22.11.2017

Stephan Kerber ist der neue Verbandstrainer im Hamburger Fußball-Verband

„Es ist ein Traumberuf im Fußball“

Seit dem 1.11.2017 hat der Hamburger Fußball-Verband zwei Verbandstrainer. Neben Uwe Jahn wurde Stephan Kerber, der bis dahin DFB-Stützpunkt-Koordinator in Hamburg war, zum Verbandstrainer im HFV berufen. HFV-Pressesprecher Carsten Byernetzki sprach mit Stephan Kerber.

Hallo Stephan, seit dem 1.11.2017 bist Du zusammen mit Uwe Jahn Verbandstrainer im Hamburger Fußball-Verband. Was ist das Besondere an diesem neuen Amt?

Kerber: Die Herausforderung in den Arbeitsfeldern der Trainer-Aus- und -Fortbildung sowie mit den HFV-Auswahlmannschaften und der Talentförderung Akzente setzen zu können und das Ganze mit einer arbeitsteiligen Wirkungsweise.

Was waren die Gründe, einen zweiten Verbandstrainer neben Uwe Jahn einzustellen?

Kerber: Im Bereich der Trainerausbildung geht der Weg bundesweit in Richtung medialer und digitaler Umsetzungsideen – hier bedarf es mehr Manpower und es ergeben sich diverse synergetische Optimierungen in der Vielzahl der Aufgaben als Verbandssportlehrer.

Vorher warst Du seit dem 1.2.2002 15 Jahre lang DFB-Stützpunkt-Koordinator innerhalb des Hamburger Fußball Verbandes. Fiel es Dir schwer, die gewachsenen Strukturen zu verlassen?

Kerber: Ich habe mich bewusst für die Aufgabe als Verbandssportlehrer in der vereinbarten Neustrukturierung entschieden. Zurückblickend kann ich auf ein tolles Arbeitsverhältnis mit einem tollen Arbeitgeber dem DFB schauen, wo ich mit Leidenschaft überdurchschnittlich viel eingebracht habe und letztlich in der Talentförderung, Talentselektion und Talentbegleitung sehr gerne gewirkt habe – es ist ein Traumberuf im Fußball und wird sicher auch meinen Nachfolger inspirieren, mit Herzblut aktiv zu sein.

Wie haben die DFB-Stützpunktrainer auf den Wechsel zum HFV reagiert?

Kerber: Über Jahre ist eine sehr homogene Trainercrew entstanden, die viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit mit Talenten und am Trainerteam haben. Da passte es immer zwischenmenschlich und demnach wurde von allen gratuliert. Jetzt wird mit Spannung darauf geschaut, wer als mein Nachfolger am 01.12.2017 einsteigen wird.

Wie soll die Zusammenarbeit mit Uwe Jahn aussehen?

Kerber: So wie in den letzten Jahren auch schon – kooperativ, abgestimmt, mit klaren Vorhaben und Ansprüchen an die Arbeit. In der Lehre werden wir arbeitsteilig vorgehen, ich werde zudem HFV-Auswahlteams leiten.

Was sind die dringendsten Dinge, die Du als neuer Verbandstrainer im Hamburger Fußball-Verband angehen möchtest?

Kerber: Dringend klingt beinahe so als ob es Löcher zu stopfen gäbe – dies ist so nicht der Fall! Prozessoptimierend in allen Bereichen zu wirken, ist ein Ziel und die Digitalisierung der Ausbildung voranzubringen. Zudem in enger Verzahnung mit den Vereinen in Hamburg, die Auswahlteams auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Auch die Einarbeitung meines Nachfolgers für eine Fortführung des DFB-Talentförderprogramms wird hier einen Anteil in Anspruch nehmen.

Stephan Kerber – Vorfreude auf die neue Tätigkeit beim HFV – Foto HFV

Was hat dich in den letzten Jahren bewogen, immer Hamburg die Treue zu halten?

Kerber: Meine Familie, die tolle Stadt und die Arbeit mit tollen Menschen, Talenten und Coaches!

Was siehst du selbst als dein Steckenpferd an?

Kerber: Die Entwicklung von Talenten und deren Spielkompetenz. Hierzu wird das Buch der 100 Kreisspielformen zur Verbesserung der Spielkompetenz im April 2018 im Handel erscheinen. Vor allem der Spielwitz, die Antriebsfreude und die Kombinationslust sind die letzten Jahre in vielen variablen und flexiblen Trainingsformen eingeflossen.

Schaffst du es bei deiner zeitlichen Eingebundenheit noch selbst in die Stadien in Hamburg zu gehen?

Kerber: Aufgrund der Spielsichtungen im Nachwuchsbereich eher selten, dann aber gerne – sowohl um den HSV als auch den FC St. Pauli siegen zu sehen!

Was sollten Talente und deren Eltern beherzigen auf dem weiteren Werdegang?

Kerber: Einen kühlen Kopf bewahren und nicht jedem gereichten Blumenstrauß hinterherhechten, fleißig sein, ein erfolgshungriger und gleichermaßen sympathischer Teamspieler sein, unaufgeregt – Nerven bewahrend mit den Vereinen und dem Verband zusammenarbeiten.

Stephan Kerber

Geboren am 15.4.1970 in Hamburg, verheiratet seit 1995, eine Tochter. Seit 2002 DFB-Stützpunkt-Koordinator im Hamburger Fußball-Verband e.V., 15 Jahre Leiter des DFB- Talentförderprogramms mit 6 DFB-Stützpunkten, 19 DFB-Stützpunkttrainern und 300 Nachwuchsspielern. 2005 Fußball Lehrer in Köln Note 1,9.

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