97er-Auswahlmannschaft reiste nach Kopenhagen

Die HFV 97er-Junioren in Kopenhagen - Foto privat

Die Auswahlmannschaft des Jahrgangs 1997 reiste vom 10. bis zum 13. April zu Vergleichsspielen nach Kopenhagen. Am Freitag spielte die Hamburger Auswahl um 16:30 Uhr gegen den FC Kopenhagen, am Samstag stand um 10:30 Uhr die Begegnung mit Nordsjaelland auf dem Programm.

Das Spiel der 97er Auswahl am 11.04. gegen den FC Kopenhagen endete mit einer 0:1 (0:0) – Niederlage. Die Mannschaft aus Kopenhagen trat mit einem Kader aus Spielern des Jahrgangs 1996 an.

Nachdem die 97er-Auswahl am Donnerstag die Überfahrt nach Dänemark gut überstanden hat, folgten auf dem in Nähe des Hotels gelegenen und weitläufigen Gelände des dänischen Clubs Ballerup Skovlunde Fodbold zwei Trainingseinheiten, in denen es galt, sich auf das erste Trainingsspiel am Freitag gegen den FC Kopenhagen vorzubereiten. Der Kader besteht aus einem Kern an Spielern, der sich in den letzten Jahren in der Auswahl etablieren konnte, zu denen Brian Koglin, Jan Kuhle, Gillian Jurcher, Terje Scheffel, Svend Brodersen und Sebastian Kalk, Ante Kutschke, Josef Oshoffa und Gregor Adler gehören. Angereichert wird der Kader um Spieler, die unter Beobachtung des Trainerteams stehen, wie Marcell Sobotta, Rene Jozic, Marvin Kehl, Lennart Keßner, Marcel Peim, Seth Beyer, Moritz Rosemeier, Moritz Hintelman und Mete Sahin. Bisher etablierte Spieler des HSV, wie Dren Feka, Mazlum Oruk, Mustafa Ercetin, Ahmet Colak und Frank Ronstadt nehmen an der Fahrt aufgrund einer Turnierbeteiligung im Ausland nicht teil. Ziel der Maßnahme ist es somit, im Sinne einer genaueren Bestandsanalyse zu schauen, ob der „2. Anzug“ passt.

Unter optimalen Trainingsbedingungen konnte praktisch und theoretisch zu den Schwerpunkten Spielaufbau, Standards/Eckball und kollektives Abwehrverhalten gearbeitet werden. Im Spiel gegen die U18 des FC Kopenhagen gelang es der HFV-Elf schon ganz gut, das Spielkonzept des Trainerteams umzusetzen. Schwächen im Bereich des Spielaufbaus sollen dann am Sonntag im Spiel gegen Nordsjaelland abgebaut sein, so die Hoffnung der Trainer.
Die starke Kopenhagener Vertretung verlangte der HFV-Elf alles ab: Mit weitläufig-variablem Spiel und häufigen Spielverlagerungen wurden die Hansestädter besonders läuferisch gefordert. Die robuste Spielweise der Dänen und die körperliche Überlegenheit stellten weitere Herausforderungen dar. Unbeeindruckt davon stemmte sich die HFV-Elf dagegen, erspielte sich besonders im 2. Durchgang Torchancen, ohne jedoch zu vollenden. So z.B., als Oshoffa unvermittelt nach guter Vorarbeit vor dem Torhüter stehend es nicht vermochte, den Ball ins Tor zu bugsieren. Weitere Möglichkeiten boten sich Jurcher, der immer wieder mit Distanzschüssen den Torhüter zu prüfen versuchte. Erfreulich in dem Spiel die Bereitschaft der Spieler, mit wenigen Ballkontakten und immer wieder mit zügigem Direktspiel sich von der Umklammerung des Gegners zu befreien. Hervorzuheben wären in der Rückschau der gute Auftritt von Sobotta und Keßner, die mit tüchtiger Laufarbeit defensiv überzeugen und nach vorne Akzente setzen konnten; ebenso Jozic, der in souveräner Weise und gefällig auf der rechten Seite in beide Richtungen agierte. Die Torhüter Brodersen und Kalk boten der Mannschaft einen stabilen Rückhalt.

Die 0:1-Niederlage geht im Ergebnis aus der Sicht der Trainer in Ordnung; um das eine Tor war der Gegner eben besser.

Am Ende des Spiels musste die Hamburger Vertretung heute eine unglückliche wie unnötige Niederlage hinnehmen: In der Schlussminute gelang dem Gegner dem FC Nordsjaelland, der mit einem gemischten Team aus U17- und U19-Spielern antrat, der 3:2 Siegtreffer.

Auf der „heimischen“ Anlage des Ballerup Skovlunde FC erwischten die U17 des HFV den besseren Start. Insbesondere die Vorgabe eines kontrollierten Spielaufbaus wurde konsequenter umgesetzt als noch im 1. Spiel 2 Tage zuvor. Lediglich im vorderen Spielfelddrittel agierten die Hamburger noch zu hektisch und brachten die Mannschaft aus Nordsjaelland daher kaum in echte Bedrängnis. Spätestens nach der Anfangsviertelstunde aber wurden die Angriffe gefährlicher, vor allem wenn über das Zentrum schnell nach Außen gespielt wurde. So fiel auch das 1:0 in der 19. Spielminute, als Moritz Rosemeier nach einem Doppelpass von rechts in den Strafraum eindringen und ins Zentrum ablegen konnte: Ante Kutschke, für den es nach längerer Verletzungspause einer der ersten Einsätze war, vollendete gekonnt. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeitpause.

In der 2. Halbzeit änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig. Nordsjaelland versuchte es meist mit Kurzpässen durch das Zentrum. Gefährlich für die Hamburger wurde es vor allem dann, wenn es nicht gelang, Druck auf die sich immer wieder geschickt zwischen die Linien der HFV-Auswahl lösenden Angreifer auszuüben. Etwas untypisch nach einem langen Ball über die Viererkette des HFV fiel dann allerdings in der 50. Minute des Ausgleich, als die Hamburger nicht entschlossen genug nach vorne aufgerückt waren.

Bis zur Antwort des HFV dauerte es dann aber nur 8 Minuten: Gillian Jurcher zog vom linken Strafraumeck hinein ins Zentrum und konnte den gegen die Sonne blickenden Keeper des Gegners etwas glücklich zum 2:1 überwinden.
Es folgte eine sehr hektische Phase des Spiels, in der die Dänen alles versuchten, die Hamburger in Bedrängnis zu bringen und zum Ausgleich zu kommen. Dabei ergaben sich allerdings vor allem exzellente Kontermöglichkeiten, u.a. durch Sobotta, Kehl und Sahin. Eigentlich hätte die HFV-Auswahl nach 75 Minuten das Spiel mit einer klaren Führung für sich gestalten müssen. Doch dann nutzten die Dänen ein unnötiges Dribbling im Mittelfeld zum Ballgewinn und schnellen Umschalten in die Spitze und schließlich zum 2:2 Ausgleich. Doch damit nicht genug: Nach einem Eckball in der Schlussminute für Nordsjaelland wertete der Schiedsrichter den Einsatz vom HFV Keeper Sebastian Kalk als Foul und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Diese Möglichkeit ließen sich die Dänen nicht nehmen und besiegten Hamburg damit am Ende mit 3:2.

Auch wenn es mit einem Unentschieden oder gar Sieg des HFV am Ende nichts wurde, so war die Fahrt nach Kopenhagen insgesamt doch eine sehr wertvolle Maßnahme für die Auswahl des Jahrgangs 1997. In zwei sportlich anspruchsvollen Matches gegen spielstarke Teams mussten die Hamburger an ihre Leistungsgrenzen gehen. Vor allem war die Reise eine Möglichkeit für Spieler, die in der Vergangenheit noch nicht oder nur selten für solche Auswahlmaßnahmen berücksichtigt wurden, ihr Können im HFV-Dress unter Beweis zu stellen. Sportlich fiel besonders Sobotta auf, der in jeder Hinsicht überzeugen konnte. Auch Keßner und Jozic konnten auf sich aufmerksam machen. Rosemeier zeigte gute Ansätze, muss aber noch an der Konstanz arbeiten.
Alle Spieler zeigten auf und auch neben dem Platz ein vorbildliches Verhalten und vertraten den HFV in angemessener Weise. Die Einladung für die Spieler des Jahrgangs 1998 für das kommende Jahr wurde jedenfalls nachdrücklich ausgesprochen.

Johann Gregor Adler (FC St. Pauli), Svend Brodersen (FC St. Pauli), Moritz Hintelmann (Eintracht Norderstedt), Rene Jozic (Eintracht Norderstedt), Gillian Jurcher (FC St. Pauli), Sebastian Kalk (FC St. Pauli), Marvin Kehl (FC St. Pauli), Lennart Keßner (Eintracht Norderstedt), Brian Koglin (FC St. Pauli), Jan Kuhle (FC St. Pauli), Josef Oshoffa (FC St. Pauli), Marcel Peim (Eintracht Norderstedt), Moritz Rosemeier (Eintracht Norderstedt), Terje Scheffel (FC St. Pauli), Marcell Sobotta (FC St. Pauli), Mete Sahin (SV Nettelnburg-Allermöhe), Ante Kutschke (FC St. Pauli), Seth Beyer (SV Nettelnburg-Allermöhe)

Victor Toluwalore Medaiyese (Eintracht Norderstedt)

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