22.06.2017

Gewaltprävention macht Spaß!?!

Gruppenfoto auf dem Gelände des Berliner Fußball-Verbandes

Es war ein wunderschönes, warmes Wochenende als sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendrechtsausschuss und Präventionsteam auf den Weg in die wunderschöne Sportschule des Berliner Fußball-Verbandes an den Kleinen Wannsee aufmachten, um sich auszutauschen und nach neuen Wegen zu suchen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Am Tisch saßen KollegInnen aus der Landesverbänden Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg.

Fröhliche Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Am Freitag stand zunächst Wiedersehen und Kennenlernen auf dem Programm, bevor wir uns gemeinsam ein Theaterstück zum Thema als Film angeschaut haben, den der BFV in Zusammenarbeit mit einem freien Berliner Theater erstellt hat. Das Stück löste viel Nachdenklichkeit und viel Gesprächsbedarf bei uns aus.
Samstag ging es dann richtig an die Arbeit. Wir staunten nicht schlecht, was die Kollegen aus Berlin in den letzten Jahren alles so auf die Beine gestellt hatten. Ob „Kinderschiedsrichter“, „Betreuerführerschein“, „Time out Karte“, „Fairplaybeobachtung“ oder „Jugendtalk“, alles tolle Projekte, die da gelaufen sind und die wir als Hamburger fest abgespeichert haben. Schleswig-Holstein berichtete über die Sensibilisierung für demokratische Werte und Traditionen im Fußball und über anstehende strukturelle Veränderungen zur Verbesserung der künftigen Arbeit.
Wir Hamburger berichteten insbesondere über das „Spielabbruchcoaching“, was auf großes Interesse stieß und für intensive Gespräche sorgte.
Zentrales Thema war am Nachmittag die Frage: „Wie stellen wir uns im Fußball auf, um mit den vielen Traumatisierungen und deren Auswirkungen bei Flüchtlingen künftig konstruktiv umzugehen.“
Ein langer und intensiver Austausch brachte am Ende sehr konstruktive Ergebnisse. Die Trainer und Betreuer vor Ort benötigen ein „Notfallset“ mit dem sie den „Traumatisierungen“ besser auf die Spur kommen können und viele, viele vernetzte Fachkräfte, an die sie die betroffenen Personen weiterleiten können. Gerd Liesegang erhielt den Auftrag das Thema auf einer Tagung am Dienstag beim DFB auf die Agenda zu bringen und die Forderung nach Erstellung dieses Notfallsets dem DFB zu präsentieren.
Gegen 18.00 Uhr endete der fachliche Teil des Tages und man wechselte in den „gemütlichen Modus“.
Am Sonntag war dann noch einmal Reflexion, Zusammenfassung und Ausblick angesagt. Bei herrlichem Wetter stellten wir im Garten fest, dass wir eine sehr erfolgreiche und lehrreiche Fachtagung mit vielen Arbeitsaufträgen für alle hatten.
Der nächste Fachaustausch soll am 1. Juniwochenende 2018 dann in Hamburg starten. Bis dahin haben Katharina, Kerstin, Carsten, Christian und Willy mit ihren Teams viel zu tun! Packen wir es an!!

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