07.07.2021

Edith Groth vom TSV Glinde ist HFV-Ehrenamtlerin des Monats Juli 2021

"Die einzige unersetzbare Person im Verein“

Viele waren gekommen, um Edith Groth einen würdigen Rahmen zu bieten. Fotos: HFV

Beim TSV Glinde ist Edith Groth seit vielen Jahren die „gute Seele“ des Vereins, jetzt ist sie vom HFV als Ehrenamtlerin des Monats Juli 2021 ausgezeichnet worden. Die Ehrung für Edith Groth fand am Dienstag, 06.07.2021, auf dem Fußballplatz in Glinde statt.

Aufgrund der Ferien fand dort zwar gerade kein Training statt. Aber Drago Eikermann (Ehrenamtsbeauftragter Bezirk Ost) und Frank Gabbert (Fußball Abteilungsleiter TSV Glinde) hatten sich um einen würdigen Rahmen gekümmert und auch per Facebook-Seite des Vereins zum Kommen eingeladen. 

Auch der Coach der 1. Mannschaft, Sören Deutsch, hatte seine Spieler gebeten bereits eine Stunde vor dem angesetzten Training zu erscheinen – und alle waren gekommen, um bei der Auszeichnung dabei zu sein und auf diese Weise auch die Dankbarkeit des gesamten Teams auszudrücken.

Der HFV-Ehrenamtsbeauftragte Andreas Hammer ehrte eine überraschte und sichtlich gerührte Edith Groth, die nach Aussage von Sören Deutsch „die einzige unersetzbare Person im Verein“ ist. Die Dankbarkeit aller für das herausragende ehrenamtliche Engagement von Edith Groth war heute in Glinde deutlich zu spüren.
Dank des Sponsorings der SIGNAL IDUNA Generalagentur Jakovos Libanios konnte sich Edith über 15 Sporttaschen von Macron für ein Team ihrer Wahl freuen. Für sie selbst gab es einen Macron-Rucksack, eine DFB-Ehrenamtsuhr, eine Urkunde und ein Fußball-Buch.

„Sie ist einfach die ‚Gute Seele‘ der Abteilung“

Seit über 20 Jahren ist Edith Mitglied der Fußballabteilung und ehrenamtlich in vielen Bereichen im Verein tätig. Unter anderem ist sie Trainerin und Betreuerin von Jugendmannschaften, als Kassenwartin Mitglied im Abteilungsvorstand und als Ordner tätig bei Ligaspielen des TSV. Sie kümmert sich um die Organisation von Veranstaltungen rund um den Fußball, von Feldturnieren bis Hallenrunden oder einen Verkaufskiosk am Platz. Sie sammelt engagiert und fleißig Spenden und hat beim Projekt Kunstrasenplatz im Jahr 2015 mitgewirkt.

Mit diesen Worten beschreibt der TSV Edith Groth beim HFV (auch zu finden auf der Facebook-Seite des TSV Glinde):

HFV-Ehrenamtsbeauftragter Andreas Hammer (links) überreichte Edith Groth die Auszeichnung. Rechts: Frank Gabbert (TSV) und Drago Eikermann (HFV)

Es mag regnen, oder auch mal nasskalt und stürmisch sein. Typisches Schmuddelwetter also, bei dem es sich die meisten Menschen zuhause auf der Couch gemütlich machen - und auf keinen Fall vor die Tür gehen. Edith Groth hat andere Prioritäten. Egal wie die Wetterlage ist: Die 58-Jährige kümmert sich seit vielen Jahren fast jede freie Minute um die Fußballer ihres TSV Glinde. Sie versorgt die kleinen und großen Sportler mit Speisen und Getränken und hat bei jeder noch so kleinen Blessur stets ein (Trost-) Pflaster parat. Ihre Backkünste sind legendär, sie ist einfach die „Gute Seele“ der Abteilung.
Auch Edith Groth leidet unter den Folgen der Pandemie. Ihr fehlt der geregelte Ablauf auf den Fußballplätzen, die Kameradschaft, der Zusammenhalt. „Es ist ein ganz spezielles Verhältnis, das mich mit den Jungs und den Kindern verbindet“, sagt sie augenzwinkernd. „Vor Corona wäre ein Wochenende ohne meine Fußballer für mich nicht vorstellbar gewesen.“
Groth weiß sich aber auch zu behaupten. Das Einkassieren der Eintrittsgelder bei Partien der 1. und 2. Mannschaft ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Wenn sie nach dem Anpfiff mit ihrer Kasse die Runde macht, muss sie sich schon den einen oder anderen dummen Spruch anhören. „Unglaublich mit was für Ausreden manch einer ankommt, nur um ein paar Euro Eintrittsgeld zu sparen“, sagt die Glinderin. „Dabei schreibt uns der Hamburger Fußballverband sogar vor, Eintrittsgelder in bestimmter Höhe zu kassieren.“
Die 58-Jährige war viele Jahre Jugendtrainerin, ist nun Kassenwartin der Fußballabteilung. Ein Ehrenamt zu übernehmen ist für sie - wie es der Name bereits sagt - eine Ehre. „Es ist ein Stück Lebenserfahrung, man lernt Menschen kennen und schließt Freundschaften“, sagt Groth. „Seit 2000 bin ich Mitglied im TSV Glinde, der Verein hat mich geprägt. Durch die Übernahme von Verantwortung gebe ich meinem Verein etwas zurück.“