25.09.2017

Erste HFV eSports Meister kommen vom Niendorfer TSV

Die Sieger vom NTSV zusammen mit HFV-Schatzmeister und Organisator Christian Okun (li.) und DFB-Jugendausschuss-Vorsitzender Christian Pothe (re.)- Fotos Gettschat

Ein Finale, das spannender nicht hätte sein können! Bis kurz vor Schluss führte das eSports-Team vom Lemsahler SV mit 3:1 gegen den Niendorfer TSV und für viele Zuschauer schien das Finale bereits entschieden. Doch gerade auf der Konsole reichen manchmal noch drei reguläre Minuten und die Nachspielzeit um einen Partie zu drehen. Und so brachte die letzte Aktion des Spiels in der zweiten Minute der Nachspielzeit tatsächlich den Ausgleich zum 3:3. Der erste HFV eSports Meister musste somit im Golden Goal gefunden werden. Spannung pur und der Höhepunkt folgte mit dem Pfiff des Schiedsrichters, der anschließend auf den Punkt zeigte. Diese Chance ließ sich das Team vom Niendorfer TSV nicht nehmen und stocherte den entscheidenden Strafstoß ins Tor und gleichzeitig zum 4:3-Sieg. 

Insgesamt 27 Teams nahmen an der ersten HFV eSports Meisterschaft teil

Aber nicht nur das Finale war ein echter Hingucker. Von Turnierbeginn an zeigen 27 Teams an der PlayStation 4 ihr Können und spannende Matches. „Es ist immer wieder faszinierend, wie realistisch und professionell das Fußballspielen auf einer Konsole möglich ist“, freute sich Christian Okun, der Organisator der Veranstaltung. An insgesamt acht Courts wurde gleichzeitig gezockt, gefiebert und gejubelt.

Besonders überraschend die Atmosphäre in der Halle. Natürlich ärgerte man sich auch über Abstimmungsschwierigkeiten innerhalb des Teams oder über manche Entscheidungen und Passspiele, die der virtuelle Spieler anders machte, als gedacht und trotzdem folgte nach fast jedem Match ein faires und anerkennendes „Shaking Hands“ der gegnerischen Teams. Alle Ergebnisse wurden nahezu in Echtzeit und für alle Teilnehmer sichtbar auf FUSSBALL.DE abgebildet. Für alle Teilnehmer war es eine gelungene Veranstaltung. Viele äußerten den Wunsch, zeitnah wieder so ein Turnier spielen zu können.

Die vier besten Teams zusammen mit HFV-Schatzmeister und Organisator Christian Okun (hintere Reihe links) und DFB-Jugendausschuss-Vorsitzender Christian Pothe (hintere Reihe rechts)

Bei der Siegerehrung dankte Christian Okun nicht nur den Förderern der Veranstaltung vom DFB, EA Sports, Sony und FUSSBALL.DE sondern auch den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern des HFV, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen wäre. Die erfolgreiche Veranstaltung wird nicht die letzte dieser Art gewesen sein, zumal bereits wenige Vereine eigene eSports-Abteilungen gründen. Die beiden Sieger vom Niendorfer TSV sind übrigens nicht nur erfolgreiche eSport-Spieler; Nico Kukuk und Tarek Abdalla spielen in der Oberligamannschaft des Niendorfer TSV.

Text: Tim Wöllmer, VJA

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