16.10.2018

DFB-Ausbilderzertifikat Modul „Medienkompetenz“

Fortbildung für Schiedsrichter Lehrwarte

Christian Henkel (re.) und Joscha Tetzlaff (Mitte) nahmen vom HFV an der Ausbildung teil - Fotos privat

Seit einigen Jahren hat der DFB auch für die Schiedsrichterlehrwarte ein Ausbildungsangebot. So fand am Wochenende 12. – 14. Oktober in der wunderschönen Uwe-Seeler-Sportschule in Bad-Malente-Gremsmühlen ein Kurs zur Erlangung der Medienkompetenz statt. Vom HFV nahmen Joscha Tetzlaff (Beisitzer im BSA Harburg) und ich hieran teil. Für mich war es der letzte Baustein, den ich eigentlich schon in 2016 absolvieren sollte, aufgrund meines Unfalles mit Riss der Patella-Sehne jedoch seinerzeit absagen musste.

Bereits rd. 4 Wochen vor dem Lehrgang wurde die Online-Phase eingeschaltet, erst nach dem Abarbeiten div. Aufgaben wurde man zum Lehrgang zugelassen. Ca. 2 Wochen vorher ging es bereits ans Eingemachte. Hierzu mussten selber Videos erstellt und in einem Portal zur Verfügung gestellt werden, ferner wurden Online-Weiterbildungsvorträge per Video eingespielt, deren Abarbeitung ebenfalls Grundlage zur Teilnahme waren. Ganz schön viel, was da geleistet werden musste. Aber es hat sich gelohnt.
Die Anreise zusammen mit Joscha erfolgte problemlos. Am Freitag startete der Lehrgang nach einer gemeinsamen Begrüßung zunächst mit einem Mittagessen, um dann ab 13 Uhr in die Präsenzphase einzusteigen. Hier wurden zunächst die Erwartungs- und Erfahrungsabfrage des Online-Moduls vorgestellt.
Danach wurden bereits die praktischen Erfahrungen mittels der selbst gedrehten Videos, die Vor- und Nachteile div. Aufnahmetechniken und Aufnahmegeräte ausgetauscht.
Nach dem Abendessen ging es nach Plön zum Verbandsligaderby Plön gegen Stein. Dieses Spiel wurde vollständig von einer stationären Kamera aufgenommen. Mittels einer App konnten wir dann bei gewissen Situationen taggen und am Folgetag dann unsere Kommentare zu den getaggten Situationen schreiben. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit div. Geräten rund um das Spielfeld gefilmt und diese Filmsequenzen nach Bearbeitung in der App für alle zur Verfügung gestellt. Der Abend klang dann bei gemütlichem Beisammensein aus.

In der Uwe-Seeler-Sportschule in Bad-Malente-Gremsmühlen fand der Kurs statt

Am Samstag haben wir bei herrlichem Sonnenaufgang auf der Terrasse mit Blick über das Stadion zum See gefrühstückt. Um 9:00 Uhr stand dann ein trockenes Thema an, was mir – und ich glaube es geht vielen Lesern so – zum Halse heraus hängt: Datenschutz. Hierzu wurde vorab in der Onlinephase ein Video zur Verfügung gestellt, bei dem wir Fragen hinterlassen konnten. Als Referent fungierte Dr. Michael Foth, Datenschutzbeauftragter des Landessportbundes SH.
Äußerst lebhaft und kurzweilig wurden hier Facetten des Datenschutzes und Urheberrechtes erklärt und auf die Fragen aus dem Video eingegangen. Eine super Präsentation, die 2 ½ Stunden vergingen wie im Fluge und alle Fragen und Unsicherheiten konnten geklärt werden.
Ein kleiner rechtlicher Abriss zum Umgang mit Datensicherung und Datenhandling rundete den Vormittag ab.
Nachmittags gab es den „Markt der Möglichkeiten“, ein Praxisaustausch, was es alles gibt und wie es anzuwenden ist. Hier haben auch TeilnehmerInnen ihr Wissen vorgestellt. Es war sehr interessant, was es alles gibt und wie man das anwenden kann. Danach wurde in Kleingruppen das gefilmte Spiel analysiert und im Tool mit entsprechenden Kommentaren versehen. Leider ist die WLan-Verbindung der Sportschule, die dazu notwendig ist, nicht sehr groß, so dass viele über eigenes Datenvolumen diese Aufgabe erledigt haben.
Am Abend lief dann noch das „hochinteressante“ Länderspiel Holland gegen Deutschland. Die Qualität des Freitagspieles wurde fürwahr nicht übertroffen…
Am Sonntagvormittag erwartete uns noch ein strammes Programm. Zunächst wurde uns das Tool Mind-Mapping vorgestellt, was wir in Kleingruppen gleich noch erarbeiten und vorstellen sollten. Anschließend wurden die Möglichkeiten der Spielanalyse vorgestellt und das Videomaterial mit den entsprechenden Kommentaren exemplarisch vorgestellt.
Zum Abschluss des Lehrganges wurden wir noch einmal in Kleingruppen aufgeteilt und sollten das Feedback sowohl schriftlich als auch per Video erarbeiten. Eine sehr interessante Erfahrung. Zwei anstrengende Tage gingen dann mit einer gemütlichen, stress- und staufreien Fahrt zu Ende.
Summa Summarum ein sehr intensiver Lehrgang, der neben netten Freundschaften auch viel Neues gebracht hat. Insbesondere das Lerntool „edubreak“, das uns den ganzen Lehrgang sowohl in der Vor- und Nachbereitung als auch in der Präsenzphase begleitete, ist ein Modul der Zukunft. Hiermit wurden bereits erste Erfahrungen im Coaching von Schiedsrichtern als auch in der Trainerausbildung gesammelt.
Ein Dank gilt den Referenten Florian Huber und Berhard Gutowski vom DFB, Christopher Branch als Verantwortlicher für edubreak und Dennis Borchardt vom DFB für die Organisation. - Christian Henkel -

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