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Erfolgreicher Auftakt der CoachLab-Reihe

Ivonne Schilling beim Vortrag „Frauenspezifische Ernährung im Sport“

MSH x HFV startet mit „Frauenspezifische Ernährung im Sport“

Am 27.08.2026 fiel der Startschuss für die neue Vortragsreihe für aktive im Frauen und Mädchenfußball eine Kooperation zwischen der MSH Medical School Hamburg und dem HFV im Rahmen der HFV Strategie Frauen und Mädchenfußball. 

Zum Auftakt stand das Thema „Frauenspezifische Ernährung im Sport: Der Schlüssel zur optimalen Leistung“ auf dem Programm – und der Abend war ein voller Erfolg. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und erlebten einen spannenden, praxisnahen Vortrag von Referentin Ivonne Schilling, die das komplexe Thema Ernährung verständlich und alltagstauglich aufbereitete.

Viele Fragen, reger Austausch

Besonders erfreulich: Das Publikum brachte sich mit zahlreichen Fragen aktiv ein. Diskutiert wurde unter anderem:

•     Wie bereite ich mich ernährungstechnisch optimal auf das Training vor?

•     Wie schafft man es, gesunde Ernährung nachhaltig in den Alltag zu integrieren? Die klare Botschaft: immer in kleinen Schritten denken.

•     Was sollte man vor dem Spiel essen?

•     Was tut in der Halbzeitpause gut?

•     Sollte auch der weibliche Zyklus bei der Ernährung berücksichtigt werden?

Ivonne Schilling nahm sich Zeit für jede einzelne Frage und machte deutlich: Am besten bleibt man so natürlich wie möglich. Gleichzeitig ging sie auf die besondere Komplexität bei jungen Spielerinnen ein – hier braucht es oft einen individuellen Blick, denn nicht jeder Weg passt für jede Sportlerin. Die gute Nachricht: Es gibt viele Möglichkeiten, den eigenen Weg zu finden.

Auch die Frage nach dem Zyklus zeigte: Ernährung im Frauenfußball lässt sich nicht isoliert betrachten, sondern hängt eng mit anderen körperlichen Prozessen zusammen. Wer hier noch tiefer einsteigen möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Am 15.10.2026 widmet sich die CoachLab-Reihe genau diesem Thema im Vortrag „Der Menstruationszyklus und sein Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit“.

Die 5 Merksätze für die Praxis

Zum Abschluss fasste Ivonne Schilling die wichtigsten Erkenntnisse des Abends in fünf klaren Merksätzen zusammen:

1.   Energieverfügbarkeit ist die Basis jeder Leistungsentwicklung.

2.   Zyklusdaten helfen – aber nur individuell interpretiert.

3.   Carbs sind kein Gegner, sondern Trainingsqualität.

4.   Protein, Eisen, Calcium/Vitamin D und Hydration gezielt planen.

5.   Symptome sind Daten: Müdigkeit, Zyklusveränderung und Verletzungen ernst nehmen.

Ihr Fazit: Kein starres Schema, keine Zyklus-Mythen – sondern messen, beobachten, anpassen.

RED-S: Warnsignale ernst nehmen

Ein besonders wichtiger fachlicher Schwerpunkt des Abends war das Thema RED-S (Relative Energy Deficiency in Sport) – also eine relative Energieverfügbarkeit im Sport, die über längere Zeit zu gering ist, mit Folgen für Gesundheit, Zyklus, Regeneration und Leistung. Ivonne Schilling erläuterte Ursachen, mögliche Folgen und frühe Warnzeichen – und zeigte auf, wo Betroffene Unterstützung finden. Ihre zentrale Botschaft: RED-S ist kein Willensproblem, sondern ein Warnsignal für zu geringe Energieverfügbarkeit. Ein wichtiger Impuls, um Symptome wie anhaltende Müdigkeit, ausbleibende Regeneration oder Zyklusveränderungen frühzeitig richtig einzuordnen.

Konkretes für den Alltag

Besonders praxisnah wurde es, als Ivonne Schilling aufzeigte, wie sich diese Prinzipien in den Trainingsalltag übersetzen lassen – von der Basis 3–4 Stunden vor dem Training über den kleinen Snack kurz davor bis zur gezielten Regeneration in den ersten Stunden danach. Auch für einen typischen Trainingstag zwischen Arbeit/Studium und Einheit am Abend gab es eine klare Struktur: von Frühstück über Snack und Mittagessen bis zum Pre-Workout-Snack, gefolgt von Recovery und Abendessen. Ihr Praxisfazit brachte es auf den Punkt: Nicht „perfekt essen“, sondern planbar genug Energie verfügbar machen – und: Der beste Plan ist der, der im Alltag wirklich gegessen wird.

Besonders eindringlich war dabei ein Merksatz zur Fueling-Logik, den Ivonne Schilling den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgab: „Für Frauen ist ‘zu wenig’ oft das größere Leistungsrisiko als ‘zu viel’ – besonders bei hoher Trainingslast.“

Auch nach dem offiziellen Vortragsteil ging der Austausch lebendig weiter. Ivonne Schilling nahm sich im Anschluss noch viel Zeit, um individuelle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich zu beantworten – ein Angebot, das rege genutzt wurde und dem Abend einen besonders wertschätzenden, persönlichen Abschluss gab.

Die Reihe geht weiter

Der gelungene Auftakt macht Lust auf mehr – und die nächsten Termine stehen bereits fest:

Mehr als das Geburtsdatum: Biologisches Alter und sportliche Entwicklung
Donnerstag, 17. September 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Referent: Lukas Arenas (PhD Sportwissenschaftler)

Der Menstruationszyklus und sein Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit
Donnerstag, 15. Oktober 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Referentin: Prof. Dr. Daniela Stein-Brüggemann

Geschlechtsspezifische Verletzungsmuster und evidenzbasierte Präventionsstrategien im Sport
Donnerstag, 10. Dezember 2026 | 18:00–20:00 Uhr
Referent: Prof. Dr. Dimitris Dalos

Anmeldung

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Die Anmeldung zu allen Veranstaltungen ist über den HFV-Veranstaltungskalender möglich.
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