01.07.2019

Ehrungen beim BSA Walddörfer

Knapp 250 Jahre Schiedsrichter-Erfahrung kamen hier zusammen

Die Geehrten (v.l.): A.Schallwig (Lehrwart BSA), F.Behrmann (VSA), H.Welling, T.Schmidt (BSA), O.Dick, H.Sadler, M.Albrecht, F.Szantai, T.Bruchmann, C.Hülle (BSA-Obmann), A.Brandt (VSA)

"Der Ball war drin," kommentierte der zweite Bundespräsident der BRD, Heinrich Lübke, das berühmte "Wembley Tor" des WM-Endspiels von 1966. Dafür brauchte der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland genau so wenig einen Video-Assistenten wie Helmut Sadler (Rahlstedter SC) und Heinz-Dieter Welling (SC Condor), die seinerzeit bereits als Männer in Schwarz auf Hamburgs Fußballplätzen dafür sorgten, dass das Runde nur regulär ins Eckige gelangt.

Knapp 250 Jahre Schiedsrichter Erfahrung kommentierte Frank Behrmann (HFV) in seiner Laudatio für die zu ehrenden Schiedsrichter des BSA-Walddörfer. Dabei verknüpfte er den Beginn der Karriere der Schiedsrichter in gewohnt vorbereiteter Weise mit dem politische und sportlichen Zeitgeschehen.

Mike Albrecht (SV Bergstedt), Ferenc Szantai (Lemsahler SV), Oliver Dick (TSC Wellingsbüttel) und Joachim Haude (Ahrensburger TSV) erhielten die Ehrennadel für 25 Jahre Schiedsrichterei - da war Angela Merkel noch nicht Bundeskanzlerin.

Als der HSV noch Deutscher Fußball-Meister wurde, begann Thorsten Bruchmann (Lemsahler SV) seine Schiri-Karriere. Das ist nun auch schon wieder 40 Jahre her und schwermütig erinnern sich die HSV-Fans an die "großen Zeiten" des Fußball-Dinos, die im Jahr 1979 begann.

Auf 50 Jahre und mehr kommen Heinz-Dieter Welling (SC Condor) und Helmut Sadler (Rahlstedter SC) - die beiden können noch aus eigener Schiri-Erfahrung bestätigen, dass Heinrich Lübke (Bundespräsident 1959-1969) als Video-Ref ungeeignet ist. Der Ball war in der 101. Minute des 66'er WM Finales nämlich nicht drin.

Matthias Mroch