Hamburg Panthers gewinnen Futsal Final Four 2016

Michael Meyer mit Özcan Secgin von Turkish Airlines

Die Hamburg Panthers haben sich am Sonntag, 24.1.2016, in der Sporthalle Wandsbek die Hamburger Futsal-Meisterschaft gesichert. Im Finale besiegte die Truppe um Spielertrainer Onur Ulusoy den HSV Futsal verdient mit 7:4. Für die Panthers ist dies bereits der zehnte Titel.

„Das war nicht unser Spiel. Wir sind zuerst ins offene Messer gelaufen. Trotzdem hatte ich zu keinem Zeitpunkt Angst, dass wir heute nicht gewinnen“, erklärte Panthers-Coach Onur Ulusoy nach dem Titelgewinn in der Sporthalle Wandsbek. Seine Schützlinge taten sich gerade im ersten Abschnitt, nach einem souveränen 8:1-Erfolg in der Vorrunde gegen Futsal Hamburg, auch sichtlich schwer gegen tief stehende „Rothosen“. Nach knapp acht Minuten war es dann ein Fehler von Ulusoy persönlich, der den Rückstand einleitete. Jan-Ove Edeling schnappte sich das Leder und legte überlegt quer zu Daniel Buchholz. Der 36-Jährige umkurvte Panthers-Schlussmann Yalcin Ceylani und erzielte die HSV-Führung. Und nur drei Zeigerumdrehungen später schockten die Lindemann-Schützlinge den dreifachen deutschen Meister so richtig: Nach einem schönen Pass von Adomat spitzelte Denny Schiemann den Ball aus spitzem Winkel mit der Pike in die Maschen. Noch vor dem Pausenpfiff zeigten die Panthers eine Reaktion.
Allerdings benötigten sie dafür die Hilfe vom heute gut aufgelegten HSV-Keeper Boris Lastro, der Ulusoy nach einer Viertelstunde im Strafraum von den Beinen holte. Den fälligen Sechsmeter verwandelte der 29-Jährige im linken unteren Eck. Die komplett in Schwarz spielenden Panthers machten nun Druck: Ein Schuss von Tamer Dönmez wurde unglücklich von Edeling abgefälscht und landete in den Maschen – 2:2! Und eine Sekunde vor der Pause kam es noch dicker für den HSV. Timo Adomat verlor das Leder im Mittelfeld, Saboor Khalili setzte zum Solo-Lauf an und vollendete zur Führung. Acht Minuten nach Wiederbeginn gelang den HSV dann der Ausgleich: Massivllah Abdulla hämmerte einen Freistoß direkt in die Maschen.
Die Antwort der Panthers folgte im Gegenzug: Mohammed Labiadh haute einen Abpraller direkt unter die Latte, ehe Dönmez eine Labiadh-Winkel-Kombination zum zwischenzeitlichen 5:3 verwertete. Michael Meyer setzte anschließend sogar, mit einem schönen Solo, noch einen drauf und markierte das 6:3. Timo Adomat betrieb anschließend etwas Ergebnis-Kosmetik und netzte zum 4:6 ein. Mit dem Schlusspfiff traf erneut Michael Meyer, der nach dem Finale auch zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde und als Preis einen Hin- und Rückflug nach Istanbul, gestiftet von Turkish-Airlines, gewann. „Ich werde dann wohl meine Freundin Sima mit nach Istanbul nehmen“, erklärte Meyer nach der Siegerehrung. „Ich dachte eigentlich, dass es ein Spaß ist und habe damit überhaupt nicht gerechnet.“ HSV-Keeper Boris Lastro freute sich trotz der Niederlage: „Die Kulisse war echt toll für ein Futsal-Turnier!“

In der Vorrunde lieferten sich die Futsaler des FC St. Pauli einen heißen Kampf mit dem HSV, mussten sich aber am Ende aufgrund des Hinspiel-Ergebnisses geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei stellte das Ernst-Ensemble dann nochmal seine Fähigkeiten unter Beweis und fegte Futsal Hamburg mit 9:3 vom Parkett. Dabei erzielte Ugur Ali Yasar fünf Treffer für die „Braun-Weißen“. „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt“, kommentierte Angelo Diekmann (Futsal Hamburg) nach dem Spiel. „Wir wollten in diesem Spiel eigentlich nochmal zeigen, dass wir nicht zu Unrecht hier sind. Aber gerade nach dem schweren Spiel zu Beginn, lief es nicht mehr gut. Ich kann nicht sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht hat die Motivation gefehlt“, so der Kicker. „Wir haben das Spiel dann einfach über uns ergehen lassen. Wir müssen jetzt einfach weiter arbeiten“, so der 25-Jährige.

792 Zuschauer, darunter auch Futsal-Bundestrainer Paul Schomann, kamen über den Tag in die Sporthalle Wandsbek und die Verantwortlichen des HFV konnten auf eine erfolgreiche Veranstaltung mit guter Kulisse zurück blicken. Im Rahmenprogramm wurde die Ehrenamtlerin des Jahres, Barbara Klawun von Altona 93, geehrt. Es gab vom HFV Reisepartner DERPART-Reisebüro einen Gutschein für ein Wochenende im Iberotel Fleesensee und um dort auch gut hinzukommen, einen Gutschein für einen Wagen von der Autovermietung Enterprise. Zudem wurde ein Fairnesspreis an George Gyamfi Kwarteng (BU Alte Herren) vergeben. Highlight war natürlich der Besuch vom HSV-Idol Uwe Seeler, der zusammen mit der HASPA den nach ihm benannten Uwe Seeler-Förderpreis im Wert von 5.000,- Euro an den Rahlstedter SC vergab und sich beindruckt zeigte, vom Spiel-Niveau der Futsaler.
Viel Lob gab es auch bei allen Partien für die angesetzten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter!
„Das war ein gelungenes Event“, freute sich HFV-Präsident Dirk Fischer, der ein großer Verfechter des Futsals ist und zusammen mit dem HFV-Spielausschuss-Vorsitzenden Joachim Dipner die Siegerehrung bei den Herren vornahm.

Unterstützt von zahlreichen Anhängern, Eltern und Freunden lieferten sich die beiden A-Junioren-Teams vom SC Condor und vom Barsbütteler SV ein packendes Finale um die Hamburger Meisterschaft und den DERPART-Pokal. Condor führte 2:0 und 3:1, doch Barsbüttel konnte immer wieder zurück schlagen und erst kurz vor dem Ende gelang der 4:3-Siegtreffer für den SCC. Gute Besserungswünsche gehen an den Keeper der Condoraner, F. Lorenzen, der nach einem unglücklichen Zusammenprall, ins Krankenhaus musste. Sponsor Michael Busse mit seiner neuen Mitarbeiterin Martina Tesch vom DERPART-Reisebüro, der Vorsitzende des Verbands-Jugendausschusses im HFV, Christian Okun und HFV-Präsident Dirk Fischer verteilten die Medaillen und Siegespreise und lobten das hohe Niveau dieser Partie. In der Halbzeit konnte Benjamin Berg vom Sportausrüster Stanno dem ETV einen Gutschein für einen Trikotsatz übergeben. Der Trikotsatz wurde unter allen Mannschaften der Finalrunde der A-Junioren verlost.

Halbfinalrückspiele:
Futsal Hamburg – Hamburg Panthers 1:8 (Hinspiel 2:9)
HSV Futsal – FC St. Pauli Futsal 3:6 (Hinspiel 8:4)
A-Junioren-Finale um den DERPART-Pokal:
SC Condor – Barsbütteler SV 4:3
Spiel um Platz 3:
FC St. Pauli Futsal – Futsal Hamburg 9:3
Finale Futsal Final Four 2016:
Hamburg Panthers – HSV Futsal 7:4

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