09.08.2021

Aktualisiert: Ansprechpersonen für Schiedsrichter*innen bei Fußballspielen

Mehr Schutz für Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen zur neuen Saison

Damit die neue Saison auch für – oftmals allein agierende – Schiedsrichter*innen gefahrlos erfolgen kann, erinnert der Verbandsschiedsrichterausschuss (VSA) an die zu stellenden Ansprechpartner*innen für die Referees. 


Nachdem es zuletzt hinsichtlich der am 03.08.2021 veröffentlichten Informationen zu den Ansprechpartner*innen für Schiedsrichter*innen einige Irritationen gab, möchten wir diese hiermit gerne klarstellen und Unschärfen konkretisieren.



Laut der aktuellen HFV-Durchführungsbestimmungen ist folgendes für die Herrenmannschaften und bei den Junioren für die A- bis C-Junioren verpflichtend:

Beide am Spiel beteiligten Mannschaften haben eine*n Ansprechpartner*in für die Schiedsrichterin bzw. den Schiedsrichter oder für das Schiedsrichtergespann zu benennen und diesen vor dem Spiel im Spielberichtsbogen einzutragen. 

Folgendes ist seitens der Vereine bezüglich der Ansprechpartner für Schiedsrichter*innen zu berücksichtigen:

• Explizit ist der Name des/ der jeweiligen Ansprechpartner*in im DFBnet einzutragen. Dabei ist dessen bzw. deren Anwesenheit 15 Minuten vor, während des Spiels und bis zum Gang zur Kabine nach Spielende sicherzustellen.
• Der/ die Ansprechpartner*in muss sich 15 Minuten vor dem Spiel persönlich bei dem/ der Schiedsrichter*in bzw. dem Schiedsrichter-Gespann vorstellen und vor, während und nach dem Spiel verfügbar sein.
• Ansprechpartner*innen können auch andere Funktionen bezüglich eines Spiels wahrnehmen.

Sollte, auch nach einer Fristsetzung von 15 Minuten, kein Eintrag der Ansprechpartner *in beider Mannschaften und keine Vorstellung derer vor dem Spiel erfolgt sein, hat dieses Konsequenzen.

Seitens des VSA ist folgendes wünschenswert:

• In kritischen Situationen zur Halbzeit und nach dem Spiel den*die Schiedsrichter*in bzw. das Schiedsrichter-Team bis zur Kabine begleiten.
• Die Ansprechperson soll in Stresssituationen deeskalierend auf seine Mannschaft einwirken.
• Wenn mehrere Offizielle im Spielbericht vermerkt und somit vorhanden sind, sollte weder der/ die Trainer*in noch Co-Trainer*in diese Funktion ausüben. So soll vermieden werden, dass ein Trainer/ Co-Trainer, der den Fokus auf die eigene Mannschaft hat, gleichzeitig als Ansprechpartner für den/ die Schiedsrichter*in dienen soll (Interessenkonflikt). Für den Fall, dass bei Herrenmannschaften keine Offiziellen im Spielbericht vermerkt sind, ist der jeweilige Mannschaftsführer der verantwortliche Ansprechpartner. Bei Jugendmannschaften ist es der/die Trainer*in, sollte niemand anders im Spielbericht als Offizielle vermerkt sein. 

Dieses Vorgehen soll zum Schutz der Schiedsrichter*innen erfolgen in der Hoffnung, Gewaltvorfälle gegen Unparteiische zu minimieren, damit bei allen Beteiligten der Spaß am Fußball im Mittelpunkt stehen kann.

Der VSA bittet um Entschuldigung für eventuelle Irritationen, um Verständnis für seine Interpretationsanmerkungen und wünscht allen Mannschaften einen optimalen Saisonverlauf!