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HFV-Präsidium beschließt Pilotprojekt: Coolness-Coach hilft nach Spielabbrüchen
Zwar ist die Anzahl von gewalttätigen Auseinandersetzungen auf den Fußballplätzen des HFV bei unter 1% immer noch sehr gering im Verhältnis zu allen ausgetragenen Spielen. Jeder Spielabbruch, der wegen Gewalttätigkeiten vorgenommen wird, ist aber einer zuviel.Jetzt soll im Hamburger Fußball-Verband ein neues Instrument zur nachbereitenden Arbeit von Eskalationen nach Spielabbrüchen eingeführt werden, die auf das Verhalten der Akteure auf oder neben dem Spielfeld zurückzuführen sind. Mit diesem Präventionsangebot möchte das HFV-Präventionsteam unmittelbar nachdem es einen Spielabbruch gegeben hat mit den beteiligten Vereinen und Schiedsrichtern in Kontakt kommen und ihnen Hilfe und Unterstützung anbieten.
Man geht dabei von der Grundannahme aus, dass ein Spielabbruch immer von mehreren Personen oder Parteien verhindert oder herbeigeführt wird. Nie ist es eine Mannschaft oder eine Person allein, die es schafft, Situationen derart zu eskalieren, dass ein Fußballspiel abgebrochen werden muss. Jeder Akteur hat als Einzelperson die Möglichkeit sich eskalierend oder deeskalierend zu verhalten. Ebenso jede Mannschaft, jeder Verein und jeder Zuschauer. Es ist kaum möglich sich zu einer eskalierenden Situation im Fußballspiel nicht zu verhalten.
Coole Teams sind besser drauf!
Projektziel ist es, möglichst zeitnah mit den beteiligten Personen die Ursachen für den Spielabbruch zu besprechen und Verhaltensweisen herauszuarbeiten, wie Spieler, Trainer und gegebenenfalls auch Zuschauer es in Zukunft verhindern können, dass ein Spiel ihrer Mannschaft abgebrochen werden muss. Im Mittelpunkt steht die Präsentation und das Einüben von deeskalierenden Verhaltensweisen im Kontext Fußballspiel.
Ein erstes Gespräch soll nach Möglichkeit in der Woche nach dem Abbruch im Rahmen des wöchentlichen Trainings stattfinden. In den beiden folgenden Wochen soll der HFV-Mitarbeiter/in dem Verein bzw. der Mannschaft im Rahmen des Trainings der betroffenen Mannschaft noch als „Coolness-Coach“ zur Verfügung stehen.
Wichtig ist, dass die Maßnahme möglichst vor der Verhandlung im JRA oder Sportgericht und ohne Sanktionspotential durchgeführt wird. Der Coolness-Coach arbeitet bis zur Verhandlung ohne Kommunikation mit dem JRA bzw. dem Sportgericht und ist für die Vereine zunächst kostenfrei.
Der HFV wird bei den nächsten beiden Spielabbrüchen im Jugendbereich und den nächsten beiden Spielabbrüchen im Erwachsenenbereich den Einsatz von Coolness-Coaches testen.
Die Homann-Stiftung und der Hamburger Fußball-Verband präsentieren: „Fit für Fairplay“ - Coolnesstage für Jugendteams

31.01.20112 - Der HFV bietet seinen Vereinen, unterstützt von der Homann-Stiftung, einen Coolnesstag unter der Überschrift „Fit für Fairplay“ an. Durch das Engagement der Homann-Stiftung ist es möglich in einem Jahr 20 „Fit für Fairplay“-Tage für Jugendmannschaften zum Preis von 50,- Euro, statt 500,- für das gesamte Team anzubieten.
Unter der Anleitung erfahrener Übungsleiter aus dem Präventionsteam des HFV wird dieses Tages-Seminar Mannschaften der A-, B-, und C-Junioren sowie B- und C-Mädchen angeboten.
Das wird in der Schulung u. a. geboten und erarbeitet:
- Was ist Gewalt?
- Wie entsteht Gewalt auf dem Fußballplatz?
- Welche Erlebnisse erinnere ich?
- Wie gehen Spieler, Trainer und Teams mit eskalierenden Situationen um?
- Wie kann ich mit meiner Mannschaft heiße Spiele besser meistern?
Geübt wird in Theorie und Praxis. Sportzeug für Feld u. Halle ist mitzubringen!
Mindestteilnahme 10 Spielerinnen/Spieler (höchstens 15) und dazugehörige Trainer und Betreuer.
Diese einmalige Möglichkeit präventiver Arbeit mit der ganzen Mannschaft, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Da wir nur 20 Termine zur Verfügung haben werden Teilnehmer in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt.
Dieses Angebot ist beschränkt auf ein Jahr.
Teilnahmegebühr pro Mannschaft: 50.00 €
(Kosten normal 500.00 € pro Mannschaft in der HFV Sportschule und 300,-€ im eigenen Verein)
Die Ausbildung findet in der Regel im „Schulungs- und Ausbildungszentrum des Hamburger Fußball-Verbandes e.V.“ statt. Mittagessen und Getränke sind inbegriffen.
Externe Schulungen im Verein setzen einen Schulungsraum, Platz oder Halle, Leibchen und Bälle sowie ein adäquates sportgesundes Mittagessen und die Bereitstellung von Getränken voraus.
Durchgeführt wird das Seminar vom Präventionsteam im Jugendlehrausschuss (JLA).
Anmeldungen, nur für vollständige Mannschaften, an:
Lutz Krohn (HFV-Geschäftsstelle),
Tel. 040/ 675870 12;
Fax: 040/ 675 870 83;
E-Mail: l.krohn@hfv.de
Hans-Peter Biallas, Vors. Jugendlehrausschuss im HFV
Präventionsangebote im HFV
Präventionsangebote des
Jugend-Lehrausschuss im HFV
„KEIN PLATZ FÜR GEWALT“
Unter diesem Motto entwickelt der HFV in Zusammenarbeit mit einem
Multi-Professionellen Fachteam Maßnahmen und Aktionsfelder für den Fair Play-Gedanken sowie gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit auf und neben den Fußballplätzen im Gebiet des Hamburger Fußball-Verbandes.
- Spieler und Trainer
- Schüler und Lehrer
- Schiedsrichter
- Vereins- und Verbandsverantwortliche
- Zuschauer
- Eltern
Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass Toleranz, Weltoffenheit und Fairness weiterhin Markenzeichen des Fußballsports in Hamburg bleibt.
Maßnahmen:
Sie haben die sehr gute Möglichkeit, folgende kostenlosen Angebote zu nutzen, sofern es sich nicht um Schulungen für Mannschaften handelt.
„Kinder stark machen“
„Draußen Fair macht mehr Spaß“
„Mannschaftsführung C bis A-Junioren“
Folgende Maßnahmen sind kostenpflichtig!
„ Der Coolness-Tag“
(auf der Basis von AAT©, Antigewalt und Kompetenztraining , Coolness-Training©)
ist ein sozialpädagogisches Trainingsmodul, in dem die Aktionen in dieser Schulung mit Punkten bewertetet werden. Eine vorgegebene Punktzahl in den einzelnen Themen ist von jedem Teilnehmer / jeder Teilnehmerin zu erreichen, um eine verhängte Sperrmaßnahme nach Gnadengesuch beim HFV Präsidium zu verkürzen.
Kosten: 50,-€ pro Person
Pauschalpreis für Mannschaften: 500,-€ in der HFV Sportschule und 300,-€ im eigenen Verein
„Schlichtungsgespräch“
Diese Maßnahme bieten wir auch für freiwillige Teilnahme an, wenn in Mannschaften eine negative Aggressionsbereitschaft besteht und die Trainer die Spielerinnen/Spieler davonüberzeugen können, an einem „Coolness-Tag“ bzw. einem „Schlichtungsgespräch“ teilzunehmen.
Informieren Sie uns auch, wenn Sie zunehmende Aggression bei den Spielen feststellen. Wir werden dann unangemeldet die Sachverhalte prüfen.
Wenn Sie eine Spielbeobachtung wünschen – kostenpflichtig – fordern Sie uns an.
Geben Sie Hinweise auf Aggression, Diskriminierung und Rassismus, wir gehen den Fakten nach.
Präventionsteam des Jugend-Lehrausschuss (JLA):
Hans-Peter Biallas - Vorsitzender JLA
Tel. 0177/ 2052026
Wilfried Wilkens - Dipl. Politologe - JLA fachl. Leitung Prävention
Tel. 040/ 45 79 52
Michael Loers - Erzieher
Tel. 0178/519 7 9 89
Michael Strelow - Dipl. Sozialpädagoge AAT
Tel. 0177/ 338 74 02
Henning Zumholz - Soz.Pädagoge
Daniel Gehrke - Soz.Pädagoge
Tel. 0176/21608273
Kerstin Stutte - Soz.Pädagoge AAT
Tel. 0179/5944464
Anfragen und Informationen:
Hans-Peter Biallas
Vorsitzender im Jugend-Lehrausschuss
Tel. 0177-205 20 26
hanspeterbiallas@aol.com
Anmeldungen Coolnesstag Erwachsene:
Björn Müller
HFV-Lehrreferent
b.mueller@hfv.de
040-675870-22
Anmeldungen Coolnesstag Jugendliche:
Lutz Krohn
l.krohn@hfv.de
040-675870-12
Neue Kooperation des HFV für ein faires Miteinander
Fehlender Respekt, Vorurteile gegenüber Menschen anderer Herkunft und mangelndes Fairness-Verständnis sind nicht selten Ursachen für Konflikte, auch im Fußball.
Mit dem Ziel der Förderung eines fairen Miteinanders kooperiert der HFV ab sofort mit dem Präventionsprojekt „Zweikampfverhalten® - Coolnesstraining im Jugendfußball“.„Wir freuen uns, mit Zweikampfverhalten unser Angebot im Präventionsbereich für den Jugendfußball erweitern zu können“, so Hans-Peter Biallas, Vorsitzender des Jugend-Lehrausschusses.
10 - 16 Jugendliche können an einem zehnwöchigen Kurs für ein faires Miteinander auf dem Fußballplatz teilnehmen, bestehend aus einem zweitägigen Fußballcamp und acht Wochen Trainingseinheit.
Das Projekt stellt hierbei die soziale und pädagogische Komponente des Sports in den Mittelpunkt.

Durch die Kombination von Fußballtraining, sozialem Lernen und Konfrontativer Pädagogik lernen die Teilnehmer, mit Frust- und Stresssituationen besser umzugehen und entwickeln Handlungsalternativen bei Provokationen.
Zudem werden mittels sportlicher Werte wie Respekt, Fairness und Toleranz, kommunikative wie auch soziale Kompetenzen trainiert, Teamgeist und Vertrauen gefördert, das Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen gesteigert.


Damit erhalten die Jugendlichen ein Handwerkszeug, welches sie nicht nur im Alltag auf, sondern auch neben dem Platz einsetzen können.
Einen weiteren wichtiger Baustein des Projekts bildet die Zusammenarbeit mit Berufssportlern.
„Ein Jugendlicher braucht Vorbilder. Mit Unterstützung der Profi-Sportler können wir den Jugendlichen beibringen, worauf es im Leben ankommt“, so Rebekka Salome Henrich, Projektleiterin und Initiatorin von Zweikampfverhalten (Foto links).Unterstützung erhalten die Teilnehmer daher durch Fußball-Profis vom HSV. Im persönlichen Gespräch erzählen diese von ihren eigenen Erfahrungen, diskutieren über Streitigkeiten und Fouls auf dem Platz und geben wertvolle Tipps für ein faires Verhalten. Zusätzlich absolvieren die Profis gemeinsam mit den Teilnehmern eine Trainingseinheit auf dem Fußballplatz mit dem Ziel der Leistungssteigerung.
Auf diese Weise wirkt das seit 2008 bestehende Projekt einer negativen Entwicklung erfolgreich entgegen oder beugt ihr gar vor.
In der Vergangenheit nahmen daher auch wenig bis gar nicht gewalt- oder sonstig verhaltensauffällige Jugendliche und Mannschaften teil, deren Trainer und Vereine besonderen Wert darauf legen, dass es dabei bleibt.
Weitere Informationen unter www.zweikampfverhalten.de
Folder Zweikampfverhalten als PDF zum Download
Infoblatt Präventivmaßnahmen als PDF-Datei zum Download












