17.11.2017

Integration durch Sport

Jahresabschluss-Dialogforum „Sport und Flüchtlinge“

Dialogforum mit Claudia Wagner-Nieberding und Dirk Fischer (re.) - Fotos Gettschat

Im Millerntor-Stadion trafen sich am 16. November 2017 rund 100 Menschen, die sich für die Integration von Flüchtlingen in ihren Wohnvierteln engagieren. Eingeladen hatten der Hamburger Sportbund, der FC St. Pauli, der Hamburger SV und der Hamburger Fußball-Verband.
Seit April 2016 führte das HSB-Programm „Integration durch Sport“ in enger Kooperation mit Bezirksämtern und Sportvereinen Dialogforen in den Hamburger Bezirken durch. Das Ziel war Koordinierung und Kooperationen zwischen Sportvereinen, Wohnunterkünften und Flüchtlingsinitiativen.

Die integrative Kraft des Fußballs

Die Hamburg weite Veranstaltung heute bot Raum für Diskussionen, Austausch und neue Anregungen für alle, die unsere Stadt für die Neu-Hamburgerinnen und Neu-Hamburger zu einer sportlichen Heimat machen.
In seiner Begrüßung ermunterte der Präsident des FC St. Pauli die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, am Ball zu bleiben. „Sport kann helfen, dass traumatische Fluchterlebnisse in den Hintergrund treten. Dabei will der gesamte FC St. Pauli-Kosmos unterstützen. Darum freuen wir uns, dass so viele Vereine und Engagierte am Millerntor zu Gast sind“, so Oke Göttlich.
Moderator Michel Abdollahi interviewte die Boxer Artem und Robert Harutyunyan über ihre Erfahrungen. Beide waren als Kinder mit ihren Eltern aus Armenien geflüchtet. Sport half ihnen beiden, hier Fuß zu fassen und eine neue Heimat zu finden, berichtete Artem.

Auskunft über die Integration von Flüchtlingen in die Vereine gab Susanne Bien (HFV)

„Sport verbindet Menschen jeder Herkunft und bietet eine sehr gute Möglichkeit, dass Flüchtlinge hier noch besser Fuß fassen können. Gemeinsam mit den Veranstaltungspartnern wollen wir motivieren, die Arbeit in den Sportvereinen fortzusetzen“, sagte Dr. Ralph Hartmann vom Hamburger SV.
„Das Engagement, Sport und Bewegungsangebote für Flüchtlinge zu initiieren, ist ganz wichtig. Nun gilt es, die Hände nicht in den Schoß zu legen und eine nachhaltige Arbeit zu gewährleisten“, sagte Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbands.
„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welch ungebrochenem Engagement sich viele engagieren, um Flüchtlingen sportliche Angebote zu machen. Wir möchten mit unserem Programm „Integration durch Sport“ auch im nächsten Jahr Rahmenbedingungen schaffen, in denen Vereine Lust dazu haben. Voraussetzung wird eine angemessene öffentliche Förderung sein“, sagte HSB-Vorstand Bernard Kössler.

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