30.04.2020

Erste Zuschüsse aus Nothilfefonds bewilligt

Hamburg hilft dem Sport

Bild: © Colourbox

Die Behörde für Inneres und Sport hat gemeinsam mit der Finanzbehörde, der Hamburgischen Investitions- und Förderbank und dem Hamburger Sportbund ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das sicherstellen soll, dass der Sport gut durch die Krise kommt.

Nothilfefonds Sport: In der ersten Woche nach dem Start wurden durch das Landessportamt der Behörde für Inneres und Sport und den Hamburger Sportbund (HSB) bislang 20 Förderzusagen mit einem Gesamtvolumen von rund 210.500 Euro ausgesprochen. Die ersten Auszahlungen erfolgen im Laufe des heutigen Tages. Weitere elf Anträge befinden sich aktuell noch in der Prüfung.

Mit dem Nothilfefonds werden insgesamt fünf Millionen Euro für den Hamburger Sport bereitgestellt. Vereine, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, sollen mit den nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen in die Lage versetzt werden, ihr Sportangebot auch nach der Wiederaufnahme des Sportbetriebs unverändert fortsetzen zu können. Die maximale Förderhöhe beträgt dabei 25.000 Euro je Sportverein. Organisatoren von Sportveranstaltungen in Hamburg und als Wirtschaftsbetrieb ausgegliederte Lizenzspielerabteilungen, die keine Förderung durch die Hamburger Corona Soforthilfe (HCS) in Anspruch nehmen können, sind ebenfalls antragsberechtigt und können eine höhere Zuwendung erhalten.

Mitgliedsvereine des Hamburger Sportbunds e.V. können ihren Antrag weiterhin online unter https://www.hamburger-sportbund.de/corona-nothilfe ausfüllen. Die übrigen Antragsteller wenden sich bevorzugt per E-Mail an das Landessportamt der Behörde für Inneres und Sport (poststelle@sportamt.hamburg.de).

IFB-Förderkredit Sport: Bislang wurden sechs Anträge bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank gestellt, von denen zwei Anträge mit einem Volumen von 180.000 Euro bewilligt wurden. Beim Förderkredit Sport handelt es sich um direkt von der IFB Hamburg vergebene Rettungsdarlehen in einer Höhe von bis zu 150.000 Euro für Sportvereine, die auch zur Deckung anfallender Betriebskosten eingesetzt werden können. Auch Vereine mit gesondert organisiertem Profibereich und Organisatoren von Sportveranstaltungen, die aufgrund der Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, können den Sportförderkredit online auf der Homepage der IFB beantragen.

Hamburger Corona Soforthilfe (HCS): Über die Corona Soforthilfe der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) wurden bislang insgesamt 12,3 Millionen Euro an direkten Zuschüssen an Antragsteller aus dem Bereich „Erbringung von Dienstleistungen des Sports“ ausgezahlt. Hiervon entfallen 7,1 Millionen Euro auf das Bundesprogramm und 5,2 Millionen Euro auf das Landesprogramm.

Neben Freiberuflern, kleinen und mittleren Unternehmen sind beispielsweise auch gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen im Sport antragsberechtigt. Die Beantragung kann online auf der Homepage der IFB erfolgen.

Sportsenator Andy Grote: „Ich freue mich, dass unsere breit angelegten Maßnahmen anfangen zu greifen und die ersten Mittel in den Sport geflossen sind. Wir setzen weiter alles daran, dass die sportliche Vielfalt der Active City erhalten bleibt und freuen uns daher über weitere Anträge. Gerade unser Nothilfefonds ermöglicht uns, mit direkten und nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen überall dort zu unterstützen, wo aufgrund der Corona-Krise finanzielle Engpässe drohen. Klar ist, dass wir gemeinsam noch einen langen Weg vor uns haben. Wir haben uns daher langfristig so aufgestellt, um jetzt und auch in Zukunft passgenaue Hilfen für den Sport in seiner ganzen Breite anbieten zu können.“

HSB-Vorstand Ralph Lehnert: „Der Nothilfefonds Sport ist gut angelaufen. Viele Vereine informieren sich beim HSB und bekommen Hilfe bei der Antragsstellung. Es unterstützt Vereine und Verbände sehr, dass es ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Förderprogramm gibt. Der Nothilfefonds Sport hilft strukturelle Schäden des Hamburger Vereinssport in einer Zeit zu verhindern, in der der komplette Vereinssport in Hamburg ruht.“