„Alle werden ihr Herz zu 100 Prozent auf dem Platz lassen“ – Die Stimmen der Pressekonferenz

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Große Runde bei der Pre-Match-Pressekonferenz im Stadion Hoheluft – Foto Witters

Dienstagnachmittag, 19. Mai 2026, Stadion Hoheluft: Vier bzw. fünf Tage vor dem großen Showdown auf dem Platz trafen sich die Vertreter*innen der Teams, die am Pfingstwochenende um den LOTTO Hamburg-Pokal der Frauen und Herren spielen – und von einer DFB-Pokal-Teilnahme träumen. Auch die Schiedsrichterin*innen standen bei der Pre-Match-Pressekonferenz Rede und Antwort. 

Im Herren-Finale trifft der SC Vorwärts-Wacker am Samstag, 23. Mai, um 11:30 Uhr auf HEBC. Das Frauen-Finale bestreiten am Sonntag, 24. Mai, um 15:00 Uhr der Walddörfer SV und der FC St. Pauli. 

Herren-Finale: Zwei Vereine auf Titelpremiere aus

Der SC Vorwärts-Wacker steht nach 1998 und 2011 zum dritten Mal im Finale des LOTTO Hamburg-Pokals der Herren. Den Titel gewinnen konnten die Hamburger bislang noch nicht. Seit 2022 ist Ümit Taytanli Cheftrainer der 1. Herren, unter seiner Leitung gelang 2024 der Aufstieg in die Gamesright Oberliga Hamburg. Auch HEBC wartet noch auf den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Zuletzt standen die Eimsbütteler 1983 im Finale des LOTTO Hamburg-Pokals der Herren. Beide Mannschaften kennen sich bestens aus der Gamesright Oberliga Hamburg. Mit Blick auf die jüngsten direkten Duelle dürfte HEBC selbstbewusst ins Finale gehen – die letzten Aufeinandertreffen konnten allesamt gewonnen werden.

Ümit Taytanli (Trainer Vorwärts-Wacker): „Der Pokal ist unser Wettbewerb dieses Jahr. Wir gehen mit breiter Brust in das Spiel und wollen das Ding gewinnen! Vor ungefähr 15 Jahren stand Wacker zuletzt im Finale. Ich war dabei, hier in dem Stadion, mit meinen B-Jugendspielern als Einlaufkids – die Jungs sprechen heute immer noch davon. Insofern ist es für einen Amateurverein wie uns ein super wichtiges Ding, hier im Finale zu stehen – und für den Sieger ist es natürlich eine finanzielle Geschichte.“

Eudel Silva Monteiro (Spieler Vorwärts-Wacker): „Die Vorfreude ist da! Auf diese Konstellation im Finale hätten nicht Viele getippt. Wir haben richtig Bock! Unser Fokus liegt auf diesem Spiel, danach kann man weiterschauen Richtung DFB-Pokal und träumen. Vor allem, weil wir diese Saison schon zweimal gegen HEBC verloren haben. Aber die Liga beschäftigt uns jetzt nicht mehr, es ist eher die Chance, unsere Saison zu retten.“

Trainer Ümit Taytanli, Eudel Silva Monteiro (beide SC Vorwärts-Wacker 04), Jannik Wrede, Trainer Philipp Obloch (beide HEBC; v.l.) – Foto Witters

Philipp Obloch (Trainer HEBC): „Es ist ein Finale, mit dem man nicht rechnen konnte, aber auch das ist Teil des Reizes. Die Vorfreude wächst von Tag zu Tag. Vom dritten Sieg gegen Wacker in Folge kann jetzt keine Rede sein, die Tagesform wird entscheiden, denn es ist ein Finale. Wir wissen, Wacker ist eine Top-Mannschaft. Und wir sind top vorbereitet. Klar wollen wir gewonnen, aber unser erster Auftrag ist, eine gute Performance zu bieten. Die Fans dürfen sich auf ganz viel Herzblut freuen – bei beiden Mannschaften. Alle werden ihr Herz zu hundert Prozent auf dem Platz lassen!“

Janek Wrede (Spieler HEBC): „Die Vorfreude aufs Pokalfinale ist gestiegen, seitdem wir den Klassenerhalt sicher hatten. Das war deutlich spürbar. Das ist das größte Spiel für die meisten Spieler von uns und das drittgrößte des Vereins. Das zeigt, wie cool dieses Spiel ist.“

Für Schiedsrichter Thomas Bauer ist das LOTTO Hamburg-Pokalfinale der Herren 2026 ein ganz besonderer Einsatz: In diesem Jahr leitet der Schiedsrichter vom Rahlstedter SC zum ersten Mal das Endspiel. Der 50-Jährige bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung mit – seit 1993 ist er als Schiri im Einsatz. Mit Spielen bis zur Oberliga und Einsätzen als Assistent in der Regionalliga Nord steht er jahrelang für konstante, sehr gute Leistungen.

Thomas Bauer (Schiedsrichter Herren-Finale): „Es ist gut, dass ich die Erfahrung aus den letzten Jahren habe. Aber jetzt stehe ich in der Mitte und nicht außen, da ist die Aufregung natürlich etwas höher. Ich bin beim Anruf der Nominierung aus allen Wolken gefallen. Es macht mich sehr stolz, nach so langer Zeit dieses Pokalfinale pfeifen zu dürfen. Ich wünsche beiden Teams viel Glück und mir ein gutes Händchen!“

Frauen-Finale: Wiedersehen im Endspiel

Die Frauen des Walddörfer SV reisen mit Rückenwind zum Endspiel an. Nach der gefeierten Meisterschaft in der Oberliga und dem gesicherten Aufstieg in die Regionalliga geht das Team mit viel Selbstvertrauen in das Finale. Dort wartet mit dem FC St. Pauli ein bekanntes Duell: Bereits im Halbfinale der vergangenen Pokalsaison trafen beide Teams aufeinander – damals setzte sich St. Pauli mit 2:1 durch. Für die Frauen des FC St. Pauli ist es bereits die vierte Finalteilnahme in Folge im LOTTO Hamburg-Pokal. Nach den Erfolgen 2023 und 2024 wollen die Kiezkickerinnen erneut den Pokalsieg feiern. Parallel kämpft das Team in der Regionalliga Nord noch um den Klassenerhalt.

Jan-Philipp Kalla (Trainer FC St. Pauli): „Die Spielerinnen sind sehr fokussiert und konzentriert, seit Montag bereiten wir uns intensiv auf das Pokalfinale vor. Der Walddörfer SV ist ein super dominantes Team in dieser Oberliga-Saison gewesen. Sie haben verdient den Meistertitel geholt. Wir kennen das Team aus anderen Jahren – das wird für uns keine leichte Aufgabe. Wir sind in der Liga noch voll im Fokus, das heißt, es gibt keinen Spannungsverlust, das kommt uns zu Gute.“

Annie Mcintosh Kingman (Spielerin FC St. Pauli): „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Wir nehmen Herausforderung an und machen immer weiter – denn wir haben Bock. Es ist ein Vorteil für uns, dass wir in vollem Fokus bleiben, da wir den Klassenerhalt in der Regionalliga noch nicht sicher haben. Da pusht uns das Pokalfinale, und wir sind ready, auch nach dem Finale im Fokus zu bleiben.“

Victor Koopmann (Trainer Walddörfer SV): „Wir drehen diese Woche im Training nochmal an ein, zwei Schrauben – aber das wird kein wildes Ding. Unser Weg diese Saison steht für sich: Wir haben am Allhorn gezaubert, das wird uns in Erinnerung bleiben. Wenn wir einen guten Tag haben, sind wir in der Lage, einiges zu schaffen. Vor so vielen Zuschauern haben wir noch nicht gespielt, die Anspannung ist da.“

Trainer Victor Koopmann, Mirella Tizia Pleqi (beide Walddörfer SV), Annie Mcintosh Kingman, Trainer Jan-Philipp Kalla (beide FC St. Pauli; v.l.) – Foto Witters

Mirella Tizia Pleqi (Spielerin Walddörfer SV): „Die Stimmung im Team ist sehr gut. Die Meisterschale gibt einen Push, eine extra Motivation für das Spiel. Wir wollen Vollgas geben und alles reinhauen. Frauenfußball ist geil, das ist ein Hammer-Spiel mit so vielen Emotionen. Spielerisch treffen zwei Mannschaften aufeinander, die echt was zeigen können – deshalb holt euch unbedingt noch Tickets!“

Mit 28 Jahren gehört Asli Gök bereits zu den prägenden Schiedsrichterinnen im Hamburger Fußball. Die Unparteiische von Altona 93 leitet Spiele in der Frauen-Regionalliga Nord und der Herren-Landesliga und ist als Assistentin in der 2. Frauen-Bundesliga im Einsatz. Nach ihrem ersten Pokalfinale 2024 steht sie nun erneut als Schiedsrichterin im LOTTO Hamburg-Pokalfinale der Frauen auf dem Platz. Eine besondere Anerkennung ihrer Entwicklung – die 2025 mit der Auszeichnung zur HFV-Schiedsrichterin des Jahres gewürdigt wurde.“

Asli Gök (Schiedsrichterin Frauen-Finale): „Mit dem Startpfiff fällt der Druck für mich ab – dann vergesse ich alles drumherum. Ich leite das Finale zum zweiten Mal. Jede Ansetzung ist etwas Besonderes, jedes Spiel ist anders – und ich freue mich riesig drauf.“

Tickets im Vorverkauf

Tickets für beide Endspiele sind weiterhin im Onlineshop erhältlich. Für die Herren gibt es aktuell nur noch Restkarten. Die Pressekonferenz in voller Länge im Re-Live steht auf unserem YouTube-Kanal und auf stream.hfv.de zur Verfügung.