14.04.2021

HSV wird neuer Akteur im Amputierten-Fußball

Unterstützt durch den Hamburger Fußball-Verband

Amputierten-Fußball: Mit Krücken wird künftig auch beim HSV Fußball gespielt. Foto: Anpfiff ins Leben

Der Hamburger Sport-Verein e.V. bietet Menschen mit Amputation oder Dysmelie zukünftig die Möglichkeit, in einem Verein Fußball zu spielen. Mit Unterstützung der Organisation „Anpfiff ins Leben“ und zunächst in Gemeinschaft mit Tennis Borussia Berlin entsteht in Deutschland hierdurch eine weitere Anlaufstelle für Fußballer mit Amputation oder Dysmelie.


Der Hamburger Fußball-Verband und der Berliner Fußball-Verband unterstützen die Entwicklung des Amputierten-Fußballs an beiden Standorten im Rahmen der Inklusionsinitiative der DFB-Stiftung Sepp Herberger.

Ziel der Inklusionsinitiative ist es, Menschen mit Behinderung über unterschiedliche Teilhabemöglichkeiten in die Strukturen des organisierten Fußballs zu integrieren. Sowohl der HSV als auch Tennis Borussia Berlin stellen fortan eigene Teams, die in sportliche Konkurrenz mit den bisher aktiven Vereinen Anpfiff Hoffenheim, Fortuna Düsseldorf und den Sportfreunden Braunschweig treten. Amputierten-Fußball-Nationalspieler Christian Heintz setzt sich als Botschafter der gemeinnützigen Organisation „Anpfiff ins Leben“ für die Verbreitung und Entwicklung der Sportart ein.


Für Christian Heintz, selbst beinamputiert, ist der Sport nicht nur ein persönliches Anliegen: „Wir möchten jedem Menschen mit Amputation die Chance geben, Fußball zu spielen. Das ist jetzt auch in Hamburg und Berlin möglich. Dass es dazu noch zwei so namhafte und engagierte Vereine sind, freut uns besonders.“

In dem für 2021 geplanten, ersten bundesweiten Ligabetrieb wird zunächst eine „Spielgemeinschaft Nord“ im Dreieck Braunschweig-Hamburg-Berlin antreten, bis den Vereinen der Haupt- und der Hansestadt ausreichend Spieler*innen für eigenständige Teams angehören. Der HSV kann dabei auf neu hinzugewonnene Spieler*innen sowie bereits aktive Fußballer*innen zurückgreifen, die zum Training bislang nach Braunschweig reisen mussten.

Kumar Tschana, Geschäftsführer des HSV e.V., ist froh über den Startschuss für das gemeinsame Projekt: „Die Themen Inklusion und Teilhabe haben für uns einen immensen Stellenwert. Daher freuen wir uns sehr, das inklusive Sportangebot im HSV durch den Amputierten-Fußball weiter auszubauen und sind gespannt auf den anstehenden Ligabetrieb.“