"Große Ehre, Deutschland beim UEFA EURO Cup 2026 vertreten zu dürfen"

Premiere auf europäischer Bühne: Am Donnerstag, den 25. Juni 2026, wurde in Nyon (Schweiz) erstmals der UEFA Walking Football Euro Cup ausgetragen. Für Deutschland ging eine Mannschaft an den Start, dessen kompletter Kader und Trainerstab aus Hamburg kamen.

Mit guter Stimmung stiegen die zwölf Akteure der deutschen Walking Football Nationalmannschaft am Mittwoch aus dem Flugzeug. Empfangen wurden sie dabei auch vom NDR, welcher die Mannschaft auf der Reise begleitete.
Unter der Leitung von Nationaltrainer (und Vorsitzendem des HFV-Spielausschuss) Andreas Hammer bezog die Mannschaft das Teamhotel, von welchem es noch am gleichen Abend zum UEFA-Headquarter ging, wo die Gruppengegner der deutschen Mannschaft ausgelost wurden.
Deutschland wurde in die Gruppe B gelost und bekam es dabei mit Italien, Portugal und Spanien zu tun. Ein auf dem Papier kein einfaches Los.
Erfolgreicher auftakt gegen italien
Um 07:55 Uhr war es dann soweit: Der Anpfiff für den ersten Auftritt einer deutschen Nationalmannschaft im Walking Football war gegeben. Gespielt wurde in zwei Hälften a siebeneinhalb statt üblicherweise zehn Minuten. Dies hatte die UEFA aufgrund der vorhergesagter Hitze entschieden. In der 4. Spielminute brachte Fred „Sigi“ Bergmann vom TSV Harburg mit seinem Führungstreffer die deutsche Mannschaft aus Kurs. Auch dank eines überragenden Karsten Höltig (TSV Reinbek) im Tor gewann Deutschland das erste Gruppenspiel mit 1:0 und sorgte für einen Start nach Maß.
Im zweiten Gruppenspiel warteten die Portugiesen, die ebenfalls dank eines 1:0-Erfolgs über Spanien mit einem Sieg auf die Deutschen trafen. In einem umkämpften Spiel, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agierten und ihre Torhüter sich hellwach zeigten, trennten sich beide Nationen 0:0.
Im dritten und letzten Gruppenspiel wartete Spanien. In einer erneut engen Partie fiel der entscheidende Treffer kurz vor dem Schlusspfiff zum 1:0 für Spanien. Damit waren alle Teams der Gruppe punkt- und torgleich – die Platzierungen mussten anschließend über die Feinwertung und über das Los entschieden werden. Weil Spanien und Italien jedoch am meisten Tore insgesamt geschossen hatten, fiel die deutsche Mannschaft aus dem Kampf um die Teilnahme am Halbfinale heraus.
Hitzeschlacht um platz 5
In der Play-off-Runde bekam es die deutsche Mannschaft mit Griechenland zu tun. Dank den Doppelpacks von Fred „Sigi“ Bergmann (FSV Harburg) und Susanne Heße (USC Paloma) standen vier Tore zu Buche. Ein verwandelter Strafstoß der Griechen stellte am Ende noch den Anschlusstreffer, doch es blieb beim 4:1-Erfolg der deutschen Mannschaft.
Im Spiel um Platz 5 wartete anschließend ein alter Bekannter: Portugal. Bereits in der Gruppenphase hatte sich gezeigt, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen und sich nichts schenken würden.
Am Ende hatte die deutsche Mannschaft bei 32 Grad im Schatten etwas Pech im Abschluss. Einer der wenigen Fehler im Spielaufbau führte Mitte der zweiten Halbzeit zum 1:0 für Portugal. Den Vorsprung verteidigte die portugiesische Mannschaft anschließend geschickt bis zum Schlusspfiff.
Damit stand am Ende der sechste Platz für die Mannschaft von Nationaltrainer Andreas Hammer.

Gelungene premiere eines einzigartigen turniers
Am Ende fehlte der deutschen Nationalmannschaft nicht viel. Aufgrund der geringeren Anzahl an Toren verpasste man den Einzug in die Finalrunde, zeigte aber in jedem Spiel eine überzeugende Leistung.
Auch Nationaltrainer Hammer zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben eine tolle Performance gezeigt und waren mit den Top-Teams auf Augenhöhe. Fair Play stand für uns im Vordergrund und wir wurden von allen Teams vor und auch nach den Begegnungen als sehr gute und sympathische Mannschaft gelobt“.
Auch trotz herausfordernder Bedingungen habe die Mannschaft, bestehend aus fünf Spielern und vier Spielerinnen aus Hamburger Vereinen, einen großartigen Fight geliefert: „Nach dem Turnier waren alle sehr erschöpft, aber glücklich über die Teilnahme an diesem tollen Event bei der UEFA. Die Rahmenbedingungen waren überragend, die Organisation im Vorfeld durch den DFB und vor Ort durch die UEFA auf sehr hohem Niveau. Es war ein echtes Erlebnis für alle Beteiligten und für unsere Spielerinnen und Spieler eine große Ehre, Deutschland beim UEFA EURO Cup 2026 vertreten zu dürfen“, so Hammer.
Wir gratulieren der deutschen Nationalmannschaft zu einem gelungen Turnier und sind stolz, dass Hamburg dabei war.
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