Hamburg Panthers: Remis gegen Isländer genügt zum Weiterkommen

Die Hamburg Panthers qualifizierten sich zum dritten Mal als Deutscher Futsal-Meister für den UEFA-Futsal-Cup. Zwei Spiele, zwei Siege – in der abschließenden Partie am Freitag genügt dem Team ein Remis für den Einzug in die Hauptrunde.

„Wir haben uns sehr gut vorbereitet und viel Kraft investiert, deshalb ist die Vorfreude noch größer als sonst“, sagte Ulusoy vor dem Auftaktspiel gegen den luxemburgischen Vertreter FC Differdange 03. Mit einem überzeugenden Auftritt gewannen die Panthers mit 6:2. Auch das Duell gegen den albanischen Meister KF Flamurtari Vlorë entschied das Team am Mittwoch für sich. Nach einer einstudierten Freistoßvariante und zwei Empty-Net-Goals jubelten die Panthers über ein 3:0 – hier geht’s zu den Höhepunkten des Spiels. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Gastgeber Vikingur Ólafsvik (Island) genügt dem Deutschen Futsal-Meister nun ein Remis, um in die Hauptrunde des UEFA-Futsal-Cups einzuziehen.
Alle drei Gruppenspiele bietet die isländische Homepage SportTV im Livestream an. Nach den Gruppenspielen zwischen dem 25. und 28. August müssen die Panthers den ersten Tabellenplatz erreichen, um in die Hauptrunde einzuziehen, die Ende September beginnt und in Rumänien stattfinden wird. „Das Weiterkommen ist unser Hauptziel“, so Ulusoy. Um dieses Ziel zu erreichen, holte er sich mit Jos van Gerven, Frank Brands und Fred Michalsky drei echte Futsalexperten ins Trainerteam.

„So konnte ich mich besser auf meine Aufgaben als Spieler konzentrieren – eine echte Erleichterung“, freut sich Ulusoy über die Unterstützung. In insgesamt acht Einheiten an den Wochenenden feilte das Team an taktischen Feinheiten. Mit Erfolg. Das Spiel der Panthers sei nun viel organisierter. Wo vorher improvisiert wurde, gebe es jetzt einen Plan, so Ulusoy.
Neben den taktischen Aspekten arbeiteten die Futsaler während der Woche besonders im physischen Bereich: Krafteinheiten mit Gewichten, Beweglichkeit, aber auch Eins-gegen-eins-Situationen standen auf dem Programm. Ulusoy sah sich vor dem Abflug nach Island am Montag bestens gerüstet. Vorher liefen viele Spieler allerdings noch in der Oberliga Hamburg auf. Amateurfußball statt UEFA Futsal Cup. Ulusoy hingegen hat sich wie zwei seiner Mitspieler bereits auf Futsal spezialisiert: „Ich denke, dass weitere nachziehen werden.“

Gelingt den Panthers der Einzug in die Hauptrunde, stehen zwei der drei Gruppengegner bereits fest: FC Lokomotiv Kharkov (Ukraine) und City US Târgu Mure? (Rumänien). „Da würde eine richtig schwere Gruppe auf uns warten“, blickt Ulusoy voraus.
Dann ginge es vor allem darum zu beweisen, dass man auch gegen stärkere Futsalteams mithalten könne. Einen Einzug in die Eliterunde hält er für unrealistisch. Dort greifen die besten europäischen Teams wie zum Beispiel der FC Barcelona oder Vorjahressieger Kairat Almaty ins Turnier ein.

Jedes Jahr qualifiziert sich der Deutsche Meister für die Vorrunde des UEFA-Futsal-Cups, die in acht Gruppen ausgespielt wird. Alle Gruppenspiele finden innerhalb von vier Tagen an einem Austragungsort statt – der Heimspielstätte eines der Gruppenmitglieder. Nur der Gruppensieger zieht in die Hauptrunde ein, die nach dem gleichen Modus durchgeführt wird wie die Vorrunde. Mit einem Unterschied: Aus den sechs Vierergruppen der Hauptrunde qualifizieren sich jeweils zwei Mannschaften für die Eliterunde.
Die verbliebenen zwölf Teams – ergänzt durch die vier besten Futsal-Mannschaften der vergangenen Saison – durchlaufen dort eine weitere Gruppenphase, durch die das Final Four ermittelt wird. Die Sieger der Halbfinals ermitteln am 23. und 24. April 2016 die beste Futsalmannschaft Europas. Text: DFB

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