Auf dem Weg nach oben…

Am zweiten Maiwochenende fand in der Sportschule des HFV in Jenfeld der diesjährige „Lehrgang der Spitzenschiedsrichter unserer Bezirke“ unter der Leitung von Frank Behrmann, Christian Soltow, Sven Ehlert, Andreas Bandt und Werner Tank statt. In der Vergangenheit war dieser Lehrgang der Eingang zum Leistungskader 5, der sich nun unter den Namen „VSA-Nachwuchskader“ etablieren soll.
Die 19 Teilnehmer- an dieser Stelle sind besonders die 3 Kollegen aus den befreundeten Verbänden Berlin, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu erwähnen – trafen sich am Samstagmorgen auf der Sportanlage des Rahlstedter SC an der Scharbeutzer Straße. Hier stand die erste Prüfung in Form des Helsen-Tests an.

Glücklicherweise hatte gerade in dem Moment das Wetter ein Einsehen mit uns und es klarte ein bisschen auf, sodass die Laufbahn in einem einigermaßen trockenen Zustand war. Da Spikes auf der Anlage verboten sind, ist der trockene Belag auch der einzige Garant dafür „schlitterfrei“ ans Ziel zu kommen. Nachdem wir uns in die richtigen Klamotten geschmissen hatten, wurden die ersten Runden gedreht, um den Körper auf Temperatur zu bringen. Nach den Dehnübungen wurde es ernst: Die ersten Sprints standen an. Wie nicht anders zu erwarten, war es für keinen der Teilnehmer ein Problem die 40m-Strecke unter den geforderten 6,2 Sek. zu laufen. Leider kamen bei dem anschließenden Langstreckenlauf nicht alle Teilnehmer durch. Sowohl die fehlende Puste als auch 2 Verletzungen waren hierfür die Gründe. Aber getreu dem Motto „einmal ist keinmal“ besteht in den nächsten Wochen die Möglichkeit, dieses Defizit bei einem erneuten Lauf zu korrigieren. Nach der sportlichen Prüfung ging es dann zurück in die Sportschule in der Jenfelder Allee.

In einer kurzen Pause wurden die Zimmer verteilt und bezogen. Kurz darauf stellten sich die Lehrgangsleitung und die Teilnehmer gegenseitig vor und es ging mit dem nächsten Programmpunkt, der Regelprüfung weiter. 15 Fragen und 30 Minuten später war die Anspannung der Entspannung gewichen und mit der Gewissheit, „das Schlimmste“ hinter sich zu haben, ging es zum Mittagessen.
Frisch gestärkt teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Während für die eine Gruppe die Videoanalyse einiger vermeintlicher Abseitsszenen aus den internationalen Ligen auf dem Plan stand, durfte sich die andere Gruppe unter freiem Himmel und trockenem Wetter den Themen „Mauerabstand“ und „Stellungsspiel bei Standardsituationen“ widmen. Nach diesem abwechslungsreichen Programm kamen alle wieder in einer Gruppe zusammen und die Gäste der anderen drei Landesverbände berichteten über ihre Strukturen im Schiedsrichterwesen. Währenddessen traf Eugen Igel in der Sportschule ein, der wenig später über das Training der VSA-Schiedsrichter und die Erwartungen an die Verbandsschiedsrichter referierte. Auch bei dem nachfolgenden gemeinsamen Kaffee konnte man die Chance ergreifen, um Eugen zur geforderten Fitness im VSA zu befragen. Leider hatte der Himmel dann ein wenig am Regenhahn gedreht, sodass die Videogruppe, die zuvor noch im Trockenen saß und nun nach draußen wollte, die 9,15m bei norddeutschem Regenwetter abschreiten musste. Die andere Gruppe diskutiere währenddessen kontrovers die Abseitsszenen im überdachten Gebäude des HFV.
Zum Ende des Nachmittags hielt Christian Soltow einen Vortrag zum Thema Beobachtungen im VSA und stellte in diesem Zuge den neuen Beobachtungsbogen für die kommende Serie vor. Kaum war dieser Vortrag beendet, so wurden die sehnlichst erwarteten Prüfungsergebnisse der Regelprüfung bekannt gegeben.
Während wir beim gemeinsamen Abendessen die Sportschau verfolgten, wurde der gemütliche Teil des Lehrganges eingeläutet. Der ein oder andere Schiedsrichterkollege stellte sich hierbei als regelrechter Grand Prix Fan raus. Während den 26 Finalteilnehmern gelauscht und die Punktevergabe verfolgt wurde, entschied sich ein Teil der Gruppe auch den Abend im sportlichen Bereich zu beenden und schaute sich das letzte Futsal-Spiel in der nahegelegenen Sporthalle an!
Am Sonntagmorgen, nachdem Oberfeldwebel Bandt die müde Meute mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit aus den Betten geholt hatte, konnte sich beim Frühstück für die letzten 2 Programmpunkte gestärkt werden.
In einem angeregten Dialog wurde nun mit Werner Tank aus Sicht des BSA berichtet, was die Bezirke von ihren Schiedsrichtern erwarten, aber auch gleichermaßen erörtert, was wir von unseren BSA erwarten können.
Der Verabschiedung immer näher rückend lauschten wir noch dem Vortrag eines aktiven VSA Schiedsrichters, was der VSA von uns als Nachwuchsschiedsrichter erwartet. Hierfür ein Dankeschön an Sven Ehlert.
Gegen 11 Uhr fand der Lehrgang sein Ende und alle Teilnehmer machten sich mit jeder Menge Eindrücke im Gepäck auf den Weg nach Hause.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Frank, Christian, Sven, Andreas, Werner und Eugen für das interessante Wochenende.

Text: Jörg Blume und Robin Walser

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