10.09.2018

Weiterbildung und Netzwerk der „Fußballhelden“

Gruppenfoto mit Profi-Trainer Marc Fascher - Fotos privat

„Welche Erwartungen habe ich an dieses Wochenende? Was möchte ich aus diesem Beisammensein mitnehmen und wie können die Landesverbände die Arbeit für uns Ehrenamtler leichter machen?“ Mit diesen Fragen ist wohl jeder Teilnehmer am Freitagnachmittag in den Konferenzraum des Hamburger Fußball-Verbandes gegangen, welcher gemeinsam mit dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zum Weiterbildungs- und Netzwerktreffen der Fußballhelden geladen hatte.

Auf dem Platz

3 Tage lang ein gut strukturierter und spannender Ablaufplan, jede Menge junge und motivierte Menschen, sowie Profis aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Was sollte da schiefgehen?
Über den fachlichen Schwerpunkt „Spielanalyse“ bis hin zur den praktischen Einheiten, wobei immer der Spaß im Vordergrund stand, war alles rund um gelungen. Junge Menschen wurden hier persönlich als auch fachlich auf höchstem Niveau voran gebracht.
Angefangen von einem Kennlerngespräch und einer gemeinsamen Zielsetzung für das bevorstehende Wochenende, über die theoretische Vorbereitung einer Spielanalyse für die nächsten Tage und abschließendem gemeinsamem Grillen herrschte seit Beginn des ersten Tages eine gute und ausgelassene Stimmung.

Beim HSV

Am Samstag folgte ein Highlight dem nächsten. Den Fußballhelden wurde der Einblick in das Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV, mit allen seinen Vorzügen und Rahmbedingungen, sowie Unterkunft und Rahmenprogramm der geförderten Nachwuchstalente ermöglicht. Ganz besonders war hier für alle auf jeden Fall das Betreten in eine der Kabinen der jungen Fußballer.
Gefolgt wurde das Ganze von dem DFB-Pokalspiel der A-Junioren in der Partie Hamburger SV gegen SC Freiburg, bei welchem die am Vortag vermittelten Inhalte gleich in die Tat umgesetzt werden konnten. „Wie verhalten sich die Trainer? In welchen Formen wird gespielt? Wie wird umgestellt und gibt es ein Pressingopfer?“ Dies sind nur einige der Fragen die sich ein Spielbeobachter stellen sollte.

Praktische Tipps von HFV-Verbandssportlehrer Stephan Kerber (vorne mit Reifen)

Nach dem gemeinsamen Mittagessen, wo die Partie noch reichlich diskutiert wurde folgte auch schon das nächste Highlight: „Neue Trainergeneration in der Bundesliga“
Was bedeutet das überhaupt? Wie sind Trainer wie Bruno Labbadia, Domenico Tedesco oder ein Julian Nagelsmann einzuordnen? Was macht einen modernen Bundesligatrainer aus und wie verändern diese neuen Methoden den Profifußball. Stephan Kerber, Verbandsportslehrer des HFV vermittelte dies nicht nur erfolgreich, sondern setzte dies auch gleich mit den Teilnehmern in einer Praxiseinheit „außergewöhnliche Übungsformen“ um.
Abgeschlossen wurde der zweite Tag mit einer gemeinsamen „Kiez-Tour“, um auch den Gästen vom Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern das „typische Hamburg“ nicht vorzuenthalten.

Beim FC St. Pauli

Am Sonntag, dem dritten und leider auch letzten Tag des Netzwerktreffens standen die Themen „Auswahlmannschaften“ und „Trainingseinheiten mit Auswahlmannschaften“ im Vordergrund. Der Verbandssportlehrer vom LFVM-V, Lennart Claussen, konnte den Fußballhelden nicht nur näher bringen, wie die Spieler einer Auswahlmannschaft trainiert werden, sondern auch wie diese Themen erfolgreich in der eigenen Jugendmannschaft umgesetzt werden können.
Abgerundet wurde das Wochenende mit dem gemeinsamen Besuch der Begegnung FC St. Pauli gegen 1.FC Köln aus der 2. Bundesliga im Millerntor Stadion.
Zum Schluss lässt sich nur noch sagen, dass die Organisation einer solchen Veranstaltung, um jungen Ehrenamtlern eine Anerkennung für die erbrachten Leistungen auch über eine Auszeichnung heraus entgegen zu bringen, Grund genug ist, auch weiter alles für seinen ansässigen Verein und den Landesverband zu geben. Zwei Landesehrenamtsbeauftragte, die so viel Leidenschaft entwickeln, um jungen Menschen auf ihrem Werdegang Türen zu öffnen und die persönliche und fachliche Entwicklung voran zu bringen, sind die besten Vorbilder, die junge Menschen im Ehrenamt haben können. Dies bedarf einen großen Dank Andreas Hammer und Eric Kerkow!
Wir freuen uns auf nächstes Jahr in Rostock!
Myriam Voigt

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