Hamburger Meisterschaft Fußball im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (KM)

Am Donnerstag, den 26. Mai um 10 Uhr war ein besonderer Tag. Warum?
Endlich hatte das lange Warten ein Ende. Schon seit Januar sprachen manche Schüler von kaum etwas anderem. Die Fußballer der vier Hamburger Förderschulen-KM fanden sich zu den diesjährigen Meisterschaften in Hamburg Marmstorf ein. Wie immer bestens organisiert von der Schule Elfenwiese traten die Klassen 1 bis 4 auf einem kleinen Feld und die Klassen 5-10 auf einem großen Fußballfeld gegeneinander an. Dabei hat es das Große Team der Elfenwiese schwer getroffen. Von sieben Spielern auf dem Platz, fehlten drei durch Verletzung oder Krankheit und die Ersatzspieler mussten ran. Die Aufgaben des
Schiedsrichters und zum Teil auch der „Trainer“ werden traditionell von den bald schwer vermissten Zivildienstleistenden gestellt, die mit großem Engagement ihre verschiedenen Aufgaben nachkommen.

Warum das alles etwas Besonderes ist? Hier können sich Schüler (es sind in den Schulen mehr Jungs und beim Fußball fast ausschließlich) mit großen und kleinen Handicaps, die sich vor allem auf die Bewegungsfähigkeit und in deren Folge auch auf ihr Lernvermögen auswirken mit „Gleichen“ messen und erfahren, dass sie auch „erfolgreich“ sind. Diese Stärkung des Selbstwertgefühles wird durch den zusätzlichen therapeutischen Effekt von Koordinations- und Orientierungsfähigkeit erheblich unterstützt und ist bewusster Teil der Zusammenführung von Therapie und kompetenzorientierter Pädagogik.
Das die Elfenwiesler sich so über den 2. Platz freuen könnten zeigt, dass dies „sich-messen“ nicht zur Abwertung der Anderen führen muss. 
Ein dickes Dankeschön von allen Beteiligten an die Organisation der Schule Elfenwiese (Tasja Angelstein, Oliver Häfelinger, Birgit Koch) und den Mann am Mikrophon und der Musik Hartmut Bulaczyk. Wir alle freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Tabelle:
 

Platzierung Primarstufe Klasse 1-4 Sekundarstufe Klasse 5-10
1. Platz Hirtenweg Kurt-Juster
2. Platz Tegelweg Elfenwiese
3. Platz Elfenwiese Hirtenweg
4. Platz Kurt-Juster -


Platzierung Primarstufe
Klasse 1-4 Sekundarstufe
Klasse 5-10
1. Platz Hirtenweg Kurt-Juster
2. Platz Tegelweg Elfenwiese
3. Platz Elfenwiese Hirtenweg
4. Platz Kurt-Juster - - -
 

Bericht   Sabine Wesling



Einweihung des ersten Mini-Spielfeldes in Hamburg in der Schule Am Falkenberg

Der Ehrenspielführer der Deutschen Fußballnationalmannschaft und Ehrenbürger Hamburgs – Uwe Seeler – hat zusammen mit dem HFV-Ehrenpräsidenten Dr. Friedel Gütt - am Freitag, d. 25.01.2008 den Referenzplatz des Hamburger Fußball-Verbandes feierlich und offiziell eröffnet. Staatsrat Andreas Ernst, HFV-Präsident Dirk Fischer, viele Vertreter des HFV und zahlreiche Gäste freuten sich zusammen mit Schulleiter Jens Bendixen-Stach. Dieser betonte in seiner Begrüßungsrede, wie nützlich und wertvoll dieser neue Platz für die Schule und alle Kinder der Umgebung sein wird. „Das Spielfeld ist ein weiterer  Baustein für die sportbetonte Schule am Falkenberg und kommt dem gesamten Stadtteil zugute.“

Ehrengast Uwe Seeler betonte: „Es ist gut, dass auch die Kinder aus der Umgebung Gelegenheit haben werden, hier zu kicken. Früher haben wir das auf Bolzplätzen getan. Schön, dass die Bolzplätze so wieder entdeckt werden.“

Staatsrat Andreas Ernst bedankte sich im Namen des Senats und der Schulbehörde und freute sich auf weitere 18 Minispielfelder in Hamburg“. HFV-Präsident Dirk Fischer bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen, die es möglich gemacht haben, den Platz in Neugraben zu errichten und lobte diese gelungene Aktion.

Dieser Platz hat Modellcharakter für weitere 18 DFB-Minispielfelder (von insgesamt 1000 Minispielfeldern Deutschlandweit), die im Bereich des Hamburger Fußball-Verbandes noch in diesem Jahr fertig gestellt werden sollen. Anschließend ging es ans Kicken. Grundschüler der Schule am Falkenberg spielten gegen Spieler vom Kooperationspartner HNT auf dem Polytan – Kunstrasen der neusten Generation, während Uwe Seeler viele, viele Autogrammwünsche gern erfüllte.
 
Die Spieler der Schule und des HNT mit (v.l.n.r) HFV-Ehrenpräsident Dr. Friedel Gütt, Uwe Seeler, Staatsrat Andreas Ernst, Schulleiter Jens Bendixen-Stach und HFV-Präsident Dirk Fischer
 
Foto: Sportfoto Gettschat
Mehr Fotos zu der Einweihung des Minispielfeldes finden Sie auf der Homepage von Sportfoto Gettschat: www.sportfoto-gettschat.de
 

 

DFB-Mini-Spielfelder

  
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat Anfang April 2007 beschlossen durch einzelne Projekte gezielt in die Nachhaltigkeit der Fußball-Weltmeisterschaft zu investieren. Das umfangreichste Projekt dieses Vorhabens ist die Bezuschussung des deutschlandweiten Baus von 1000 Mini-Spielfeldern. Der DFB stellt für den Bau der so genannten Bolzplätze einen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung, der durch Mittel aus dem UEFA-HatTrick-Programm noch aufgestockt wird.
„So wie früher, muss der Fußball auch außerhalb des Vereins nah an die Menschen kommen. Fußballspielende Kinder und Jugendliche gehören wieder mehr in das Bild unserer Städte und Dörfer in Deutschland“, sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

Definition Mini-Spielfeld:
Den Begriff „Mini-Spielfeld“ definiert der Deutsche Fußball-Bund als ein modernes Fußball-Kleinspielfeld, das mit Gummigranulat gefülltem Kunstrasen, inklusive einer elastischen Tragschicht sowie Banden mit integrierten Toren ausgestattet ist. Die Platzmaße betragen dabei circa 13 Meter mal 20 Meter, wobei Umgangs- und Erschließungsflächen hinzu kommen.
 
Die 1000 Plätze werden auf die 21 DFB-Landesverbände aufgeteilt. Die Aufteilung orientiert sich an der Anzahl der gemeldeten Mannschaften pro Landesverband. Die Entscheidung über die Vergabe der einzelnen Plätze innerhalb eines Landesverbandes treffen landesweit zuständige Steuerungsgruppen. 
  
Im Rahmen des Projekts finanziert der DFB alle zu erbringenden Leistungen oberhalb eines aufbereiteten Grundstücks.
Die Aufbereitung des Grundstücks, auf dem ein Mini-Spielfeld entstehen soll, muss nach Richtlinien erfolgen, die der DFB zentral vorgibt. Vorleistungen an Grundstücken, die jeder Bewerber selber zu tragen hat und die bauamtlich abgenommen werden müssen, sind erst erforderlich, nachdem ein Bewerber den Zuschlag für den Bau erhalten hat.
Die Plätze werden vorzugsweise auf Schulgeländen entstehen. Ein wichtiges Kriterium für den Zuschlag ist, dass die Mini-Spielfelder täglich für einen möglichst langen Zeitraum zugänglich sind.

       

Dr. Theo Zwanziger                                                      Beispiel für ein Mini-Spielfeld