27.08.2020

Dem Fußball verbunden

Zum 10-jährigen HFV-Jubiläum baten wir unseren Hausmeister und Platzwart zum Interview

Lutz Dannenberg. Im Juli wurde das Jubiläum im Beisein der Geschäftsstelle gefeiert

Gemütlich die Rente im eigenen Garten genießen – das ist nichts für Lutz Dannenberg. Als der 75-Jährige vor gut 10 Jahren das Ende seines Arbeitslebens erreicht hatte, stand für ihn schnell fest, dass er nicht nur zu Hause sitzen kann. „Da fiel mir die Decke auf den Kopf.“

So kam es, dass er als Hausmeister und Platzwart beim Hamburger Fußball-Verband anfing. Anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums haben wir ihn zum Interview getroffen.


10 Fragen für 10 Jahre beim HFV

HFV: Wie würdest du deine letzten 10 Jahre beim HFV beschreiben?
Lutz: Im Großen und Ganzen lässt es sich einfach zusammenfassen: angenehmes Arbeiten, gute Arbeitszeiten und tolle Kollegen.

HFV: Was ist deine Aufgabe beim HFV?
Lutz: Ich bin für alles zuständig was Haus und Sportanlagen beim HFV angeht. Als Hausmeister und Platzwart gibt es nichts für das ich nicht für zuständig bin.

HFV: Was macht dir am meisten Spaß an deiner Arbeit beim HFV?
Lutz: In erster Linie, dass ich so arbeiten kann, wie ich es gerne möchte. Ich kann meine eigenen Ideen – z.B. wenn es um das Einrichten eines neuen Schlosssystems geht – einbringen und auch mal ein bisschen selber was basteln. Auch bei den Grünanlagen bin ich mit meinen Kollegen völlig frei und wir können uns mit einbringen und auch immer noch was dazulernen.

„Die Arbeit macht mir viel Spaß“

HFV: Was war eine der größten Herausforderungen in den letzten 10 Jahren?
Lutz: Da gab es vor allem eine Zeit vor etwa 1,5 Jahren. Zuerst waren wir zu dritt im Team, dann hörte mein Kollege Cocker auf und kurz darauf verstarb mein Kollege Heinz. Und plötzlich war ich komplett alleine für die Anlage verantwortlich. Das war sehr viel Arbeit und ich konnte das alles nicht mehr alleine schaffen. Da hatte ich nur noch das Gefühl im Kreis zu rennen und nicht mehr hinterher zu kommen. Aber auch das habe ich irgendwie geschafft.
Generell macht mir die Arbeit aber soviel Spaß, dass es keine richtigen Herausforderungen sind.

HFV: Gab es eine besonders lustige Situation, die dir in den Sinn kommt?
Lutz: So auf Anhieb fällt mir jetzt keine ein. Generell bin ich nicht so der Typ, der die großen Witze reißt. Aber mit meinem Kollegen Cocker gab es einige lustige Situationen.

HFV: Bist du Fußballfan – wenn ja von welchem Team?
Lutz: Als Hamburger schlägt mein Herz für beide Hamburger Teams: HSV und St. Pauli

Trainer mit Herz und Seele

HFV: Spielst du Fußball oder hast gespielt?
Lutz: Ja, Fußball war schon immer ein großer Bestandteil in meinem Leben.

HFV: Wo hast du gespielt und wie lange?
Lutz: Bis zur A-Jugend habe ich beim SV Billstedt-Horn gespielt, im Seniorenbereich dann beim MSV Hamburg. In beiden Vereinen habe ich je 2,5 Jahre die Liga-Mannschaft, beim MSV noch zusätzlich 10 Jahre lang verschiedene Jugendmannschaften trainiert.
Das habe ich all die Jahre mit Herz und Seele gemacht.

HFV: Was macht die Arbeit beim Verband für dich aus?
Lutz: Da fallen mir drei Punkte ein: Erstens die Flexibilität bei meinen Arbeitszeiten. Zweitens die Auswahl meiner Arbeit – sprich ich kann entscheiden wann ich was mache und drittens die Freiheit, die ich bei der Ausführung meiner Arbeit habe: es hängt mir keiner im Nacken, der mir vorschreibt wie ich was zu machen habe.
Und natürlich gefällt mir besonders gut, dass ich weiter im Bereich Fußball tätig sein kann.

HFV: Was wünscht du dir für die nächsten 10 Jahre – nicht nur beruflich, sondern vor allem privat? 
Lutz: Vor allem Gesundheit und dass meine Partnerschaft weiterhin so gut läuft. Und ich wünsche mir, dass ich weiterhin aktiv sein kann, denn dann hat Trägheit keine Chance.