Teams) an Turnieren teil. Der Harburger Turnerbund von 1865 e.V. unterstreicht dadurch, dass neben dem Leistungs- und Breitensport ganz intensiv die sozialen Komponenten der heutigen Gesellschaft gefordert und gefördert werden.
Ein besonderes Highlight der FTSV Komet Blankenese von 1907 e.V. ist der seit mittlerweile zehn Jahren zu Pfingsten veranstaltete ELBE-Cup. Zu diesem Turnier für Nachwuchsmannschaften aller Jahrgänge kommen jedes Jahr rund 2.000 junge Fußballer auf dem Sportplatz Dockenhuden zusammen, um gemeinsam die Freude am Sport zu zelebrieren.

Hamburgs Sportsenator Michael Neumann: „Der im Sommer 2014 glanzvoll errungene Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft hat seine Wurzeln nicht zuletzt in einer seit Jahrzehnten vorbildlich angelegten Nachwuchsarbeit, wie sie unermüdlich in den zahlreichen Sportvereinen betrieben wird. Der Harburger Turnerbund von 1865 e.V. und die FTSV Komet Blankenese von 1907 e.V. engagieren sich in ganz besonderem Maße für den Nachwuchs, so dass die Verleihung des diesjährigen Uwe-Seeler-Preises an beide Vereine absolut verdient ist.“

Hamburgs Ehrenbürger und Fußball-Idol Uwe Seeler nahm auch in diesem Jahr zur Freude aller Gäste persönlich an der Preisverleihung teil: „Der Beitrag, den die Vereine tagtäglich mit ihrer Nachwuchsarbeit für unsere Gesellschaft leisten, ist mit Worten gar nicht ausreichend zu würdigen. Ich kann beiden Preisträgern nur meine größte Anerkennung ausdrücken und gratuliere zum diesjährigen Gewinn des Preises.“

HFV-Präsident Dirk Fischer: „Ich danke dem Senat für die Stiftung dieses Preises für die Vereine des HFV und Uwe Seeler für sein großes Engagement für den Jugendfußball. Dieser Preis soll gute Jugendarbeit belohnen. Durch die engagierte Nachwuchsarbeit seiner Vereine leistet der Hamburger Fußball-Verband e.V. gesellschafts- und sozialpolitisch eine unermessliche Arbeit. Beispielhaft hierfür sind der Harburger Turnerbund von 1865 e.V. und der FTSV Komet Blankenese von 1907 e.V., denen ich herzlich zum Gewinn des Uwe-Seeler-Preises 2014 gratuliere.“

9. ODDSET-Talk „Der Verlierer ist der Amateursport“

Unter der Überschrift, „Wetten, … dass der Fußball Schaden nimmt?!“, lud der Hamburger Fußball-Verband (HFV) am 27. Oktober 2014 zur neunten Auflage seiner Gesprächsrunde ODDSET-Talk. Brisantes Thema des Abends: verbotene Sportwetten im Amateurfußball – Werden Spiele verschoben? Welche Maßnahmen können Erfolg bringen und wie stellt sich die Situation im HFV und im DFB dar? In der prall gefüllten Opus-Lounge, der Bar im Hotel Le Meridien, begrüßten die Moderatoren Dieter Matz (Sportredakteur Hamburger Abendblatt) und Carsten Byernetzki (HFV-Pressesprecher) erwiesene Experten: Dr. Rainer Koch (1. Vizepräsident des DFB), Torsten Meinberg (Geschäftsführer LOTTO Hamburg) und Eugen Igel (Trainerikone, Amateurfußball-Experte).

9. ODDSET-Talk mit dem Thema: „Wetten, … dass der Fußball Schaden nimmt?!“

Unter der Überschrift „Wetten, … dass der Fußball Schaden nimmt?!“ soll beim 9. ODDSET-Talk diskutiert werden über verbotene Wetten im Amateurfußball: Beleuchtet werden soll die aktuelle Situation. Werden Spiele verschoben? Welche Maßnahmen können Erfolg bringen und wie stellt sich die Situation im Hamburger Fußball-Verband und im DFB dar?
Ein weiteres Thema ist die unendliche Geschichte um den Glücksspielvertrag und ihre Folgen für den Sport. Mit völligem Unverständnis verfolgen die Regional- und Landesverbände des DFB nun schon seit Jahren die Erfolglosigkeit bei der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages. Dies und vieles mehr wird am Montag, 27. Oktober 2014, ab 19.30 Uhr, in der einmaligen Atmosphäre der OPUS-Lounge, der Bar im Hotel Le Royal Meridien vor geladenen Gästen diskutiert werden.
Die Moderatoren Dieter Matz (Sportredakteur beim Hamburger Abendblatt) und Carsten Byernetzki (Pressesprecher des Hamburger Fußball-Verbandes) freuen sich auf die Talk-Gäste: Dr. Rainer Koch (1. Vizepräsident des DFB), Torsten Meinberg (Geschäftsführer LOTTO Hamburg) und Eugen Igel (Trainerikone, Amateurfußball-Experte)

Günter Grothkopp verstorben

Günter Grothkopp verstorben

Er war bis zum Lebensende am Fußballsport interessiert und bestens im Bilde. Am Sonnabend, dem 27. September 2014, schloss Günter Grothkopp für immer seine Augen.

Günter Grothkopp erblickte am 10. Januar 1926 in Mecklenburg das Licht der Welt. Im Hamburger Fußball machte er sich besonders als Verbandstrainer des Hamburger Fußball-Verbandes einen guten Namen. Schon von 1952 – 1954 arbeitete er als Assistent des damaligen Verbandstrainers Hans Sauerwein für den HFV. Nach einer kurzen Unterbrechung, in der er u.a. für den Fußballverband Niederrhein, Hamborn 07 und von 1959 – 1962 bei Hannover 96 in der damaligen Oberliga tätig war, kehrte der Sportlehrer zum Hamburger Fußball-Verband zurück und war vom 1.10.1962 bis zum 31.1.1989 als verantwortlicher Verbandssportlehrer nicht nur für die Auswahlmannschaften des HFV, sondern auch für die Trainerfortbildungen im Bereich des HFV zuständig. Mit der damaligen Herren-Auswahl des HFV war die Vizemeisterschaft 1985 in Koblenz im Finale gegen Rheinland das beste Resultat. Den größten Erfolg feierte Grothkopp mit der A-Junioren-Auswahl 1986, als der Sieg im DFB-Jugendlager gelang. Mit Spielern wie Stefan Effenberg, Holger Stanislawski, Andrée Finke, Ralph Jester und Oliver Dittberner wurde der Niederrhein im Finale mit 3:2 bezwungen.

Besonders am Herzen lag Günter Grothkopp die Arbeit in der JVA Fuhlsbüttel. Seit 1976 nimmt Eintracht Fuhlsbüttel am Spielbetrieb des HFV teil und Günter Grothkopp übernahm zusammen mit Seppl Weiß und Gerd Mewes 1980 das regelmäßige Training der Strafgefangenen, bis weit nach seinem 70. Geburtstag. Noch im Alter von 70 Jahren sprang Grothkopp Anfang 1996 für einige Monate beim HFV ein, als der damalige Verbandssportlehrer Ralph Schehr zum HSV wechselte, bis der jetzige Verbandstrainer Uwe Jahn im April sein Amt übernahm.

Günter Grothkopp wurden Durchsetzungsvermögen, Fachwissen und ein langer Atem beim Verfolgen seiner Ziele nachgesagt. Er galt als liebenswerter, aufmerksamer und wacher Geist, dem der Fußballsport in Hamburg immer am Herzen lag. Unzählige Talente und Trainer gingen durch seine Schule und werden ihn in guter Erinnerung behalten. Der Hamburger Fußball-Verband verneigt sich vor Günter Grothkopp, einem Mann der den Fußballsport im HFV über 29 Jahre geprägt hat.
Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen!

Hamburger Fußball-Verband, 29.09.2014

Präsidien des BFV und HFV trafen sich

Es ist eine gute Tradition, dass sich die Präsidien des Berliner Fußball-Verbandes und des Hamburger Fußball-Verbandes regelmäßig treffen. HFV-Präsident Dirk Fischer sagte: „Die Themenvielfalt bei diesen Treffen ist groß, da die Vergleichbarkeit der beiden Großstädte natürlich gegeben ist.“ Im Mittelpunkt der Besprechungen standen die Themen: Erfahrungen mit Extremismus, Weiterentwicklung im Futsal, Flexibilisierung Spielbetrieb, Erfahrungen mit der Neuordnung des DFB-Schiedsrichter-Wesens und der Frauen- und Mädchenfußball. In der wunderschön gelegenen Sportschule des BFV am Kleinen Wannsee wurde angeregt diskutiert. Der gemeinsame Besuch der Zweitliga-Partie zwischen Union Berlin und Darmstadt 98 rundete das harmonische Treffen ab. Fortsetzung in zwei Jahren in Hamburg.

HFV organisierte Fußballturnier beim Unified Sportfest

Unified Fußball in Hamburg.

Am 13. September 2014 fand mit dem Unified Sportfest von Special Olympics Hamburg das größte Sportfest für behinderte Menschen in Norddeutschland statt.
Der Hamburger Fußball-Verband hat im Rahmen des Sportfestes die sportliche Leitung für das Fußballturnier übernommen. Sieben Mixed-Teams aus Hamburg und dem gesamten Norden, beispielsweise Wolfsburg, Göttingen oder Glückstadt nahmen am sportlichen Wettkampf teil, in dem es galt, mit sogenannten Unified Teams den jeweiligen Gruppensieg zu erringen.
Unified bedeutet, dass die entsprechenden 7er-Teams in der Mehrzahl aus Menschen mit Behinderung bestehen müssen (vier Athleten, drei Paten).
Nach der feierlichen Eröffnung des Sportfestes durch Hamburgs Senator für Schule und Berufsbildung Thies Rabe sowie im Beisein von Michael Neumann, Senator für Inneres und Sport konnten die Spiele beginnen.
Die ersten Begegnungen bestanden aus einer Qualifikationsrunde mit zwei Gruppen. Die jeweils zwei besten Teams nach der Gruppenphase qualifizierten sich für die neue, starke Gruppe. Die anderen Teams bildeten eine weitere Gruppe. Nun galt es, den Turniersieger jeweils aus Gruppe A und Gruppe B zu ermitteln.
Wer glaubt, dass es bei diesen Spielen nicht hoch her geht, täuscht sich gewaltig. Die Mannschaften lieferten sich, insbesondere in der zweiten Gruppenphase, packende Duelle um den Ball. Es wurde kein Zentimeter hergeschenkt, die Athleten waren sehr ehrgeizig. Sie rannten dem Ball im hohen Tempo hinterher und lieferten sich im direkten Duell packende und körperbetonte Zweikämpfe, ohne dabei die Fairness außer Acht zu lassen.
In der starken Gruppe A entschieden die Glückstädter Werkstätten das Turnier für sich und durften sich zurecht beim Überreichen der Goldmedaille feiern lassen. Den zweiten Platz errangen die am weitesten angereisten Gäste des Wohnhauses Zietenterassen aus Göttingen. Den Bronzerang erspielte sich das Unified Team Harburg, Phoenix Sport Hamburg erspielte sich nach einer starken, ersten Gruppenphase Platz 4 im Gesamtklassement.
In der Gruppe B entschied die Lebenshilfe Wolfsburg das Turnier für sich. Die Silbermedaille errang überglücklich das Team Rauhes Haus. Dritter wurden die Bunten Teufel des SV Eidelstedt.