27.04.2021

Vereinsmanager*innen- Lehrgang 2021 gestartet

Das sind die drei HFV-Stipendiatinnen

Am ersten digitalen Kennenlernen nahm Indre Berendes von zu Hause aus teil. Foto: Privat

Dank des HFV-Partners IKK classic besuchen auch dieses Jahr wieder drei Frauen aus dem Hamburger Fußball die C-Lizenz-Ausbildung „DOSB Vereinsmanagerin“ des HSB, deren Teilnahmegebühren von der IKK classic übernommen werden.

 
Am Montagabend (26. April) fand endlich das erste Kennenlernen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer statt – als Online-Veranstaltung. Aufgrund der Corona-Pandemie war der Beginn verschoben worden. Die HFV-Stipendiatinnen sind Indre Berendes vom SC Vier- und Marschlande, Conni Thau von Blau-Weiß 96 Schenefeld und Anette Oesert von Altona 93.

Grundwissen aneignen, Strukturen schaffen – die Erwartungen der Teilnehmerinnen

Conni Thau von Blau-Weiß 96 Schenefeld. Foto: Privat

Alle drei übernehmen bereits viele verantwortungsvolle Aufgaben in ihren Vereinen. Genau hier sehen sie die Vorteile dieses Lehrgangs. „Es gibt einfach noch zu viele Fragen, die mir auf dem Weg zu einer sinnvollen Abteilungsleitung fehlen. Darum habe ich mich bei diesem Programm beworben“, erzählt Indre Berendes, die beim SCVM seit einem Jahr die Abteilungsleitung Fußball als stellvertretende Spartenleitung unterstützt, kommissarisch den Frauen- und Mädchenbereich leitet und als Beauftragte für Prävention bei sexualisierter Gewalt für ihren Verein agiert. Nebenbei ist sie Co-Trainerin der 2. Herren und Schiedsrichterin. 


Ganz schön viele Aufgaben – und das ehrenamtlich! Indre ist mit Leidenschaft dabei, aber vor allem hinsichtlich der Strukturen und Arbeitsweisen fehlen ihr die Grundlagen: „Sicher habe ich mir grobes Wissen angeeignet, aber es fühlt sich immer noch nicht alles richtig an, und vor allem fehlt uns noch eine ganze Menge an Grundwissen. Ich mache Sachen ungern „halbgar“, brauche schon fundiertes Wissen, um eben auch eine wichtige Stütze für den Verein, für die Trainer, die Schiedsrichter und auch die Spieler zu sein“.

Auch Conni Thau ist in ihrem Verein stark eingespannt. Sie ist Jugendleiterin und im Fußball-Vorstand aktiv, wo sie immer mehr Aufgaben übernimmt, auf die sie gut vorbereitet sein möchte. Außerdem engagiert sie sich in diversen Projekten – von „Sport gegen Gewalt“ und „Schule und Verein“ bis „Schule und Kita“. Auch als Trainerin ist sie seit 1996 aktiv: Ganze sechs Mannschaften hören aktuell auf ihr Kommando. Seit 1999 ist sie zudem bei BW96 angestellt und leitet die Geschäftsstelle. 

„Nicht immer wieder bei null anfangen“

Anette Oesert von Altona 93. Foto: Privat

Seit 10 Jahren engagiert sich Anette Oesert ehrenamtlich bei Altona 93. Als Sportwartin ist sie Mitglied des geschäftsführenden Vorstands. Zudem ist sie Mitglied der Jugendleitung und Anleiterin der FSJler*innen. Obwohl auch sie schon lange dabei ist, stellt sie immer wieder fest, dass ihr organisatorisches und administratives Wissen an vielen Stellen fehlt. Auch sie erhofft sich durch den Lehrgang, Strukturen im Verein zu schaffen. Denn deren Etablierung sei aufgrund der häufig wechselnden ehrenamtlich Tätigen schwierig. 


„Ich möchte Kenntnisse erlangen, die mir helfen, finanzielle, versicherungstechnische, rechtliche und organisatorische Aufgaben zu rationalisieren und dafür feste Abläufe zu schaffen. Dann müssen wir nicht immer wieder bei null anfangen“, erzählt sie.


Präsenz oder digital – wie soll es weitergehen?

Indre Berendes vom SC Vier- und Marschlande. Foto: Privat

Bei der Durchführung des Lehrgangs unter Corona-Bedingungen haben die drei Teilnehmerinnen unterschiedliche Bedenken. Inwiefern Termine als Präsenz-Veranstaltung stattfinden können, ist aufgrund der Pandemie-Entwicklung natürlich noch unklar. „Ich gehe davon aus, dass es sehr gut organisiert wird“, erzählt Conni Thau zuversichtlich. Für Indre Berendes gehören Videocalls und Online-Meetings inzwischen zum Alltag: „Ich gebe selber Online-Schulungen, habe mich also an diese neue Methode gewöhnt und kann dieser auch einiges positive abgewinnen“, erzählt sie. Was bei den Online-Terminen jedoch auf jeden Fall fehle, sei der Kaffeeschnack in der Pause und generell der persönliche Kontakt mit den Co-Teilnehmer*innen, da sind sich die Teilnehmerinnen einig.

 
Conni Thau und Indre Berendes hoffen, dass mit Hygienemaßnahmen auch Präsenzveranstaltungen möglich sind. „Vielleicht kann man bestimmte Termine ja im Freien bei schönem Wetter abhalten“, schlägt Indre Berendes vor. Etwas zurückhaltender zeigt sich Anette Oesert: „Ich habe große Sorgen, was Präsenzveranstaltungen und das damit zusammenhängende Infektionsrisiko angeht“, erzählt sie und hofft auf eine möglichst digitale Lösung. Wie auch immer es nach dem ersten digitalen Kennenlernen weitergeht: Alle drei freuen sich vor allem auf die Inhalte – egal, ob digital oder vor Ort.