Interkulturelles Projekt Auf Ballhöhe stellt sich vor

Auf Ballhöhe - Interkulturelle Bildung für Jugendliche

Sehr geehrte Damen und Herren,
herzlichen Dank für Ihr Interesse am interkulturellen Fußball-Projekt "Auf Ballhöhe".

Im Rahmen des Projektes nehmen seit 2004 jugendliche Fußballspieler und Schiedsrichter am größten Jugendturnier des afrikanischen Kontinents, dem Metropolitan Premier Cup in Kapstadt / Südafrika (www.premiercup-bayhill.co.za), teil.

Weiterhin wird der Austausch von jungen Sportlern zwischen Südafrika und Deutschland angeregt und durch Aktivitäten vor Ort (Freundschaftsspiele, gemeinsame Trainingseinheiten, Besuch und Unterstützung eines Kindergartens, gemeinsame Zeit mit anderen Teams, etc.) das gegenseitige Verständnis und der Fußballsport gefördert. Dadurch sammeln die Teilnehmer interkulturelle Erfahrungen und Kompetenzen, die positiv auf ihr jeweiliges gesellschaftliches Umfeld ausstrahlen.

Das gesamte Projekt unterliegt einem steten Entwicklungsprozess und wir freuen uns über Hinweise und Ihre Anregungen.


Weitere Infos gibt es auf www.aufballhoehe.de

Bastian in Kapstadt

Liebe Förderer und Interessierte des Projektes,

in der Zeit vom 11.01. bis 01.03. 2012 wird erstmalig ein entsendeter Freiwilliger des Projektes „auf Ballhöhe“ bei unseren Projektpartnern Khayelitsha/Kapstadt über einen mehrwöchigen Zeitraum ehrenamtlich tätig sein. Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Schritt umsetzen können.
Bastian (Foto rechts) hat sich bereits in Deutschland sozial engagiert und u.a. auch ein Praktikum als Schüler beim Hamburger Fußball-Verband gemacht. Er möchte seine Erfahrungen nun, bevor er im März mit dem Studium beginnt, im Ausland anwenden sowie neue Erfahrungen sammeln.
Nach intensiven Vorbereitungs- und Abstimmungsgesprächen befindet er sich nun auf dem weg nach Südafrika. Wir laden Sie herzlich ein, ihn auf seiner Reise, die natürlich auf Ballhöhe stattfindet, zu begleiten.
Bastian wird uns in diesem Zeitraum regelmäßig über den Stand der Projekte vor Ort informieren und Einblicke in seine persönlichen Erlebnisse und Gedanken geben.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in seinem Blog und auf Ihre Gedanken, die Sie uns gerne schreiben können.

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian in Südafrika Teil 10: „Ein Lächeln auf dem Mund ist wichtiger, als ein Iphone in der Hand.“

„Ein Lächeln auf dem Mund ist wichtiger, als ein Iphone in der Hand.“
Nach nun etwa 10 Tagen im kalten Deutschland hab ich mich wieder gut an alles gewöhnt.
Die 1 ½ Monate in Südafrika vergingen viel zu schnell und die Zeit war einfach zu kurz.
Im Nachhinein würde ich sagen, hat sich mein Aufenthalt dort sehr gelohnt und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Besuch dort war. Wie vorher mit Matthias Eiles besprochen, soll mein Aufenthalt wenn möglich nichts Einmaliges werden. Damit ist gemeint, dass ich durch das kleine Netzwerk aus Menschen, welches ich mir dort aufgebaut habe, bei einem Zweitbesuch dort anknüpfen kann.
Viel unterstützt hat mich während meiner Zeit in Kapstadt, Thembeka, die rechts auf dem Bild mit mir zu sehen ist. Thembeka ist selber in einem Township aufgewachsen. Sie ist als Ansprechpartner von der VPUU für viele Menschen aus den Townships sehr beliebt und angesehen.  Thembeka ist auch eine Person, mit der ich in Zukunft in Kontakt bleibe und die mir bei einem nächsten Besuch sicher sehr unter die Arme greifen wird.

Bastian und Thembeka - Foto: privat

Was mir immer noch nicht aus dem Kopf geht, ist die Feststellung, dass die Menschen aus den Townships mit dem was sie haben, sehr glücklich sind. Ich würde nicht behaupten, dass die Township-Einwohner es nicht anders kennen, denn fast jeder von ihnen war schon einmal in Kapstadt und hat das „für uns normale Leben“ gesehen. Viel mehr hat das ganze meiner Meinung nach etwas mit der Mentalität zu tun. Die Menschen dort Leben nach dem Motto: „Wir nehmen das Leben wie es kommt“. Eine Frau aus dem Township sagte mir: „Ein Lächeln auf dem Mund ist wichtiger, als ein Iphone in der Hand.“
Diese Erfahrungen und das Lebensmotto habe ich auch für mich mit nach Deutschland genommen.
Mein Blog ist hiermit nun vorbei und ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick darüber geben, was ich dort unten so getan habe.
Bedanken möchte ich mich in erster Linie bei „Auf Ballhöhe“ und besonders bei Matthias Eiles, der das ganze überhaupt für mich möglich gemacht hat und das meiste organisiert hat.
Ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Mal in Südafrika war.
Euer Bastian

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian in Südafrika Teil 9

Die Wanderung auf den Tafelberg hat sich mehr als gelohnt. Die Aussicht ist wirklich fantastisch von da oben. Wie in meinen vorherigen Blogs schon angedeutet, wollte ich ja noch ein paar Fußball-Trikots verteilen. Die Royal Academical Institution Belfast hat eine wirklich großzügige Spende gegeben. 3 Mannschaftssets und etliche Trikots in Kindergrößen von sämtlichen bekannten Vereinen. Die Sachen habe ich zusammen mit Iris Henkel aufgeteilt.
 
Einen Teil habe ich gestern an eine Fußballmannschaft in Khayelitsha übergeben. Der Trainer dieser Mannschaft heißt Mr. Big. Zumindest nennt ihn jeder hier so. Und wenn ich jeder sage, meine ich das auch, denn das halbe Township kennt diesen Mann. Mr. Big veranstaltet, wenn er mal nicht seine Fußballmannschaft trainiert, viele Events gegen Kriminalität in Khayelitsha. Mr. Big ist von der Kolping-Gesellschaft bzw. Kolping-Familie, die auch ein Partner von „Auf Ballhöhe“ ist. Ein Mannschaftsset habe ich seiner Mannschaft übergeben, wie auf den Fotos zu sehen. Wirklich ein perfekter Abschluss für meinen Aufenthalt hier. Die Spieler waren sehr aufgeregt, haben sich riesig gefreut und sich etliche Male bedankt.


 
Und vor allem habe ich gesehen, dass die Spende hier wirklich gut gebraucht wird, denn Trikots um Teams zu bilden gab es hier vorher nicht. Insgesamt trainieren hier täglich 2 Mannschaften. Eine Gruppe mit über 18 jährigen, welche das Team Set bekommen hat und eine Gruppe mit unter 18 jährigen, welche einige der Kindertrikots von sämtlichen Vereinen bekommen hat. Trainiert wird auf Beton, mit nur einem Fußball für beide Teams. „Somit müssen die einen immer auf die anderen warten“, erzählte mir Mr. Big. 


 
Mr. Big lud mich nach der Übergabe noch zu sich Nachhause ein. Er scheint wirklich für die Gemeinde zu leben. Und selber lebt er in einer kleinen Hütte mit 2 kleinen Räumen, zusammen mit seiner Frau und seinen 3 Kindern. Bevor ich mich von ihm verabschieden konnte musste ich ihm versprechen, dass ich bald wiederkomme und wir zusammen etwas auf die Beine stellen. Ich soll ihn dann einen Tag vor meinem Abflug anrufen, damit er bescheid weiß das ich vorbei komme.  Und Mr. Big hat mich dazu überredet, dass ich einen Schafskopf probiere. Mit dem Gehirn auf dem Teller sah das ganze nicht so appetitlich aus, aber das Fleisch hat sehr gut geschmeckt.


 
Jetzt sitze ich hier und kann einfach nur sagen, dass die Zeit viel zu schnell vorbei ging und 1 ½ Monate nicht genügend Zeit ist um ein Land wirklich kennen zu lernen. Es war also mit Sicherheit nicht mein letztes mal hier unten...


 
Heute fliege ich wieder ins kalte Deutschland und werde von dort aus nochmal einen Blogtext schreiben.


 
Ein letztes Mal schöne Grüße aus Kapstadt und bis bald

 
Basti

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian in Südafrika Teil 8

26.02.2012 - Am letzten Dienstag ging es für mich mal nicht nach Khayelitsha, sondern nach Lavender Hill. Der Name klingt schön, aber der Ort ist es eher weniger. Lavender Hill wird wie Khayelitsha als Township bezeichnet. Nur stehen hier kaum Shacks, sondern überwiegend heruntergekommene lange Häuserreihen, wie man im Fotoalbum der New World Foundation sehen kann. Diese Organisation war der Grund für meinen Besuch in Lavender Hill.  Durch „Auf Ballhöhe“ bin ich mit dieser Organisation in Kontakt getreten um eventuell auch hier ein paar Trikots zu spenden. Zusammen mit einem anderen deutschen Volunteer von dieser Organisation habe ich ein Fußballtraining an einer Schule besucht.
Betritt man die Schule, stößt man erst einmal auf Schilder mit der Aufschrift: „Pistolen sind hier verboten. Wenn sie eine Waffe dabei haben, geben sie diese bitte ab und holen sie nach der Schule wieder ab.“
Daraufhin erzählte mir der Volunteer, dass Lavender Hill bekannt sei für seine verschiedenen Gangs die sich gegenseitig erschießen.
Beim Fußballtraining machten wir ein kleines Turnier mit etwa 20 Kindern im Alter von 11 – 15 Jahren. Gespielt wurde auf einem kleinen Sandplatz auf dem Schulgelände, wie man auf dem Foto gut erkennen kann. Das Training ist kein Schulpflichtprogramm, sondern freiwillig. Aus diesem Grund wird zu jedem Training eine Teilnehmer-Liste erstellt. Wenn man die Kinder nach ihren Namen fragte, wussten sie diesen. Nur mit dem Geburtsdatum wurde es schon schwieriger. Kaum einer wusste seinen genauen Geburtstag. Höchstens das Geburtsjahr. Das fand ich schon ziemlich erschreckend.
Gestern ging es dann wieder nach Khayelitsha um Interviews mit 2 Tanzgruppen zu machen.
Da heute keine Wolken am Himmel zu sehen sind, werde ich jetzt den Tafelberg zum ersten Mal zu Fuß erklimmen.
Natürlich mit Kamera!
 
Bis demnächst
 
Euer Basti

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian in Südafrika Teil 7

19.02.2012 - Am Donnerstag war ich wieder bei einigen Projekten. Diesmal war ich in einem Jugendhaus namens „Dazerus House Project.“ Hier halten sich nicht nur Jugendliche nach der Schule auf, sondern auch ca. 40 Frauen, die nähen und basteln. Wie zum Beispiel diese kleinen Gitarren (siehe Foto) , die man als Schlüsselanhänger benutzen kann.

Danach besuchte ich noch eine Kinder-Tanzgruppe. Es ist einfach unglaublich, wie die Kleinen hier schon von Kindesbeinen auf an mit der Musik aufwachsen. Die Kinder in der Gruppe zwischen 4-7 Jahren haben ein Rhythmusgefühl und können tanzen – das ist unfassbar. In Deutschland hab ich noch kein Kind gesehen, dass sich so zum Rhythmus  bewegen konnte wie es hier fast alle Kinder können.

Gestern wollte ich nach einem Besuch im Büro der VPUU aus der Bahn aussteigen, was mir fast nicht gelungen ist. Die Regel:“ Erst aussteigen, dann einsteigen lassen“, kennt hier kaum jemand. Hier geht es eher nach dem Motto:“ Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Da ich zum Glück relativ groß bin, konnte ich mich am Türrahmen festhalten und rausziehen.
Übrigens muss ich mir hier alle 2-3 Wochen Strom im Supermarkt kaufen. Dort bekommt man eine Rechnung mit einem Code, den man dann an einem Stromkasten eintippen muss, um Elektrizität zu haben. Wenn der Strom mal ausgeht, steht man im Dunkeln.
Nächste Woche werde ich die New World Fundation besuchen, denen ich später einige der gespendeten Fußballtrikots aus der Royal Academical Institution aus Belfast/Nordirland übergeben werde.
 
Ich halte euch auf dem Laufenden,
 
Basti 

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian in Südafrika, Teil 6: African Music

 Am Dienstag ging es spät nach Khayelitsha, um 2 Jugendprojekte zu besuchen. Beide Gruppen machen Gospel Musik und schauspielern. Und meiner Meinung nach sind beide Gruppen von ihrer her Leistung sehr gut. Das Problem, das beide haben, ist die Förderung. Hier kommt die VPUU ins Spiel, die beide Projekte mit Trommeln, Mikrophonen und Kostuemen unterstützt. 10% des Preises müssen sie aber selber bezahlen, um den Wert der Sachen schätzen zu lernen.

Die Gruppe „Soul Connections“ besteht aus etwa 40 Mitgliedern und geprobt wird in einem ca. 25 Quadratmeter großen (kleinen) Raum. Gerade genug Platz zum Singen und Klatschen. Allerdings probt diese Gruppe auch noch Tänze in diesem Haus.
Wovon ich noch gar nicht richtig erzählt habe, ist von der Umgebung in der ich wohne. Ich wohne etwa 200 Meter von der Bahn entfernt und 500 Meter von der Straße wo das Leben stattfindet. Man kann sagen, dass diese Gegend eine eher „reichere“ Gegend ist. Deshalb steht auch vor jedem Haus eine Mauer oder ein Zaun, wie man gut auf dem Bild sehen kann. Sicherheit ist hier also top und meine Stamm-Fußballbar hab ich auch schon längst gefunden.

Da „Auf Ballhöhe“ noch Fußballtrikots von einer Mannschaft aus Nordirland hat, werde ich diese nun mit Vergnügen an einige Fußballmannschaften aus den Townships verteilen. Auf die strahlenden Kinderaugen bin ich schon gespannt und werde diese natürlich mit Fotos festhalten.
Bis Bald
Basti

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian aus Hamburg in Südafrika Teil 5

Am letzten Samstag war ich auf dem monatlichen VPUU Meeting, in dem die Fortschritte von Projekten vorgestellt werden.  Auch ich wurde von Thembeka als Volunteer mit den Worten vorgestellt: „Ich habe ein Kind adoptiert. Sein Name ist Basti...“
 
Unglaublich was diese Organisation schon alles auf die Beine gestellt hat. Von Kindergärten über Autowaschanlagen bis hin zu dem ersten richtigen Café in Khayelitsha. Sogar ein Programm für die Bekämpfung von Ratten gibt es, da ein Teil der Township-Bewohner am Rande eines Sumpfgebietes lebt. Für diese Menschen bedeutet es einerseits, dass ihre Behausung jeden Winter 2-3 Monate kniehoch unter Wasser steht und sie andererseits ein Übermaß an Mücken und Ratten plagt... Ihnen bleibt aber sonst keine andere Möglichkeit – außer die Obdachlosigkeit.
 
Am Montag ging es dann wieder nach Khayelitsha. Übrigens immer mit dem Taxi. Taxis  sind für die Menschen hier Kleinbusse, die alle so aussehen wie auf dem Bild. Gestern waren wir 19 Personen in solch einem Transporter. Einfach nur unglaublich unbequem, aber die Taxi-Fahrer lassen das durch ihre selbstmontierten Bassboxen und lauter Musik meist schnell in Vergessenheit geraten.
 
Dann traf ich mich mit Zandile, eine  Community Facilitatorin, in einem Teil des Townships namens Monwabisi Park. Das Besondere an dem Bereich ist, dass er auf einer Sanddüne liegt. Man sollte sich nur nicht vorstellen wie es hier bei Regen aussieht.
 
Zandiles Aufgabe war es, mich zu den Projekten zu bringen und mich vorzustellen, so dass ich ein paar Fragen stellen kann und fotografieren konnte. Es ging also in einen Kindergarten und Zandile warnte mich schon, dass die Kinder hier völlig die Fassung verlieren, wenn ein Weißer kommt. Und sie hatte kein bisschen übertrieben. Als ich den Raum betrat, liefen ungefähr 12 Kinder aus dem Kindergarten auf mich zu und alle klammerten sich an meine Beine. Ich habe noch nie so viele glückliche Kinder auf einmal gesehen. Als ich mich dann befreien konnte, zeigte mir Zandile ein Jugendhaus, dass ich in der nächsten Woche noch einmal besuche.

Heute werde ich ein Jugend-Tanzprojekt besuchen und in den nächsten Tagen davon erzählen.
 
Bis dahin
 
Warme Grüße aus dem heißen Kapstadt

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian aus Hamburg in Südafrika Teil 4

Mittlerweile komme ich nun schon alleine nach Khayelitsha, was hier gar nicht so einfach ist. Gerade gestern kam die Bahn zur Rush-Hour eine halbe Stunde zu spät und das nicht zum ersten Mal in den letzten Tagen.
Am Montag fuhr ich zusammen mit der VPUU Mitarbeiterin Puleng mit dem Bus nach Khayelitsha. Wenn man aus dem Bus in Khayelitsha aussteigen möchte, drückt man einfach auf den Stop-Knopf und der Busfahrer hält sofort - auch ohne Bushaltestelle. Sie stellte mir die Community Facilitators vor. Welche sozusagen als Vermittler für die VPUU in den Townships arbeiten und dort auch meist selber aufgewachsen sind. Danach bot mir ein älterer Mann, den sie auch ihren Präsidenten nennen, eine Rundtour mit seinem Auto an. Wir fuhren los und er erklärte mir unter welchen Umständen die Menschen hier leben. Als Familie teilt man sich hier eine Dixi Toilette mit 5 anderen Familien. Die durchschnittliche Kinderanzahl einer Familie liegt bei 4 Kindern...
In der nächsten Woche geht es dann richtig los für mich. Meine Hauptaufgabe wird darin bestehen, möglichst viele Projekte zu besuchen. Diese Projekte werde ich dann porträtieren und einige Fotos und Texte auf diese Seite stellen.
Es warten also viele Fotos und garantiert interessante Berichte auf euch!
Bis dahin
Basti

Auf Ballhöhe - Blog von Bastian Teil 3

Entschuldigt die späte Rückmeldung...
Wie ich jetzt selber feststellen musste - nachdem Matthias Eiles mich schon vor meinem Abflug darauf hingewiesen hatte - nehmen einige Dinge hier einfach mehr Zeit in Anspruch als gewohnt.  Ein Beispiel: Wie komme ich an einen mobilen Internetzugang für meinen Laptop?  Das habe ich jetzt geschafft und somit wieder Zugang zum Internet.
Seit nun 5 Tagen wohne ich nicht mehr in der Innenstadt Kapstadts, sondern etwas außerhalb. Der Stadtteil nennt sich Observatory. Zusammen mit 2  Südafrikanern, die hier studieren, wohne ich in einer WG. 
 
Letzten Montag habe ich als Volunteer bei der VPUU angefangen. Die VPUU ist ein Programm zur Gewaltprävention in städtischen Armenvierteln. Die Organisation beinhaltet über 200 Projekte, die alle in einem Township stattfinden. Townships sind Wohnsiedlungen, die während der Apartheid für das ärmere Volk gegründet wurden. Das Township in dem die VPUU arbeitet heißt Khayelitsha und hat über 600.000 Einwohner. Mehr Informationen über die VPUU könnt ihr hier lesen.
Die VPUU kooperiert mit „Auf Ballhöhe“ und hat unter anderem auch schon beim organisieren von Turnieren mitgeholfen. Leiter des Programms ist Michael Krause, der mir meine jetzige Unterkunft organisiert hat und mich zudem in seiner Organisation bestens platziert hat. Ich arbeite zusammen mit der Südafrikanerin Thembeka. Von Montag bis Mittwoch war es meine Aufgabe zu „filen“. Heißt Ordner für die Projekte erstellen und Projektdokumentationen sortieren. Für den Anfang genau die richtige Aufgabe, da ich jetzt einen guten Überblick über die große Anzahl an Projekten habe und ungefähr einschätzen kann, wo welches Projekt in Khayelitsha stattfindet.
Das ganze konnte ich heute nur bestätigen, als ich mit Thembeka das erste Mal in Khayelitsha war. Etwa 30 Auto-Minuten entfernt leben die Menschen hier in schwer vorstellbaren Verhältnissen.
Thembeka hat mir einige Township Bewohner, die als Freiwillige für die VPUU arbeiten vorgestellt. Alle von ihnen waren sehr zuvorkommend und vor allem sind die Menschen hier sehr herzlich und fröhlich. Die Atmosphäre und das Temperament der Menschen ist hier völlig anders. Nach dem ersten Besuch kann ich das noch nicht so gut einschätzen. Am Montag und Dienstag kommender Woche, werde ich wieder in Khayelitsha sein, um zu besprechen bei welchen Projekten ich mithelfen kann.
 
Davon werde ich euch natürlich berichten.