In kleinen Schritten zum großen Erfolg

Ein dicht gedrängtes Programm hatten die Ehrenamtskommissionen der Fußballverbände Berlin und Hamburg am 3./4. Mai 2013 in der Sportschule des HFV im Rahmen ihrer gemeinsamen jährlichen Schulungsveranstaltung zu bewältigen.
Nach der Ankunft und der Begrüßung mit Programmablauf durch den Vorsitzenden der Hamburger Kommission Volker Okun hatten die Berliner Teilnehmer sich von der Anreise gerade frisch gemacht und schon ging es in den ersten individuellen Info-Austausch der Kommissionsmitglieder, jeweils -5- Personen, zum Kaffee.
Der weitere Tagesverlauf war dann eher von „weichen“ Themen bestimmt. Nach dem Abendessen hatten die Hamburger zum Besuch in das Schmidt-Tivoli auf St. Pauli geladen. Der weitere Abend war dann sehr individuell gehalten.

Die Ehrenamtskommissionen aus Hamburg und Berlin trafen sich in der Sportschule des HFV in Jenfeld – Foto: C. Byernetzki

Für den zweiten Tag war ein umfangreiches Schulungsprogramm vorgesehen, zu dem namhafte Referenten geladen waren. Mit dem Sportberater Jörg Esser ging es um das zentrale Thema eines „erfolgreichen“ Ehrenamtsengagements im Verein und Verband. Obwohl Jörg Esser langjährig als freiberuflicher Sportberater für den HSB und DSB sowie Großvereine tätig war und als Kenner der „Materie“ gilt, wurde die Diskussion auf einer „hohen“ Stufe geführt, da die Kommissionmitglieder aus Ihrer langjährigen Praxis deutlich machten, dass sie ihr Handwerk gelernt hatten.
So war man sich auch rasch einig, dass das ehrenamtliche Engagement vorrangig aus Sicht der engagierten Helfer betrieben werden muss unter dem Motto „Weg von der Funktion, hin zum Menschen“. Dazu sind Mitarbeiterprofile bzw. Stellenprofile mit Kompetenzrahmen zu entwickeln, die den veränderten Rahmenbedingungen gerecht werden.
Es war dann das Verdienst von Gerd Liesegang, dem Vorsitzenden der Berliner Kommission, darauf hinzuweisen, dass durch den ständigen Einsatz von sogenannten „Volunteers“ bei herausgehobenen Sport-Events, zudem noch mit besonderen Vorteilen bedacht, der „einfache“ ehrenamtliche Mitarbeiter im kleinen Verein vergleichsweise schlechter behandelt wird und dabei oft genug der Dumme ist.
Unbestritten bleibt die Kernaufgabe bei der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Vereine die Einbeziehung der Mitglieder. Ganz knapp wurde dann die Zeit, als sich die Gruppe auf Anregung von Volker Okun konkret damit befasste, wie wohl eine Ausschreibung für die Bezirksehrenamtsbeauftragten nach dem „Neuen Ehrenamt“ formuliert werden müsste.

Im zweiten Teil der umfänglichen Schulung hatte der im DFB bekannte Referent Werner Beyer aus dem westfälischen FV dann die Aufgabe, die Entwicklung des Vereinsehrenamtsbeauftragten im DFB darzustellen. Dies tat er mit üblicher Sachkunde über die Interna im DFB und den sich daraus ergebenen Folgen für die Arbeit der Kommissionsmitglieder. Unter Bezugnahme auf den Amateurkongress in Kassel ist aus dem „magischen“ Aufgaben-Dreieck des Vereinsehrenamtsbeauftragten: – Gewinnen, Qualifizieren und (an-)Binden- und damit ein Abstellen auf Quantität, ein Umdenkungsprozess erfolgt, mit dem Ziel, mehr an Qualität zu erreichen. Damit verabschiedet sich der DFB von der Verantwortung für die Arbeit der “KEAB´s“ und entlässt sie in die Kompetenz der Landesverbände. Die Zukunft wird zeigen, ob das tatsächlich zukunftsweisend ist.

Nach einem gemeinsam eingenommenen kleinen Lunch wurde die Berliner Delegation verabschiedet, nicht ohne sich darauf verständigt zu haben, im nächsten Jahr die erfolgreiche Kooperation fortzusetzen.

Gerd Liesegang und Volker Okun:
„Gemeinsam werden wir es schaffen, die schwierigen Herausforderungen unserer Stadtverbände sachgerecht anzugehen und die Vereine bestmöglich zu unterstützen“.

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